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Trauma Overview
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Heilung
von Anfang an:
Karlton Terrys
therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen
Inhaltsverzeichnis
Ilka-Maria Thurmann
Bad Vilbel, Mai 2005
Heilung von Anfang an:
Karlton Terrys therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen
Karlton Terrys
Arbeitsweise: Innere Haltung und angewandte Techniken Die Zeit ist reif
für Karlton Terrys therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen.
In den letzten Jahren kam diese für uns in seiner Kompaktheit neue
und umfassende Methode von Amerika nach Europa. Bisher wurde diese Therapierichtung
in Theorie, Praxis und Selbsterfahrung ausschließlich von William
Emerson gemeinsam mit Karlton Terry in der Schweiz unterrichtet. Dort
ist sie als ärztliche Fortbildung anerkannt. Die Resonanz von Fachleuten,
die sich mit Schwangerschaft und Geburt befassen, ist so groß, daß
alle Ausbildungen in der Schweiz parallel in zwei Gruppen angeboten werden.
Aufgrund des großen Engagements von Dr. Ludwig Janus, Präsident
der ISPPM (Internationale Studiengemeinschaft für Pränatale
Psychologie und Medizin) gibt es nun endlich auch in Deutschland die Möglichkeit,
diese breit gefächerte Arbeit von Karlton Terry kennen zu lernen.
Er stellt sich und sein gesamtes Spektrum im Rahmen von Lehrseminaren,
Baby-Therapie-Workshops mit Live-Demonstrationen, Kursen zur Selbsterfahrung
der eigenen Geburt sowie einer dreijährigen Ausbildung, die ab März
2006 beginnt, an verschiedenen Kursorten in Deutschland vor.
Seine Arbeitsweise zu beschreiben, ist nicht einfach, denn so eine therapeutische
Behandlungsform gab es bisher in Deutschland in dieser Vollständigkeit
und Vielschichtigkeit noch nicht. (Vgl. Harms, 2000).
Karlton Terrys therapeutische Methode benutzt die Akkurate
Simulation, um traumatische Geburtserlebnisse bei Babys, Kindern
und Erwachsenen auszulösen, um diese erneut zu erfahren und zu befreien.
Damit kann das Trauma heilen und anschließend stehen neue, angemessene
Verhaltensmöglichkeiten zur Verfügung.
Vielleicht ist seine Arbeit deshalb so beeindruckend und wirkungsvoll,
weil sie Körpertherapie, Psycho- und Seelentherapie in einem ist.
Denn während einer Sitzung, und ebenso in seinen Gruppen, arbeitet
er zeitgleich auf mehreren Ebenen. Dieses Prinzip gilt grundsätzlich
für seine Arbeit unabhängig davon, ob sie nun mit Babys oder
mit Erwachsenen in Selbsterfahrungs- oder Ausbildungsgruppen stattfindet.
Karlton Terry versteht es, die traumatischen Geburtserfahrungen bei den
Menschen auszulösen, sie wieder erlebbar zu machen und von ihren
traumatischen Elementen zu befreien. Und, zur gleichen Zeit, unterstützt
er die Menschen darin, diese Traumata, lange nach ihrer Geburt, zu verarbeiten
und neue, besser passende Verhaltensmuster für sich zu entwickeln.
Die therapeutische Arbeit von Karlton Terry ist eine Kombination aus vielen
verschieden Elementen, und er integriert dabei unterschiedlichste Techniken.
Eine wesentliche Rolle aber spielt seine Grundhaltung, denn sie ist die
Basis, auf der eine tiefe Heilung überhaupt erst möglich ist.
Seine innere Haltung ist geprägt von Offenheit, Respekt und Empathie
für sein Gegenüber.
Ein, für ihn wichtiger, Satz lautet: Empathie heilt ! Es ist in seinen
Augen d i e Voraussetzung für Heilung v o r allen Techniken, daß
diese Einfühlung und damit eine Herzensverbindung zum Klienten, zum
Baby und seiner Familie oder auch zu einer ganzen Gruppe, die sich gerade
in einem Selbsterfahrungsprozeß befindet, hergestellt wird.
Ein Blick auf die Anwendung der therapeutischen Techniken zeigt, daß
sich Karlton Terry in seinen Sitzungen spezieller, von ihm teilweise selbst
entwickelten bzw. weiterentwickelten, Methoden bedient, für die es
Jahre braucht, bis man sie beherrscht, so zum Beispiel die Akkurate
Simulation, Techniken der Trauma-Behandlung und die Palpation sowie
das Repatterning.
Mit simulierenden und dabei zarten Berührungen werden bei der Akkuraten
Simulation genau die Stellen am Kopf angeregt, und zwar mit exakten
Handgriffen, die unter der Geburt offensichtlich starkem Druck ausgesetzt
waren.
Obwohl die Methode körperlich sehr sanft ist, weil mit den Händen,
oder sogar nur mit einzelnen Fingern, gezielt lediglich ein sehr leichter
Druck ausgeübt wird, handelt es sich um eine sehr aktivierende Technik.
Gefühle und traumatische Eindrücke, die unter der Geburt entstanden
sind, können mit ihr erneut belebt, um anschließend therapeutisch
bearbeitet zu werden. Ziel ist die Befreiung aus dem körperlichen
und psychischen System und die anschließende Ent-Spannung.
Um herauszufinden, welche Stellen am Schädel besonderem Druck ausgesetzt
waren, benutzt Karlton Terry die Technik der Palpation, die sich im ursprünglichen
Sinne lediglich auf das Untersuchen durch Ertasten bezieht.
Karlton Terry ist, ebenso wie viele Osteopathen, Therapeuten für
Energiearbeit und für die Craniosacraltherapie, in der Lage, das
Energiefeld des Menschen zu erfühlen, ohne ihn dabei direkt zu berühren.
Diese besondere Sensibilität, die sich nur über langjährige
Erfahrungen entwickelt, ermöglicht eine sehr viel genauere Wahrnehmung
über die Bereiche am Körper, in denen Energieblockaden, Spannungen
oder Stellen mit mangelhafter Energie festgehalten sind.
Karlton Terry lässt aus seinen Wahrnehmungen vor seinen Augen eine
Art Landkarte des Geburtsablaufes und des Geburtstraumas entstehen, die
danach eine sehr gezielte therapeutische Arbeit ermöglicht.
In seinen Techniken zur Schockauflösung werden die belasteten Stellen
ertastet, mit konkreten Handpositionen an dieser berührten Stelle
ausgelöst und dann entsprechend behandelt. Es ist möglich, daß
eine Geburtssituation mehrere traumatische Elemente in unterschiedlichen
Phasen der Geburt enthalten kann.
Karlton Terry und William Emerson sprechen wörtlich von einem Schock-Pool.
Bei mehrfach traumatisierten Menschen ist es seine Annahme, daß
ein solcher Schock-Pool vorliegt, d.h. daß Traumata
quasi übereinander liegen. Er deutet an, daß unter jedem Geburtstrauma
eines aus der Pränatalzeit liegt und daß selbst darunter noch
die tief prägenden Eindrücke der Konzeption zu finden sein können.
Karlton Terrys Technik verfolgt das Ziel, durch die absichtsvoll
ausgeübte Simulation der individuell erlebten Geburtssituation, anschließend
neurologische Neu-Verknüpfungen im Gehirn zu ermöglichen.
Über diesen therapeutischen Prozeß, der für Hebammen,
Kinderärzte, Neurologen und Craniosacraltherapeuten sehr interessant
sein dürfte, können sich die neurologischen Spannungen, die
das Bewusstsein ebenso reduzieren, wie die eigenen Handlungsmuster, auflösen
und befreien, und die Neuronen können andere Verbindungen im Gehirn
aufbauen.
Wenn beispielsweise unmittelbar nach einer Therapiesitzung mit einem Kleinkind
scheinbar plötzlich Bewegungsabläufe und Muster (z.B.
Krabbeln) möglich sind, die das Kind trotz langer, intensiver und
wiederholter Krankengymnastik nicht beherrschte, so scheinen diese neue
Verschaltungen im Gehirn wohl die Voraussetzung dafür zu sein. Einige
Frühgeborene oder behinderte Babys und Kinder können von dieser
Methode profitieren, da sie in der Folge dieser therapeutischen Behandlungen
oft in der eigenen Physio- oder Ergotherapie große Fortschritte
verzeichnen können.
Die Technik des Repatterning beschreibt das Aufbauen eines neuen, heilenden
Musters. Es ist nach einer Sitzung oder einer Selbsterfahrung für
alle Menschen sehr gut und heilsam zugleich.
