Switzerland

New Embodiment Series
Dates to be determined


Egg Journey Photos
24-29 October, 2005
         

 
 

 
 
 
   
 
 
       

 

Organizer: Dr. med., Markus Fischer
Institute for body psychotherapy IBP
info@ibp-institut.ch
Telephone: 0041-(0)52-212 34 30

Fax: 0041-(0)52-212 34 33


Sperm journey embodiment
Ein paar persönliche Eindrücke


Von Max Peschek„Ich komme gerade zurück von einer Woche Sperm Journey, das war toll“, erzählt eine Kollegin auf meinem ersten prä- und perinatal-Training. Wie kann man denn eine ganze Woche nur mit Spermienreise verbringen?, dachte ich mir und wunderte mich. Inzwischen habe ich es selbst erlebt und stelle fest: Man kann.

Begleitet von Karlton Terry und seinem wunderbaren Team haben wir die fünf Phasen Repose, Ejaculation, Holocaust, Trekking und Conception theoretisch und in Forschungsregressionen erarbeitet. Es ist erstaunlich, wie der Körper sich im geeigneten Setting an diese Erfahrungen erinnern kann. Ich fühlte mich als Spermium sehr wohl, vor allem die Zielstrebigkeit, der unbedingte Wunsch, das Ziel zu erreichen, erster zu sein, kenne ich gut aus meinem Leben. Diese Ruhelosigkeit die kein Ankommen und Ausruhen erträgt, die weiter drängt, immer weiter, nur keine Pause machen, Du bist noch nicht angekommen …
Zurück im Alltag erkenne ich, wie wir auch kulturell diese frühen Phasen immer wieder nachvollziehen. Männer mit Helm, die bei der Tour de France im Rudel durch Berglandschaften sausen, der Start beim Triathlon oder Marathon (und der Adrenalinschub, den man als Teilnehmer in dem Augenblick erfährt), oder eine Tango-Show mit einer schönen Tänzerin in der Mitte, sechs Tänzer um sie herum - das ist doch wie Eizelle und Spermien, oder?

Was für mich wirklich neu war in dieser Woche ist Karltons Ansatz, die Erforschung der frühen Zeit als Verkörperung unserer eigenen Seele zu verstehen, und mit der Auflösung von Schock und Trauma als Seele immer besser im eigenen Körper zuhause zu sein, auf der Erde und in diesem Leben endlich ganz anzukommen und die eigene Vision, die eigene Berufung klarer zu erkennen und zu verwirklichen. Ich freue mich und bin schon gespannt auf die nächsten Erforschungen von Eireise, Empfängnis und „deeper into the genes“ (wie soll das denn funktionieren, wundere ich mich).

[hier ein Hinweis auf das nächste Sperm Journey Seminar]

Karltons Broschüre zu den fünf Phasen der Spermienreise ist inzwischen übersetzt und für € 10,- (zzgl. Porto) erhältlich beim IBP-Institut oder bei peschek.max@t-online.de



Embodiment Class - Sperm Journey


"I just came back from a one-week sperm-journey training, it was just great“, I was told by a colleague during my first pre- and perinatal training two years ago. How on earth can you be working on the sperm-journey for one whole week?, I wondered. In the meantime I experienced it myself and I found out: you can.

We worked on the five phases repose, ejaculation, holocaust, trekking and conception theoretically and with research regressions, accompanied by Karlton Terry and his wonderful team. It is just amazing, how the body remembers these experiences when the setting is appropriate. I felt really fine being a sperm, especially the single-mindedness, the unconditional desire to reach the goal, to be the first, attitudes I know well in my life. A restlessness that cannot bear arriving or resting, that urges to continue, to go on and on, don't take a break, you haven't arrived yet …

Back in everyday life I start to see how we as a culture keep recapitulating these early phases. Men with helmets crossing countrysides in packs in the Tour de France; a start of a triathlon or marathon (the rush of adrenalin you feel in that moment as a participant) ; or a tango-show with a beautiful lady in the center, six men moving around her - now isn't that like egg and sperms?