Wenn traumatische Geburtselemente erfolgreich bearbeitet wurden, wenn
die Spannungen gelöst sind, bekommen die Klienten die Möglichkeit,
die für sie schwierige Situation (z.B. das Steckenbleiben im Geburtsprozess)
noch einmal zu erleben, aber dieses Mal so, wie es positiv und leicht
in diesem Moment gewesen wäre (eine glatte, leichte angst- und panikfreie
Passage).
Dieses Angebot, das z.B. auch bei sehr kleinen Babys auf der Körperebene
gemacht wird, ist sicherlich ein wichtiger Schlüssel zur Heilung.
Es dient in jedem Fall der Erweiterung der eigenen Möglichkeiten,
und es gibt Erwachsenen und Kindern gleichermaßen neue Frei-Räume
(z.B. frei von Angst) für ihre Handlungen und Verhaltensmuster.
Karlton Terrys
theoretische Annahmen über Geburtstraumen und ihre Folgen
In Bezug auf Geburtstraumen und ihre psychologischen Auswirkungen ist
die Geburt für Karlton Terry, wie die Mitte einer Sanduhr, der Kristallisationspunkt
von Konzeption und der vorgeburtlichen Lebenszeit. Es ist für ihn
unverzichtbar, die Bedingungen und Hintergründe der Schwangerschaft
in seine Anamnese und Arbeit mit einzubeziehen.
Der menschliche Schädel ist, laut Karlton Terry, im Durchmesser wenigstens
1 cm größer als der Beckeneingang und, unabhängig von
der Zeit vor der Geburt, sind sich alle Fachleute aus dem Bereich der
Prä-, Peri- und Postnatalen Psychologie darin einig, daß die
meisten Geburten, schon allein aus körperlichen Gründen, traumatische
Elemente enthalten.
Im Verlauf seiner Entwicklungsgeschichte nahm der Mensch einerseits den
aufrechten Gang an, während sich zeitgleich sein Gehirn enorm vergrößerte.
Es entstand in der Folge ein deutlich verändertes Größenverhältnis
zwischen dem evolutionsgeschichtlich schmaler gewordenen Becken der Frau
und dem breiteren Kopf des Babys. (Janus, 1993)
Wenn die Wehen den kindlichen Schädel gegen den noch nicht vollständig
geöffneten Muttermund pressen, kann der Druck, der unter der Geburt
auf den Kopf einwirkt, sehr hoch sein. Bei Frühgeborenen oder bei
kleinen Babys ist eine Verletzungsgefahr, nach Erfahrungen von Hebammen
und Krankenschwestern aus dem geburtshilflichen Bereich, eher noch als
größer anzusehen. Ihre Schädelknochen sind dünner
und weicher und die Fontanellen sind kleiner, so daß es viel schneller
zu Quetschungen kommen kann.
Geburt ist, rein körperlich betrachtet, eine streßintensive
Zeit, denn zu keiner anderen Zeit im Leben wird soviel Adrenalin produziert
und ausgeschüttet, wie in diesen Stunden.
Laut Karlton Terry spielen die neurologischen Prozesse für die Prägungen,
die im Gehirn stattfinden, eine entscheidende Rolle, denn in den Stunden
der Geburt sind Milliarden von Neuronen aktiv, die neue Nervenverbindungen
formen.
Während das Baby unter der Geburt den Druck und die Phase des Durchganges
bewältigt, entstehen diese (im wahrsten Sinne des Wortes) Ein-Drücke
und eigene Reaktionsmuster darauf werden aufgebaut. Es ist wie eine Programmierung
durch dieses so prägende Ereignis der Geburt, das wie eine Schablone
das Gehirn und das Verhalten des Babys beeinflusst und herausbildet.
Der Einfluß des Geburtsmodus (Sectio, PDA)
Geburtskomplikationen können, psychologisch gesehen, aus völlig
anderen Gründen traumatisch sein. Dazu zählt Karlton Terry Zangengeburten
ebenso wie die Anwendung einer Saugglocke, die Gabe von Betäubungen
bzw. von wehenfördernden oder -hemmenden Mitteln und auch jede Kaiserschnitt-Entbindung,
unabhängig von ihrer Indikation.
Er glaubt, daß jede menschliche Intervention (und viele davon sind
durchschnittlich nicht notwendig) den natürlichen, im Sinne von naturgegebenen,
Geburtsablauf, verändert, beeinflusst oder sogar unterbricht. Seiner
Meinung nach haben auch Narkotika, die unter der Geburt gegeben werden,
eine negative Auswirkung auf die peri- und postnatale Anbindung zwischen
der Mutter und ihrem Neugeborenen und ebenso auf die Stillbeziehung. Kommt
das Baby narkotisiert oder in einem seelischen Schockzustand auf die Welt,
ist es nur selten zu einer positiven Anbindung fähig, weil es seinem
angeborenen Bindungsverhalten nicht folgen kann.
Auch der psychologische Aspekt der Bindungsprobleme spielt hier eine große
Rolle, weil der Tanz zwischen Mutter und Kind durch die Intervention(en)
der Geburt nicht natürlich aufgenommen werden kann. (Vgl. Cramer)
Irritationen der Babys sowie Still- und Schlafprobleme können mögliche
Folgen davon sein.
Nur noch wenige Klinik-Geburten kommen gänzlich ohne Interventionen
aus, wobei die Interventionen von Karlton Terry sehr weit gefasst werden.
Die Gründe sollen hier nicht diskutiert werden, wohl aber die Auswirkungen
und Folgen für das Kind bzw. für die Mutter und ihr Kind, die
für diejenigen offensichtlich sind, die sich mehr an menschlichem
Kontakt und Verbindungen ausrichten, als sich von den erstaunlichen Möglichkeiten
der medizinischen Technik verführen zu lassen. Für Karlton Terry
gilt der Grundsatz: Be more human, if you do use techniques".
(Terry, 2005)
Früher wurde die Dosierung einer Narkose oder eines Mittel zur Wehenförderung,
Wehenhemmung oder zur Geburtseinleitung im Allgemeinen nicht für
das, ca. 3 kg wiegende Baby, sondern für seine durchschnittlich 20-25fach
schwerere Mutter berechnet. Das Baby bekam die Auswirkungen des Giftes
gleich mehrfach zu spüren, da die Plazenta zwar den Transport des
Blutinhaltes filtert, verlangsamt und reduziert, aber das Baby nicht gänzlich
davor zu schützen vermag.
In der Geburtshilfe der Gegenwart ist man bestrebt, diesen negativen Auswirkungen
mit einer gezielten Abstimmung der Dosis entgegen zu wirken.In Regressionen
mit Erwachsenen ist es oft eindrucksvoll und erschütternd zugleich,
wie stark sich Betäubungen auf das Baby unter der Geburt auswirken
können. Die Narkose der Mutter lähmt und betäubt beide
gleichermaßen. Ein Umstand, der besonders für das Baby in dieser
Lage tragisch ist, denn es befindet sich gerade in der am meisten anstrengenden,
streß-intensiven und psychologisch prägenden Situation seines
gesamten Lebens.
Die Unterstützung der mütterlichen Wehen bleibt, für das
Kind ohne Grund und plötzlich, aus und auch die eigenen Bemühungen
im Geburts-Kampf kommen zum Erliegen und machen damit ein
Erfolgserlebnis zunichte. Für die Persönlichkeit eine Erfahrung
mit folgenschweres Lernergebnis: Unabhängig, wie sehr ich mich anstrenge,
aus eigener Kraft kann ich meine Ziele nicht erreichen. Es ist nicht erstaunlich,
daß so ein Erleben der eigenen Kraft- und Machtlosigkeit in dieser
höchst sensiblen Zeit das eigene Selbst-Bewusstsein ebenfalls negativ
beeinflussen kann.
Die Mutter hat unter der Geburt großen körperlichen Schmerz,
ihrem Baby geht es vermutlich ähnlich, allerdings ist es bei ihm
nicht sichtbar oder erkennbar. Es hat aber darüber hinaus auch den
seelischen und emotionalen Schmerz zu verkraften, sich im Stich gelassen
zu fühlen, weil der Kontakt zur Mutter durch die Narkose abbricht
und die Mutter wie im Nebel wegtaucht. Aus Geburts-Regressionen mit erwachsenen
Klienten weiß man, daß die Gabe von Narkotika für das
Baby sehr schmerzhaft sein kann. (Beschreibungen von Klienten sind z.B.:
es brennt wie Feuer oder es schießt in meinen Bauch und drückt
mir so schnell in den Kopf, das ich Angst habe, er könnte platzen).
Auch Zeitpunkt und Häufigkeit der Narkosen und Medikamente, die unter
der Geburt gegeben werden, haben nach Karlton Terry einen großen
Einfluß auf die späteren Lebensmuster. Er unterscheidet exakt,
in welcher Geburtsphase und wie oft ein Mittel verabreicht wurde. War
das beispielsweise in der zweiten Phase (Rotation) oder im 3. Stadium
der Geburt der Fall, stellt er dann den Zusammenhang zu problematischen
Verhaltensmustern, z.B. Probleme in der Fähigkeit, sich zu orientieren
oder zu präsentieren, her. (Vgl. dazu das folgende Kapitel).
Bei einer Zangengeburt können andere Verhaltensmuster als psychologische
Folge auftreten. Am Ende der Geburt, und damit oft am Ende der eigenen
Kraft, kommt die Hilfe von außen, so ist die Erfahrung, und sie
kann sich z.B. bei Menschen zeigen, denen es zum Abschluss eines Projektes
oder eines Umzuges, an der eigenen Kraft mangelt und die letztlich ständig
eine Person brauchen (der Partner oder ein Therapeut), die eine symbolische
Geburts-Hilfe leisten.
Bei der Reaktivierung des Traumas durch einen therapeutischen Prozeß
können sich, auch noch bei Erwachsenen, die Abdrücke der Zange
im Gesicht als rote Abdrücke zeigen.
Die Geburt per Sectio liegt in Deutschland bei Geburten im Krankenhaus
inzwischen bei über 20 %, in den USA bei ca. 25 %. In Mexiko, wo
Karlton Terry mitgeholfen hat, eine Clinic for Pre- and Perinatal
Psychology and Bonding zu gründen, liegt sie bei über
60 %, was gegenüber Brasilien mit 90 % beinahe gering erscheint.
Karlton Terry arbeitet dort mit einer großen Anzahl Kaiserschnitt-Babys.
Viele von ihnen sind Schreibabys oder sie weisen erhebliche Bindungsstörungen
auf. Andere Babys leiden an ADS/ADHS oder an starken Einschränkungen
und Defiziten in ihren motorischen Fähigkeiten.
Karlton Terry hat eine Menge seiner Fälle und Erfolge per Video festgehalten.
Und es ist gut, daß sie dokumentiert sind, weil einige seiner Behandlungserfolge
sonst kaum zu glauben wären.
Die Prägungen, die während der Geburt entstehen, bleiben unbearbeitet
das ganze Leben lang erhalten. Auch das subjektive Erleben, z.B. ob man
sich von der Mutter positiv unterstützt oder, beispielsweise bedingt
durch Narkosen oder Ängste, innerlich verlassen gefühlt hat,
wird durch das Geburtserleben geprägt. Dieses Erfahrungsmuster (z.B.:
immer, wenn es mir schlecht geht, fühle ich mich ganz allein gelassen)
wird möglicherweise in schwierigen Lebenssituationen wiederholt reinszeniert,
ohne daß es im Entstehungszusammenhang wirklich verstanden wird.
Auch das Gefühl, das Menschen haben, wenn sie einen für sie
neuen Raum betreten (z.B. ein neuer Arbeitsplatz, eine neue Gruppe oder
auch nur ein Vortrag in einem unbekannten Gebäude) oder wenn sie
auf ihre Art die Welt entdecken, lässt sich nach Karlton
Terry mit der persönlichen Geburtsprägung in Zusammenhang bringen.
Zu den Fähigkeiten des Menschen gehört es, Bewältigungs-Strategien
zu entwickeln, die ihnen im Alltag helfen, mit traumatischen Erfahrungen
umzugehen. Von Fachleuten lässt sich am Verhalten oder an typischen
Verhaltensmustern oft erkennen, in welchem Geburtsstadium bzw. in welchen
jeweiligen Stadien die stärksten negativen Prägungen vermutlich
stattgefunden haben. Wurden die eigenen Geburtstraumen in therapeutischer
Arbeit aufgelöst, verändern erwachsene Klienten häufig
ihre bisherigen Strategien. Oder aber sie sind jetzt in der Lage, sie
als eine von vielen verfügbaren Wahlmöglichkeiten bewusst auszusuchen,
denn in der existierenden unzureichenden Form werden sie nicht mehr länger
benötigt.
Grundsätzlich gibt es für jeden Menschen verschiedene Umgehensweisen.
Es gibt vermeidende Verhaltensmuster ebenso wie die Entwicklung überkompensatorischer
Fähigkeiten. Aber auch ständige Wiederholungen bzw. unbewusste
Reinszenierungen können ein Reaktionsmuster sein. Außerdem
gibt es Automatismen, worunter man Verhaltensmuster versteht, die ablaufen
können, ohne daß diese Prozesse jedes Mal über das Gehirn
abgewickelt werden. Dazu gehören zum Beispiel automatische Bewegungs-
oder Handlungsabläufe, die der Körper vollzieht, ohne bei jedem
Schritt darüber nachdenken zu müssen.
Ein Beispiel Probleme, sich auf einer unbekannter Strecke zu orientieren,
lässt sich zu einem Trauma in der Rotationsphase in Beziehung setzen.
Jedem Menschen stehen,
je nach Strategie bzw. unbewusstem Muster, nun verschiedene Handlungsmöglichkeiten
zu Verfügung. Man kann Probleme ständig wiederholen oder vermeiden
oder gerade bei dieser Schwäche besondere Fähigkeiten entwickeln.
Bei der Wiederholungs-Variante würde sich das traumatische Element
des Verlierens der Richtung und der Orientierung darin zeigen, daß
jemand sich bei fremden Strecken, die er selbst zurücklegt, wie unter
Zwang verfährt und zwar immer wieder. Vor allem das Gefühl in
dieser Situation ist eine Rekapitulation der Geburt auf anderer Ebene.
Die Problem-vermeidende Strategie wäre, sich andere Wege zu suchen,
um an das unbekannte Ziel zu kommen, z.B. mit anderen mitzufahren oder
auf den öffentlichen Transport zurückzugreifen.
Das dritte Handlungsmuster entspricht der vermeidenden-überkompensatorischen
Möglichkeit. Hier werden extrem perfekte Fertigkeiten entwickelt,
die ein Verfahren und damit den Streß der vorübergehenden Orientierungslosigkeit
auf jeden Fall verhindern (sollen), z.B. auswendig gelernte Routen oder
akribisch notierte Fahrtbeschreibungen.
Nach der therapeutischen Auflösung der eigenen geburtstraumatischen
Muster verändern erwachsene Klienten häufig ihre Handlungsmuster.
Alte Strategien, z.B. das Vermeiden oder die Wiederholung, sind in der
Zwangsläufigkeit nicht mehr notwendig und es erscheint logisch, daß
Klienten dann frei sind, auf bestimmte Situationen entspannter, angemessener
und nach eigener Wahl zu reagieren.
Die einzelnen Stadien der Geburt und ihre psychologischen Auswirkungen
Es stellt sich die Frage, in welchem Geburtsstadium ein Trauma entstanden
ist, wie man es erkennen kann und welche konkreten kurz- und langfristigen
Auswirkungen möglich sind. Antworten auf diese Fragen zu finden,
dürfte vor allem für Hebammen sehr interessant sein.
Der Blick richtet sich aber nicht nur auf die psychologischen Faktoren,
wie beispielsweise die Bindungsqualität, Apathie oder Ängste,
Scham oder Selbstachtung, sondern auch auf körperliche Merkmale,
wie auffälliger hyper- oder hypotoner Muskeltonus, Hyperexcitabilität
oder ausgeprägte Asymmetrien (z.B. Schiefhals) sowie auf bestimmte
Formen bzw. Verformungen des Kopfes.
Karlton Terry unterscheidet im Wesentlichen vier Stadien der Geburt, die
er unter William Emerson studierte. Emerson hat diese Geburtsphasen zusammen
mit Franklyn Sills erarbeitet. Diese Stadien werden als das Stadium 1a
und 1b, Stadium 2a und 2b, Stadium 3a und 3b und als Stadium 4 bezeichnet.
Im Stadium 1 zeigt sich die Lageseite des Gesichtes beim Beginn der Geburt.
Als Liegeseite wird die Seite bezeichnet, die in dieser Durchtrittsphase
den meisten und heftigsten Druck aushalten muss. Ein Fachmann kann sie
beim Vergleich der beiden Gesichtshälften sowie an der Körperhaltung
erkennen.