What was really new for me in this week is Karltons approach to understand the research of these early events as an embodiment of our own soul. The better we can resolve our shock and trauma, the better we will be able to be at home in our bodies as a soul, to be on this earth and to really arrive in this life, to recognize and realize more clearly our own vision, our own calling. I am looking forward very much to further personal research on the egg journey, conception and something called ‚'Deeper Into the Genes' - I wonder, what will that be about?

Max Peschek, 2004

 

poVom Menschwerden der Seele

Erlauben Sie mir, den Titel dieses Workshops ein wenig zu erläutern. Der “TAOS Embodiment Course“ besteht aus vier einwöchigen Seminaren, die einmal pro Jahr stattfinden. Der “TAOS Embodiment Course“ benennt sich nach einem Ereignis, das sich im nördlichen New Mexico in einem stillen Ort irgendwo in der Nähe des „Land of Enchantment“ (Land des Zaubers) zugetragen hat. Diese Gegend liegt nahe beim Reservat des Taos Pueblo Stammes und dem nachweisbar magischen und manchmal unheimlichen Berg TAOS. Dort ereignete sich vor 7 Jahren folgendes: Ich saß alleine schwitzend und schaudernd in einem Zelt im Wald nahe der Wüste, als das Zusammenwirken von Informationen und Erlebnissen in mir eine noch undeutliche, aber fortdauernde Sehnsucht auslöste. Bis zu diesem Moment hatte ich mir für etwa 12 Jahre den Luxus geleistet, mir selbst hinterherzulaufen, indem ich nach dem Sinn des Lebens suchte, besonders den Sinn meines Lebens. Warum bin ich auf dieser Erde? Wer bin ich? Warum all dieser Schmerz, das Leiden und die Ungerechtigkeit? Warum all diese Glückseligkeit, Ekstase und Poesie?. In einer gewissen Weise war ich in einer Sackgasse gelandet.

Ich machte mich auf diese Reise, um herauszufinden, woher ich komme. Ich nahm zunächst einmal an, wenn ich nur weit genug zurückginge, um mich dann wieder nach vorne zu bewegen, müßte ich eigentlich die Dinge finden, die mich geformt haben und dementsprechend mich selbst. Am Ende stand ich nun neben meiner eigenen These und begann meinen verrückten, bunten, aber von den Mormonen Uthas ganz gut gepflegten Familienstammbaum zu erforschen. Ich befragte meine Eltern und quälte meine arme, entsetzte Mutter mit endlosen Fragen über meine Geburt und ihre Schwangerschaft (d.h., mein pränatales Leben). Unerbittlich ging ich jedem Detail nach, bis ich sie durch zu viele Fragen und mögliche Vorwürfe und Beschuldigungen schließlich in die Flucht getrieben haben dürfte. Während meiner inneren Prozesse des Ankommens auf diesem Erdenreich kamen nämlich alle möglichen persönlichen Flüche, Blindheiten und Leidenserfahrungen in mir auf. Ich entwickelte die feste Überzeugung, dass eigentlich alles in bester Ordnung war, ehe ich hier ankam. Wo auch immer ich herkam, dürften es wohl die erfahrenen Verletzungen auf dieser Reise gewesen sein, die mich geprägt hatten. Waren diese prägenden Erfahrungen nun denn etwas, was die Seele gesucht hatte oder war dies alles nur reiner Zufall? Oder liegen die Dinge alle völlig anders?

Mein armer ungeborener Schädel, der ein paar Zentimeter im Durchmesser größer war als die Beckenöffnung meiner Mutter, wurde gequetscht und gequält, als ich erbarmungslos in diese Welt gepreßt wurde, während meine Mutter, die zu jung und zu unschuldig war, um zu verstehen, was mit ihr geschah - nicht die leiseste Ahnung hatte, was meine Nöte waren. Innerhalb jener Sekunden, die meine Eltern als mein Auftauchen in dieser Welt ansahen, verwandelte ich ein fröhliches, sorgloses Mädchen in eine von Tränensäcke gezeichnete Matrone und dafür habe ich mich ewig verflucht. Gingen wir diese Verbindung vielleicht in einem pränatalen Taumel der Freude ein, oder geschah es aus Angst?