Beim Trauma im Stadium 1a ist der Muttermund noch fest verschlossen und
die heftigen Wehen drücken den Schädel des Kindes (Occiput und
Os parietale) gegen den Muttermund. Selbst bei Erwachsenen ist dieses
Trauma optisch am Profil der Stirn deutlich und ein Leben lang zu erkennen.
In Stadium 1b öffnet sich der Muttermund dann zwar, der Schädel
kommt hinab, aber der Durchtritt wird durch die Position der Sitzknochen
gestoppt.
Emotionale perinatale Reaktionsmuster auf ein Trauma in dieser Phase können
zuerst Wut, dann Depression oder auch Scham und zuletzt die totale Aufgabe
als Folge des großen Stresses und der existentiellen Bedrohung für
das Kind beinhalten. Diese Verhaltens- und Erfahrungsmuster können
diese Menschen dann durchs ganze Leben begleiten. Vor allem in akuten
Streß- oder Übergangssituationen werden sie dann ständig
wieder aktualisiert.
Auf der psychologischen Ebene finden sich beim St.1-Trauma häufig
persönliche Identitätsprobleme. Aber auch Platzangst oder überschießende
Reaktionen auf Verkehrsstauungen oder andere Wartesituationen haben hier
ihren Ursprung.
Im 2. Stadium geht es um die Rotation des Kindes unter der Geburt, wobei
2a den Anfang und 2b das Ende der Drehung bezeichnet. Hier kämpft
das Kind um den Weg, d.h. es wird dabei in eine Richtung gedrückt,
in die es sich dreht.
Im Verlauf dieser Phase ist es wichtig, ob und wie leicht der Kopf des
Kindes durch das Becken tritt. Das ist abhängig von den jeweiligen
Beckenformen der werdenden Mutter. Auch ein Sich-im-Kreis-drehen wie bei
einem Korkenzieher oder ein Hin- und Her-Drehen wie bei einem Zick-Zack-Parcour
kommt vor. Letzteres geschieht insbesondere bei einem engen Becken und
wird von Karlton Terry als Zig-Zag-Birth bezeichnet. Auch diese Spuren
bleiben für einen Experten ein Leben lang im Gesicht ablesbar, es
sei denn, die emotionalen, psychischen und körperlichen Folgen können
gelöst werden.
Zum Stadium 2-Trauma gehören psychologisch große Ambivalenzen
und die Unfähigkeit, standhafte, klare und sichere Entscheidungen
zu treffen. Abhängig, je nach der Art des persönlichen Rekapitulationsstils,
können sich alternativ auch Dogmatismus oder Engstirnigkeit manifestieren
oder ein hohes Maß an Widerständen gegen Vorschläge und
Neuerungen.
Ein unbewältigtes Stadium 2-Trauma hinterlässt Erwachsene, wie
auch Kinder, die sich ständig hin- und hergerissen fühlen, worüber
sie sehr verzweifelt sind, und sie wissen oft nicht, wohin sie im Leben
gehen sollen.Durch eine sehr differenzierte Wahrnehmung ist es Karlton
Terry möglich, anhand des Gesichtsausdrucks, der Körperachse
im Profil und an den Körpersymmetrien von Kopf, Schultern und Armen
den genauen Geburtsablauf zu rekonstruieren.
Im 3. Stadium ist der Schädel im Verhältnis zum mütterlichen
Becken anterior oder posterior. Im 3a-Stadium geschieht der Durchtritt,
aber in dieser Phase ist der Kopf noch nicht zu sehen. Der Körper
wird je nach Position an den unterschiedlichsten Stellen zusammengedrückt
und es gibt manchmal nur wenig Sauerstoff, weil die Nabelschnur zusammengepresst
werden kann. Das Baby ist bereits gedreht und das Gesicht wird entweder
gegen die Symphyse oder gegen die Wirbelsäule und das Steißbein
gedrückt.
Subjektiv wird diese Phase, die sich am ehesten mit dem Bild beschreiben
lässt, daß kein Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist, häufig
mit Ausweglosigkeit, Aufgeben wollen und großer Müdigkeit beschrieben.
Wenn die Geburt insgesamt sehr schnell geht und es erst in dieser zweiten
Durchtrittsphase zu einer Verzögerung kommt, d.h. der Kopf zu sehen
ist, aber das Baby über eine längere Zeit noch nicht kommt,
dann denkt man zuerst an ein Trauma im Stadium 3b. Optisch ist das an
einem auffallend flachen Hinterkopf zu erkennen, der wie eingedrückt
wirken kann.
Es ist sehr hilfreich, wenn Hebammen dafür aufmerksam sind und das
erkennen können. Sie können die Gebärenden noch mehr in
ihrer Intuition stärken und ihnen die für das Baby in dieser
Situation optimale Geburtsposition vorschlagen. Oder sie können ggf.
einige Sitzungen beim Osteopathen oder Babytherapeuten nach der Geburt
empfehlen, um damit den Kindern (und Eltern) viele Schreistunden zu ersparen.
Psychologische Auswirkungen des Stadiums 3b-Traumas sind alle Themen um
die Fähigkeit, Projekte zu beenden und sich zu präsentieren.
So wie Menschen sich fühlen, wenn sie einen neuen Raum betreten bzw.
eine neue Situation geraten (panisch, ängstlich, mutig, forsch),
wie sie sich zeigen und ob sie in der Lage sind, Dinge mit Ausdauer zu
verfolgen und zu einem guten Ende zu bringen, findet hier seinen Ausdruck.
Gerade in diesem Geburtsstadium sind die Babys oft am Ende ihrer Kräfte
und kämpfen mit großer Müdigkeit.
Zum 4. Stadium gehören alle Traumatisierungen, die unmittelbar nach
der Geburt stattfinden.
Das kann beispielsweise eine zu früh erfolgte Nabelschnurdurchtrennung
sein, die vom Kind als Schmerz empfunden wird, das Hineinstechen in die
Ferse, um Blut abzunehmen oder schmerzhaftes Absaugen von Schleim (aus
Mund- und Nasenhöhlen). Aber auch eine für ein sensibles Neugeborenes
inadäquate und von ihm als zu rau oder ruppig empfundene Umgehensweise
kann ihre Spuren hinterlassen. Und es ist sehr oft ein Trauma, wenn die
Trennung von der Mutter zu lange dauert, was einen Riß in der Beziehung
bewirken kann.
Auch das Bonding, welches unter Einwirkung von Narkose nach Karlton Terry
nicht möglich ist, mit all seinen Auswirkungen auf das Stillen und
auf die Mutter- bzw. Eltern-Kind-Beziehung, fällt in diese wichtige
Phase unmittelbar nach der Geburt.
Wenn man sich mit den einzelnen Phasen der Geburt und ihren möglichen
Traumatisierungen mit den so lebensprägenden Konsequenzen befasst,
liegt es nahe, daß gerade Hebammen und andere Berufsgruppen nach
prophylaktischen Möglichkeiten in der Geburtshilfe fragen. Hier ist
noch viel zu tun, aber das Interesse an einer praktisch umgesetzten Geburts-Hilfe
und an einer Unterstützung in den originären Geburtsprozess
wächst. Das kann ebenso durch die tiefe Empathie mit den Erlebnissen
des Babys geschehen, als auch durch die psychologische Unterstützung
der Mutter, ihrer eigenen Intuition zu vertrauen und entsprechend zu handeln.
Karlton Terrys
therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen in der Praxis
Bisher wurden die Hintergründe und theoretischen Ansätze rund
um die Geburt und die vorgeburtlichen Lebenszeit in Karlton Terrys
Arbeit dargestellt. Es ist notwendig, sie zu verstehen, denn sie sind
die Grundlage für seine therapeutische Arbeit mit Traumata aus der
prä-, peri- und postnatalen Zeit. Das tiefe Verständnis dieser
Zusammenhänge ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie,
in der Traumata aufgelöst werden und in deren Folge sich neue und
gesunde Muster entwickeln können.
Direkt im Anschluss an
eine therapeutische Arbeitssequenz, folgt ein Integrationsprozess, der
für Beobachter einer Live-Demonstration häufig sehr bewegend
und beeindruckend ist. Er ist erkennbar am Gesichtsausdruck der Babys,
die über mehrere Minuten wie abwesend oder in Trance wirken können.
Es sieht so aus, als würden sie das Erlebte innerlich verarbeiten
und Karlton Terry geht davon aus, daß sich in dieser Zeit neue Nervenverbindungen
im Gehirn aufbauen könnten.