Obwohl ich heute weiß, dass sie mein Strampeln im Bauch fühlte, habe ich sie nie danach gefragt.
In der nachfolgenden Selbsterforschung - währenddessen war ich noch darum bemüht, die Rolle eines
30-jährigen Geschäftsmannes auszufüllen - hat meine erste Geburtsregression mit William Emerson einen tiefen Eindruck auf den Weg meiner Selbstsuche hinterlassen. Obgleich ich zu dieser Zeit noch sehr skeptisch war, ob eine „Geburtsregression“ möglich wäre, war das, was sich ereignete, so tiefgehend, dass ich für 1 Std. das Gefühl hatte, mein Herz würde zerquetscht und mein Kopf schmerzte 2 Std. Das Schlimmste an allem war, dass mein Sehen für eine Woche so verschwommen war, als würde ich die Welt durch die Amnionflüssigkeit hindurch betrachten. Es hat mich sehr erleichtert, als ich von meinem Augenarzt einen neuen Satz Kontaktlinsen bekam, die mir glücklicherweise die klare Sicht auf die Welt zurückgaben. Es schien, dass - zu meinem völligen Erstaunen - meine Sehfähigkeit sich um das Doppelte verbessert hatte, als dies vor 5 Jahren bei meinem letzten Besuch der Fall war. Mein Augenarzt suchte verzweifelt nach einer Erklärung, die ich ihm nicht leicht geben konnte, denn die Wahrheit wäre ihm unglaubhaft erschienen. Etwas Elementares war geschehen.

Voller Inspiration setzte ich die Erforschung meiner Geburt mit William Emerson fort, regregierte mit Graham Farrant zu den Erfahrungen des Spermiums und des Eies, suchte Psychologen zu einer Gesprächstherapie auf, arbeitet mit dem holotropen Atmen nach Grof, las Freud und Jung und studierte die Ideen von Marie-Luise von Franz über Träume, Märchen und Archetypen. Ich unterzog mich der Akupunktur, der Meditation, dem Rolfing, Massagen und der vegetarischen Lebensweise. Ich erforschte außerordentlich gründlich die Mythen der Schöpfung und die heiligen Geschichten der amerikanischen Eingeborenen des großen Südwestens. Bilder und Energien drangen in meine Seele ein und verwoben sich mit meinen Systemen: Himmlische Sonnen und Monde, Geistwesen, vielarmige Hindu-Göttinnen, riesige Spermien, Hopi-Tänzer mit Klapperschlangen im Mund, Ameisenmenschen, Föten, Babies in erwachsener Größe und meine arme, verstörte Mutter. Dann vermischten sich plötzlich die großartige Tiefe der Psychologie und der Psychoanalyse, die Märchenbilder der Archetypen mit den Verträgen, den Hypotheken und den Bankauszügen meines Alltagslebens zu einem unentwirrbaren Durcheinander, einem Hindernis auf dem Weg zu mir selbst. Als ich wie ein Mönch alleine in meinem Zelt fastete, erlebte ich folgendes: Zunächst erschien sie mir als die Halluzination meines weiblichen Selbst. Dann teilte sie sich mir jenseits der Worte mit, gab mir etwas so Grundlegendes preis, dass ich völlig erschüttert war. Ich habe keine Vorstellung, was sie sagte, weil alles eine Sekunde später vergessen war. Nun weiß ich aber, dass es möglicherweise eine Antwort auf mein Gebet war, das ich wie ein Mantra über 2 Jahre vor mich hingemurmelt hatte: „Was ist mein Lebenszweck? Warum kam ich hierher?“ Schließlich gab es eine zwar nur kurzzeitige, aber ewig erscheinende Auflösung meines Selbst, so wie ich es kannte. Und da war meine Seele: Unsichtbar, herausgearbeitet, dicht, mich vollständig ausfüllend, in mir, andererseits mich von außen betrachtet, etwas größer als ich selbst und vollständig und allumfassend verbunden mit allem und jedem Ort, einschließlich der Leere und dem Nichts.