Traumata, die aus der Schwangerschaft stammen oder die in der Geburtssituation
entstanden sind, lassen sich mittels verschiedener Techniken und Methoden
in jedem Alter therapeutisch bearbeiten. Das bedeutet, daß auch
Erwachsenen diese Möglichkeit zur Therapie und zur Selbsterfahrung
der eigenen Geburt, offen steht.Das ist für viele Berufsgruppen,
beruflich wie privat, sehr interessant, denn durch das in der Therapie
oder Selbsterfahrungsgruppe Erlebte, wird sich die individuelle Lebenseinstellung
mit hoher Wahrscheinlichkeit verändern. Darüber hinaus wird
sich die berufliche und soziale Kompetenz und die Empathie vermutlich
erhöhen, während sich zeitgleich der persönliche, psychologische
Streß reduziert, da die eigene, unbewältigte Geschichte bei
der Arbeit nicht mehr berührt wird.
Der medizinische, psychologische sowie heiltherapeutische und pädagogische
Bereich ist, aus Karlton Terrys Sicht, zu großen Teilen professionell
mit den Folgen von Geburtstraumata befasst. Gerade hier bietet dieser
zusätzlicher Aspekt, in Theorie gelernt und in Praxis an sich selbst
erfahren, in vielen Fällen sicherlich einen wichtigen Schlüssel
zur Problemlösung.
Nach der eigenen Geburtserfahrung stehen jedem Menschen in einem heilenden
Beruf ein zusätzlicher und neuer therapeutischer Blickwinkel zur
Verfügung. Dieser kann die Türen öffnen zu einer deutlichen
Symptomlinderung oder -beseitigung, die mit anderen Methoden möglicherweise
sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen hätte.
An dieser Stelle möchte die Autorin ein Beispiel aus eigener Praxis
schildern:
Ein 7 jähriges Mädchen litt an unerklärlichen und stark
ausgeprägten Ängsten, die durch zwei relativ kleine Alltagsbegebenheiten
ausgelöst wurden. Zum einen wurde vom eigenen Hof des geschlossenen
Grundstückes ein Leergutkasten entwendet, ca. zwei Monate später
wurde aus dem Auto der Eltern des Mädchens ein Autoradio gestohlen,
was das Kind seitdem ununterbrochen, inklusive nächtlicher Alpträume,
beschäftigte und worauf das bisher schüchterne, aber lebenslustige
Mädchen sich mehr und mehr zurückzog und sich vor vielem zu
fürchten begann.
Als Gemeinsamkeit der Angst auslösenden Situationen fiel, unter dem
perinatalen Blickwinkel, das gewaltsame Entfernen eines im Verhältnis
kleinen Gegenstandes aus einem geschlossenen System auf.
Auf meine Frage an die Mutter, ob das Kind durch Kaiserschnitt zur Welt
gekommen sei, brach die von dieser Frage völlig überraschte
Mutter spontan in Tränen aus und erzählte, daß sie in
der Schwangerschaft per Zufallsbefund eine Krebsdiagnose (Morbus Hodgkin)
bekam, und daß unklar war, ob sie überleben würde und
daß ihr Kind in der 36. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt
entbunden wurde, damit sie eine lebensrettende Chemotherapie beginnen
konnte.
Innerhalb von nur drei Sitzungen konnte das Geburtstrauma des Mädchens
bearbeitet werden und die Ängste verschwanden.Die Bearbeitung der
eigenen Geburts- oder Vorgeburtsgeschichte hat aber noch andere Aspekte,
und zwar insbesondere bei den Berufsgruppen, die professionell ständig
mit der Begleitung von Schwangeren, Frühgeborenen und Gebärenden
befasst sind.
Das Stressniveau kann sich deutlich reduzieren, sobald der eigene Geburtsprozess
bearbeitet und mögliche traumatische Elemente bewältigt sind.
Der Grund liegt darin, daß die bisher psychisch belastenden Situationen
nicht mehr die eigene Geschichte berühren und man nicht mehr wiederholt
in einen psychischen Schockzustand versetzt wird. Damit ist ein deutlich
mehr entspanntes Arbeiten möglich.
Durch das individuelle Erleben sensibilisierte Professionelle können
auch bereits unmittelbar nach der Geburt erste wichtige Hinweise geben,
um psychischen Problemen oder Entwicklungsverzögerungen vorzubeugen.
Wünschenswert wäre eine noch deutlich stärkere Einbindung
der Ärzteschaft in die praktische Umsetzung des Wissens der Prä-,
peri- und postnatalen Psychologie, da ihnen ein besonders breites Spektrum
von Möglichkeiten der positiven Einflussnahme zur Verfügung
steht.Regressionstherapie bietet die Möglichkeit, die psychologischen
Aspekte von traumatischen Elementen der Vorgeburtszeit und der Geburt
therapeutisch zu bearbeiten. Gefühle, z.B. von Enge oder Ausweglosigkeit,
werden seelisch gespürt und manchmal auch körperlich empfunden.
Die Klienten werden dabei allerdings nicht berührt, und es gibt keine
körperlichen Stimulationen. Begleitet werden kann der Therapieprozess
durch Bach-Blüten. Die Bach-Blüten-Therapie ist hierbei eine
gute Unterstützung. Sie ist auch für die Schwangerschaft und
die Geburt sehr zu empfehlen, wobei es bedauerlich ist, daß es bisher
nur wenig speziell dafür ausgebildetes Fachpersonal gibt. (Thurmann,
2005)Diese beiden beschriebenen Möglichkeiten, um mit Erwachsenen
zu arbeiten, benötigen entweder die Sprachebene oder in der Therapie
auf der Körperebene eine intuitive Berührung. In der Regression
können die Klienten ihre Erlebnisse aus der Geburt oder der vorgeburtlichen
Lebenszeit fühlen, spüren und erleben und diese anschließend
verbal beschreiben. Einige Methoden der Körpertherapie, um einen
therapeutischen Regressionsprozeß auszulösen, lassen sich auch
bei Kindern und Babys anwenden.Das therapeutische Prinzip von Karlton
Terry, nämlich ein mögliches Trauma aufzusuchen, auszulösen,
zu bearbeiten, aufzulösen und diese Erfahrung körperlich zu
integrieren, gilt sowohl für Babys und Kinder, als auch für
Erwachsene.
Er kreiert eine Situation (z.B. einen Uterus oder einen Geburtskanal,
der aus Kissen bestehen kann), die nach der Anamnese, seiner Beobachtung
und Palpation sowie seiner Analyse eine Möglichkeit bietet, die traumatischen
Elemente einer Geburt erneut zu beleben und in diesem geschützten
Therapieraum zu bearbeiten und dabei neue, positive Erfahrungen zu machen.
Denn dieses Mal wird das Baby, der erwachsene Klient oder Gruppenteilnehmer
von ihm und anderen Menschen mit Empathie und Kompetenz begleitet.
Das Repatterning, das Erschaffen einer heilenden, neuen Erfahrungsmöglichkeit,
bildet häufig den Abschluss einer Sitzung. Damit kann, nach Karlton
Terry, die Neuverknüpfung neuer Nervenverbindungen geschehen, ein
Vorgang, der mit einer Zunahme neuer Handlungsalternativen einhergehen
kann.
Die Behandlung von
Babys und Kleinkindern mit Geburtstraumen
Es ist Karlton Terrys Wunsch, den viele Experten mit ihm teilen,
so früh wie möglich mit einer therapeutischen Behandlung für
traumatisierte Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder zu beginnen.
Je früher so ein spezielles Angebot von den Eltern in Anspruch genommen
werden kann, desto günstiger ist es für die betroffenen Kinder.
Es wäre sehr sinnvoll und begrüßenswert, bereits in den
ersten Lebensmonaten damit zu beginnen.
Dafür gibt es mehrere Gründe: zum einen lassen sich absehbare
Folgen einer belastenden Geburt, die sich z.B. in Form von lang andauernden
Schreiattacken oder stark ausgeprägten Stillproblemen äußern
können, bereits im Vorfeld präventiv, bzw. nach den ersten deutlichen
Anzeichen in dieser Richtung, gezielt behandeln. Die negativen Folgen
können in der Babytherapie aufgelöst und Entwicklungsverzögerungen
und andere Folgen könnten häufig ganz verhindert werden. Nur,
wer weiß, wie sehr betroffene Babys und Kinder manchmal darunter
leiden und vor allem, wie groß der Unterschied nach einer einzigen
Behandlung sein kann, ist in der Lage, den hohen Stellenwert, wie das
Beispiel zeigt, nachzuvollziehen.
Andererseits ist es ein wichtiges Argument, daß es weniger Sitzungen
gibt, je eher mit einer therapeutischen Arbeit bei Geburtstraumen begonnen
werden kann.
Beispiel einer Babytherapie von Karlton Terry in Bad Vilbel, im Februar
2005:
Das Baby, ein Junge von vier Monaten, war nicht in der Lage, sich zu entspannen.
Er schrie sehr viel, schlief extrem leicht und selten länger als
20 Minuten sowie nachts kaum mehr als eine Stunde ohne Unterbrechung.
Das ging so seit der Geburt und die Eltern und auch die große
Schwester von 4 Jahren litten, ebenso wie das Baby, sehr unter dem allgemeinen
Schlafmangel und den Schreianfällen.
Nach nur einer Sitzung (sie wurde auf Video aufgenommen und anschließend
im Detail besprochen) schlief der Kleine zuerst 26 Stunden lang, um danach
innerhalb von nur zwei Wochen zu einem guten und gesunden Schlafrhythmus
zu finden, und auch die Schreiattacken hörten vollständig auf.Im
Augenblick stößt dieser Wunsch von Karlton Terry nach einer
raschen Behandlungsmöglichkeit bei seiner Umsetzung in die Realität
jedoch noch auf einige Hindernisse.
Bisher werden die konkreten somatischen oder psychischen Auswirkungen
geburtstraumatischer Aspekte von vielen Fachleuten aus dem Bereich der
Geburtshilfe oder später von den Kinderärzten noch überwiegend
symptomorientiert behandelt.
Diese Behandlung wird dabei im Allgemeinen nicht in den Zusammenhang von
traumatischen Aspekten aus der vorgeburtlichen Lebenszeit oder der Geburt
selbst gestellt. Wäre das der Fall, d.h. würde dieser Blickwinkel
ebenfalls mit berücksichtigt, würde das Einbeziehen dieser zusätzlichen
Informationen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine andere bzw. zusätzliche
Behandlungsweise nach sich ziehen und diese möglicherweise sogar
verkürzen können.
Die Fachfortbildungen von Karlton Terry, z.B. die Live-Demonstrationen
seiner therapeutischen Arbeit bei Babys mit Geburtstraumen und ihrer anschließenden
Analyse und Auswertung, bieten hier eine konkrete Unterstützung für
eine Sensibilisierung für dieses Thema.
Der eigene, fachliche Blickwinkel wird um diesen prä- und perinatalen
Aspekt erweitert, und zwar übergreifend für ganz unterschiedliche
Berufsgruppen. Die betroffenen Babys mit ihren Eltern profitieren vom
Fachwissen ihrer behandelnden Ärzte, Heilpraktiker, Hebammen, Säuglingsschwestern
in den Kliniken sowie ihrer Kinderärzte und Physio- oder Ergotherapeuten
in der häuslichen Umgebung.
Auch Craniosacraltherapeuten und Osteopathen können ihr Wissen um
die physischen Geburtsfolgen auf den gesamten Körper, aber vor allem
auf den kindlichen Schädel, und um die psychischen Dimensionen erweitern.
Auch die Details der einzelnen Geburtsphasen mit ihren jeweiligen Entsprechungen
auf der psychologischen Ebene stellen eine sinnvolle Ergänzung dar.Ein
weiteres Manko ist die Tatsache, daß es bisher nur sehr wenige Babytherapeuten
gibt, die den Aspekt des Geburtstraumas als ihren hauptsächlichen
Ansatzpunkt in ihrer Arbeit betonen.
Verhaltenstherapeutisch orientierte Schreisprechstunden konzentrieren
sich auf die positive Veränderung der Folgen eines möglichen
Traumas, das vermutlich in der Schwangerschaft oder in der Geburtssituation
selbst seinen Ursprung hat. Auch Still- und Bindungsprobleme, beides eine
häufige Problematik nach einer Geburt mit traumatischen Elementen,
lassen sich vollständig nur dann auflösen, wenn die Situation
des Geboren Werdens in der Anamnese einen noch größeren Stellenwert
erhält.
Karlton Terry ist der Meinung, daß sich die Eltern mit ihren neugeborenen
Kindern nach der Geburt über den großen Nutzen einer prophylaktischen
Sitzung, die allen Eltern gleichermaßen zur Verfügung steht
und in Anspruch genommen werden könnte, bewusst sein sollten.
Allein unter prophylaktischen Gesichtspunkten ließe sich mit dieser
Maßnahme im Gesundheitssystem sicherlich vieles einsparen.In den
Behandlungen von Geburtstraumen bei Babys und kleinen Kindern ist Karlton
Terrys Grundhaltung, so wie in seiner gesamten Arbeit, geprägt von
Offenheit, Respekt und Empathie.
Offenheit ist ein sehr wichtiger Aspekt in seiner therapeutischen Arbeit.
Er weist immer wieder darauf hin, wie wichtig es für (angehende)
Therapeuten ist, sich ganz auf das Baby, seine Geschichte und auf die
individuelle Art des Erzählens einzustimmen. Dazu gehört
es auch, mit viel Einfühlung zuzuhören und von eindeutigen
Interpretationen ebenso Abstand zu nehmen, wie sich nicht auf vorschnelle
Lösungsmuster und scheinbare Patentrezepte zu verlassen.
Wenn man offen dafür bleibt, was das Baby aus seiner Sicht und in
seiner Weise zu erzählen hat, ist es für Karlton Terry wichtig,
zwischen den unterschiedlichen Gründen und Arten des Weinens, die
sich vor allem in der Tonlage deutlich voneinander abgrenzen, zu unterscheiden.
William Emersons Begriff für die Arbeit mit Geburtstraumen,
den Terry als einen der wichtigsten von ihm würdigt, ist trauma-crying
Als Bedürfnis-Weinen (needy-crying) bezeichnet er das
Weinen, wenn das Baby ein unerfülltes, notwendiges Bedürfnis
ausdrückt. Das geschieht beispielsweise, wenn das Baby Hunger hat,
gewickelt werden muss, wenn es Trost, Körperkontakt oder Ruhe und
Schlaf braucht.
Das Trauma-Weinen (trauma-crying) ist hingegen der Ausdruck
von seelischem Schmerz sowie von den nicht verarbeiteten, zum Teil das
Baby überwältigenden, Gefühlen und Erinnerungen an traumatische
Geburtssequenzen.
Dieses Weinen ist für die Eltern und andere Erwachsene nur schwer
auszuhalten. Die Babys klingen oft nicht nur panisch, hoffnungslos, verzweifelt,
wütend oder hysterisch, sondern ihre Körper und Gesichtsausdrücke
zeigen diese Gefühle häufig ebenso.
Prof. Stuart Campbell geht davon aus, daß man bereits im Mutterleib
(bei 3-D-Ultraschallbildern) am Gesichtsausdruck erkennen kann, ob ein
Ungeborenes körperlichen Schmerz empfindet oder wann es sich unwohl
fühlt. (Campbell, 2005)Empathie und Respekt sind weitere Schlüssel
für die Babytherapie von Karlton Terry, und so ist es für ihn
selbstverständlich, sich ohne Worte eine Erlaubnis des Babys einzuholen,
mit ihm zu arbeiten. Dabei achtet er außerdem auf seine, durch diese
konkrete Situation ausgelösten, Gefühle und bezieht sie in den
therapeutischen Prozeß mit ein.
In seiner Babytherapie arbeitet Karlton Terry nicht ausschließlich
mit dem Kind, sondern, bei Bedarf, mit der gesamten Familie. Es ist sein
Ansatz in der Babytherapie, dem Baby zuzuhören, damit es seine eigene
traumatische Geburtsgeschichte erzählen kann, dazu bietet
er ihm in der Therapiesituation einen geschützten und sicheren
Ort, in denen auch seine Eltern gut begleitet sind. Dann wendet
er sich mit seiner vollen Aufmerksamkeit und Empathie dem Baby und seinen
Eltern zu, damit der Heilungsprozess beginnen kann.
Das Kind drückt sich auf seine Art aus, z.B. über die Bewegung
von Armen und Beinen, aber auch über den Gesichtsausdruck oder die
Spannung im Körper. Als aufmerksamer Beobachter nimmt Karlton Terry
das gesamte Repertoire des Babys wahr und setzt es in Beziehung zu der
Geburtsschilderung der Eltern. Auch Fachleute sind immer wieder erstaunt,
wie ausgeprägt Karlton Terrys Fähigkeit ist, exakt zu beobachten.
Er erfasst beispielsweise nicht die tretenden oder schlagenden Bewegungen
der Arme oder Beine, sondern er differenziert im Detail. Es könnte
so sein, daß die rechte Hand zur Faust zusammengeballt ist, während
das rechte Bein kraftvoll tritt, der Fuß dabei aber verkrampft ist
und das Baby eine flache Atmung hat und seine rechte Schulter verspannt.