Etwa 1 Woche später fand ich mich, ich weiß nicht genau wie, irgendwo in meinem normalen Leben wieder. Und ich dachte: „Holla, wenn meine Geburt damit etwas zu tun hat, wie mein Leben jetzt ist, und wenn meine pränatalen Erfahrungen vielleicht sogar noch tiefgehender waren, dann war möglicherweise meine eigene Zeugung (durch diese merkwürdigen haploiden Gameten, die sich in ihrer eigenen, wunderbaren Weise vereinen), eine Brücke zu dem besonderen Ort, von dem ich wohl herkam. Vielleicht konnte ich erinnern, warum ich kam und herausfinden, wer ich bin. Vielleicht ist die Zeugung so etwas wie ein Tor oder ein Fenster zu dieser anderen Welt, ein Ort, wo die Wand zwischen den Welten sehr dünn ist. Und vielleicht könnte ich, entledigt von der Erdenschwere, wie ein Sandkorn in einem Stundenglas mich vor und zurück bewegen. Ja, das ist der Zauberspiegel, der Wunschbrunnen ....“

Das komische ist, all das war wahr. Ich hatte das Gefühl, den Geheimcode geknackt zu haben, für mich selbst sowieso, aber auch das Tor zur spirituellen Welt entdeckt zu haben. Ich hatte erfahren, wie man hindurchkommt und wirklich seiner Seele begegnet. Können Sie sich vorstellen, wie ich versuchte, dies voller Begeisterung und mit großen Augen meinem Vater zu erklären, der Atheist ist, skeptisch und in seinem Wesen und seiner Berufung naturwissenschaftlich orientiert? Aus Dankbarkeit zu ihm muß ich sagen, dass es mich angetrieben hat, die naturwissenschaftlich bekannten Tatsachen über die Zeugung zu erforschen, wie die Spermienreise, die Ei-Reise, die Hülle, die sich um die Gene und Zytoplasma des Eis bildet, die Verschmelzung der Gene, die Epistase und vieles andere, was ich herausfinden konnte. Ich fing an, durch Regressionen weitere persönliche Forschung dieses Feldes zu betreiben und tatsächlich wurde für mich die Wand zwischen der naturwissenschaftlichen normalen Welt und der persönlich-geistlichen Seelenwelt dünner und dünner. Meine eigenen Klienten baten mich mehr und mehr um Hilfestellung, um immer frühere regressive Stadien zu erreichen. Ich begann zu entdecken, dass die Spermienreise und Ei-Reise sich überall im Alltagsleben wiederfand. Die vorderste Linie der wissenschaftlichen Forschung (die unglücklicherweise von der profitablen Popularität der In-vitro-Fertilisation angefacht wurde) begann die Suche nach der Seele zu durchdringen und auch umgekehrt.

Am Ende, als all dies im Jahr 2000 eigenartig zusammenkam, hatte ich doch den Mut, ein kleines Buch über die 5 Stadien der Spermienreise zu schreiben und in 2001 führte ich den ersten “Taos-Embodiment-Workshop“ durch. Seitdem habe ich die wesentlichen Aussagen der Naturwissenschaft, die Katakomben der Psyche und die Seelenwelt erforscht mit dem Blick auf gemeinsame Strukturen, die anderen helfen könnten, ihre eigenen Pfade zu ihrer Seele zu finden, so einzigartig und unterschiedlich sie sein mögen. Wenn es gut läuft, sollten die weiteren Zusammenhänge, die andere erforschen könnten, unbehindert bleiben von Anweisungen oder Anleitungen, von Erwartungen oder Projektionen. Dies ist der Zweck des “Taos-Embodiment-Workshops“, der aus vier, einmal pro Jahr stattfindenden Seminaren besteht:
1. die Spermienreise; 2. die Ei-Reise; 3. das Wunder der Zeugung, 4. Tiefer in die Gene, Dialog mit der Seele.

Übersetzung: Dr. G. Schroth, Speyer