Karlton Terry nimmt mit dem Baby Kontakt auf und stimmt sich, äußerlich
ganz ruhig und zurückhaltend, mit voller Konzentration auf das Kind
ein. Erst dann beginnt er vorsichtig Berührungen anzubieten, kleine
Impulse, z.B. fasst er mit einem Finger an die Fußsohle, und wartet
erneut ab, was daraufhin geschieht. Karlton Terry sagt, daß es weit
über 500 Entscheidungen sind, zwischen denen er in einer einzigen
Stunde auswählen muss, d.h. ob und wann und vor allem wo und wie
er die Impulse setzt, die eine positive Veränderung bewirken.
Im Verlauf der Sitzungen entwickelt sich häufig ein Rhythmus, der
mit einer Welle vergleichbar ist. Das Baby reagiert zunehmend stärker,
das kann sich steigern, bis es zu dem beschriebenen Trauma-Weinen kommt,
das wie eine Katharsis reinigenden Charakter hat. Nach einigen Minuten
klingt es wieder ab, und das Baby kommt aus diesem starken Weinen in einen,
für Außenstehende sofort erkennbar, deutlich veränderten
und entspannten Zustand, den man besonders gut am Ausdruck der Augen,
aber auch am gesamten Erscheinungsbild ablesen kann. Behinderte Kinder
verzeichnen nach solchen Sitzungen oft Entwicklungssprünge in ihren
Therapien, die vorher kaum denkbar schienen.
Es ist besonders wichtig,
die Eltern zu unterstützen und zu ermutigen, den Kindern in ihrer
Verzweiflung oder ihren anderen Gefühlsäußerungen zuzuhören
und sich nicht (erneut) abzuwenden oder das Weinen mit großer Vehemenz
zu unterbinden, dazu kann es auch gehören, das Baby zu stillen, obwohl
es nicht hungrig ist. Werden die Eltern ruhig, wirkt sich das spürbar
positiv auf den Therapieprozeß aus. Deshalb gehört der andere
Teil von Karlton Terrys Aufmerksamkeit in jedem Fall den Eltern und ihrer
Geschichte.
Sollte ein Baby während der Sitzung schlafen, nimmt er das manchmal
zum Anlass, zuerst mit den Eltern zu arbeiten und sie zu stärken.
Und selbst dann beobachtet er bei seiner therapeutischen Arbeit mit den
Eltern das Baby im Schlaf und nimmt dessen Bewegungen und Reaktionen auf
das Geschehen wahr.
Karlton Terry arbeitet mit Babys, in dem er neben vielen anderen Elementen
deren Geburt wie ein Regisseur erneut inszeniert. Vor allem, wenn es Probleme
gab, beispielsweise im zweiten Stadium der Geburt (Rotation), aber auch
bei einer Sectio, bietet er ihnen die Möglichkeit, schwierige Passagen
in der Therapiesituation aus eigener Kraft zu bewältigen. Zum Beispiel
kann er bei einem Geburtsstillstand einen Geburtskanal anbieten (aus Kissen
oder aus seinen Händen), durch den das Baby sich ohne Hindernisse
und frei hindurchbewegen kann. Damit, so vermutet Karlton Terry, können
die neuen Nervenverbindungen im Gehirn geschaltet werden, die unter anderem
durch diese natürlichen Geburts-Bewegungen ausgelöst sind.
Es ist faszinierend, die Babys in diesem anschließenden Prozess
zu beobachten. Karlton Terry spricht von einem Vorgang des Suchens und
der Neuverknüpfung, den man den Kindern im Gesicht ablesen kann.
Sie schauen oft so, als würden sie nicht verstehen, was gerade mit
ihnen geschehen ist. Wie in Trance bleiben sie oft über einige Minuten
fast bewegungslos und ihr Blick ist leer und wirkt wie entrückt.
Danach haben die Babys eine für die Beobachter deutlich wahrnehmbare
Veränderung erfahren. Zum einen ist ihr Blick ist klarer und sie
wirken präsenter, konzentrierter und entspannter zugleich. Zum anderen
hat sich oft die Stimmung im Raum verändert und die Anspannung ist
gelöst.
Nach so einem beschriebenen Prozess kann die Sitzung entweder fortgesetzt
oder mit einer Nachbesprechung beendet werden.
Therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen bei Erwachsenen
Karlton Terry bietet seine therapeutische Geburtsarbeit für Erwachsene
in Gruppen an, in denen neben dem theoretischen Unterricht jeder die Möglichkeit
bekommt, einige der Gefühle seines eigenen Geburtsprozesses in einer
sicheren und bewussten Umgebung erneut zu erfahren.
Es ist für Karlton Terry ein inneres Anliegen, und es entspricht
seiner Grundhaltung, dabei dafür zu sorgen, daß sich seine
Teilnehmer ohne Angst auf dieses tiefe Arbeit einlassen können. Dafür
schafft er als eine wichtige Voraussetzung einen sicheren Ort,
in der sein Respekt, seine Offenheit und Empathie dazu beitragen, daß
sich seine Teilnehmer emotional gut gehalten fühlen. Auch die gesamte
Gruppe unterstützt die Einzelnen während ihrer Regressionen
liebevoll und bildet damit, so bezeichnet es Karlton Terry, einen weiteren
Container.
Ebenso wie in der Babytherapie wird die Geburt neu erlebt. Es ist eine
absichtsvolle Reinszenierung der ursprünglichen Geburt, die unterschiedlich
ablaufen kann. Entweder wird ein Tunnel aus den anderen (stehenden, hockenden
oder knienden) Gruppenmitgliedern gebildet, den die Person in ihrem Regressionsprozeß
wie den damaligen Geburtskanal durchquert.
Oder es wird, nach einer Anregung oder individuellen Absprache mit Karlton
Terry, die eigene persönliche Geburtsgeschichte nachgespielt.
Beispielsweise lässt sich mit Hilfsmitteln, wie große Kissen
oder Matratzen, die von den Teilnehmern von hinten abgestützt werden,
z.B. ein Uterus nachstellen, in den sich die Person vor ihrem Geburtsprozess
hineinlegen kann.
Am Anfang werden zur Einstimmung Bewegungsabläufe als Übungen
angeboten, die die Körpererinnerungen aktivieren. Die Teilnehmer
können ihre Reaktionen darauf wahrnehmen und die eigenen, nachfolgenden
Impulse umsetzen lernen.
In den Regressionen, die jeder Teilnehmer für sich innerhalb der
geschützten Gruppensituation erlebt, werden die alten Gefühle,
wie z.B. Panik, Wut, Verzweiflung, Ekstase erneut in ihrem damaligen Ausmaß
gespürt. Allerdings ist die Person, die diese Emotionen erlebt, nicht
länger ein hilfloses Baby, sondern vielmehr ein Erwachsener auf der
Suche nach einer erhöhten Bewußtheit und Selbsterkenntnis.
Betäubungen, die die Mutter in der Geburtssituation bekommt, können
sowohl für die Mutter als auch für das Kind nach der Geburt
massive Auswirkungen haben. Dabei erleben die Teilnehmer manchmal die
Abwehrreaktionen des eigenen Körpers, aber auch das Gefühl von
Taubheit der Gliedmaßen oder ein innerer Zustand von Lähmung,
Abwesenheit oder Erstarrung kann sich zeigen. Viele andere interessante
Gefühle tauchen auf.
Auch anschließende Reaktionen sind denkbar, so berichtete beispielsweise
eine Neurodermitikerin, daß sich ihr Hautbild nach ihrer Regression,
in der sie die Auswirkungen eines Narkotikums sehr stark und als unangenehm
empfand, innerhalb von einem Tag (und anhaltend) deutlich verbesserte.
Im regressiven Geburtsprozess können auch die Eingriffe einer Zangen-
oder Saugglockengeburt nachgespielt und nacherlebt werden, in deren Folge
sind, unabhängig vom Alter der Teilnehmer, manchmal die Eindruckstellen
am Kopf der damaligen Instrumente kurzfristig deutlich zu sehen.
Am Ende des eigenen Regressionsprozesses kann jede Person in Ruhe und
in Begleitung von zwei ausgewählten Gruppenmitgliedern in einem Nest,
einem guten Ort innerlich ankommen. Diese Phase ist sehr wichtig
und der erste Teil des Repatternings. Die alten Wunden können
heilen, weil jeder in Liebe und Ruhe in Empfang genommen wird und die
Zeit bekommt, die es dafür braucht.
Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, seine eigene Geburt
als Idealgeburt so zu inszenieren, wie es hätte sein
können oder sollen, d.h. sie zu den individuellen absoluten Idealbedingungen
stattfinden zu lassen. Kam es z.B. unter der Geburt zu einem Stillstand,
könnte die Gruppe einen breiten, gut passierbaren Geburtskanal bilden,
durch den die Person dann mühelos wie von allein und leicht ins Leben
geht.
Dieses Repatterning ist heilend und befreiend für die Persönlichkeit
jedes einzelnen Gruppenteilnehmers. Karlton Terry nimmt an, daß
durch diesen psychischen Prozess neurologische Veränderungen im Gehirn
stattfinden. Dadurch können sich auch im Alltag die Handlungskompetenzen
positiv verändern, so dass neue Muster im Verhalten (z.B. das Ablegen
von Zwängen) möglich sind, die vorher zwar erstrebenswert, nicht
aber wirklichkeitsnah schienen.
Besonders bei komplikationsreichen Geburten, bei denen sich das Baby hilflos
und verletzlich fühlte, kann diese tiefe Selbsterfahrung für
die Persönlichkeit sehr aufbauend sein. Durch die empathische Haltung
der Anwesenden, aber vor allem durch den diesmal erfolgreichen Ablauf
der Geburt, können die Teilnehmer endlich ihre eigenen Ressourcen
entdecken und entwickeln.
Karlton Terrys herzliche Menschlichkeit und seine Empathie mit den Kursteilnehmern
bewirken, daß man sich zutiefst verstanden und gesehen fühlt.
Heilung kann nach diesen tiefen Regressionen deshalb auch auf jeder Ebene
stattfinden. Der Körper entspannt nach der anstrengenden Geburtsarbeit,
die psychischen Schmerzen des Abgelehntseins oder der Einsamkeit können
verarbeitet werden und die Seele findet ihren Weg ins Leben.
Diese Selbsterfahrung verändert jeden Menschen. Auch die Sichtweise
vieler Professioneller wird sich deutlich erweitern und dieses hat, neben
dem persönlichen Nutzen, auch für die nachfolgenden Babygenerationen
weit reichende positive Folgen. Denn durch die eigene Regression sensibilisiert,
werden sich Änderungen in der eigenen Arbeitsweise wie von selbst
ergeben.
Wer ist Karlton Terry:
Sein Weg und seine Hintergründe
Ursprünglich studierte Karlton Terry Kunst und Psychologie an der
Colorado Universität. Er arbeitete danach zwanzig Jahre lang erfolgreich
in der Wirtschaft.
Bedingt durch mehrere ernsthafte Unfälle kam es in seinem Leben zu
einer Wende. Er gab diese Tätigkeit auf und begab sich auf seinen
neuen Weg, der ihn zum Studium von ganzheitlichen Heilweisen und naturnaher
Medizin führte und ihn ebenfalls in Kontakt mit seinen eigenen Prägungen
brachte.
Durch Meditationen und intensive Erfahrungen in der Natur und durch das
Lernen bei verschiedenen Lehrern sowie durch Behandlungen mit ganzheitlichen
Methoden und mit Homöopathie erwachte eine tiefe Sehnsucht in ihm.
Er begann seine Suche nach den Wurzeln, nach dem Ursprung des Lebens und
vor allem nach den Prägungen, die er, und jeder Mensch auf seine
Weise, auf seinem Weg durch die vorgeburtliche Lebenszeit und durch die
Geburt erfahren hat.
Die erste Geburtsregression bei William Emerson beeindruckte ihn tief.
Er erlebte an sich selbst die Erfahrung der Geburt (sowie eine spontane
deutliche und dauerhafte Verbesserung seiner Sehkraft in unmittelbarer
Folge) und fühlte und verstand, wie viel Einfluß dieses Geburtserlebnis
sowie die Zeit der Schwangerschaft auf das ganze Leben haben musste.
Er erforschte und studierte die Physiologie und Psychologie des Geburtserlebens
ebenso wie die Embryologie. Sein besonderes Interesse gilt noch heute
den neurologischen Prozessen, die in der Geburtssituation in Gehirn des
Babys wirksam sind sowie den frühesten menschlichen Erfahrungen,
die bis hin zur Konzeption zurückreichen.
Karlton Terry erlebte bei Graham Farrant und anderen die Hintergründe
über die allerfrühesten Prägungsstadien, lernte bei Franklyn
Sills und er wurde über 10 Jahre lang Schüler von William Emerson,
der als Pionier der Prä- und Perinatalen Psychologie bezeichnet wird.
Karlton Terry ist einer der wenigen fortgeschrittenen zertifizierten Lehrer
von Emersons Training Seminaren. Mit ihm gemeinsam kam er für
die ersten Aus- und Fortbildungsseminare in die Schweiz, wo die beiden
seit Jahren zusammen arbeiten.
Heute gilt Karlton Terry als einer der international am meisten anerkannten
Lehrer und erfahrenen Ausbilder für die Prä- und Perinatale
Psychologie und Spezialist für die Überwindung von prä-
und perinatalen Problemen, einschließlich Trauma und Schock.
Er bietet eigene Fachfortbildungen und Kurse zur Selbsterfahrung an (vgl.
das folgende Kapitel), und er zeigt regelmäßig bei Live-Demonstrationen
seine therapeutische Arbeit mit Babys und ihren Familien.
Karlton Terrys
Angebote: Seminare, Workshops, Ausbildungen, Selbsterfahrungsgruppen
Die Möglichkeiten, um Karlton Terrys beeindruckende Arbeitsweise
kennen zu lernen, sind ebenso vielfältig und breit gefächert
wie sein Angebot, das jeweils unterschiedliche Aspekte seiner Arbeit widerspiegelt.
Sie beginnen mit den allerfrühesten Prägungsmomenten der Menschwerdung,
erstrecken sich über die therapeutische Arbeit mit Geburts- und Vorgeburtstraumen,
reichen von der Babytherapie, die er zeigt, vor der Kamera demonstriert
und im Detail erläutert, bis hin zu Ausbildungen, die er anbietet,
um diese Arbeit in Theorie und Praxis zu erlernen.
Darüber hinaus hält er Vorträge über ausgewählte
Themen der Prä- und Perinatalen Psychologie und Kurzworkshops vor
unterschiedlichem Fachpublikum als Einführungen in seinen therapeutischen
Ansatz.
In seinen Baby-Therapie-Workshops zeigt er seine konkrete Arbeitsweise
mit Babys. In einer Live-Demonstration arbeitet er mit einem Baby und
seiner gesamten Familie, so wie im Kapitel Therapeutische Arbeit
mit Geburtstraumen bei Babys und Kleinkindern beschrieben.
Für die Workshopteilnehmer, selbst Babytherapeuten oder aus anderen
Gründen Interessierte, ist es häufig sehr berührend zu
sehen, wie fein und facettenreich, wie einfühlend und heilend und
vor allem, wie schnell wirksam die Arbeit von Karlton Terry ist. Es hinterlässt,
so sind die Rückmeldungen, bei vielen Teilnehmern einen anhaltenden
Eindruck.Die therapeutische Arbeit mit den Geburtstraumen ist ein weiterer
Baustein seiner Angebote. Karlton Terry bezeichnet diesen Selbsterfahrungs-Workshop
als Einführungskurs (Introduction-Class).
Dieser läuft über drei Tage und bietet fundierte Theorie, z.B.
über die Lageseite der eigenen Geburt oder über die Physiologie
und Psychologie der Geburt, die er didaktisch gut und auch für Laien
als leicht verständliches Wissen vermittelt. In praktischen Übungen
bekommen alle Teilnehmer die Gelegenheit, Facetten ihrer eigenen Geburt,
wie im entsprechenden Kapitel beschrieben, zu erleben. In intensiven Tiefenregressionen,
die in einem gut geschützten Rahmen stattfinden, können eigene
geburtstraumatische Schlüsselerfahrungen gemacht und anschließend
integriert werden.
Mit seinem Foundation-Course bietet Karlton Terry nun auch in Deutschland
einen dreijährigen Ausbildungsgang an.
Er findet zweimal im Jahr (März und November) für jeweils 6
Ausbildungstage statt und als Beginn ist der 01.-06. März 2006 geplant.
Der Seminarort wird in der Nähe von Münster sein. (Informationen:
I.-M. Thurmann, Tel.: 06101 87 879; e-mail: mail@praxis-thurmann.de,
www.praxis-thurmann.de).
In der Schweiz werden schon seit Jahren Foundation-Kurse, bisher meistens
von William Emerson und Karlton Terry gemeinsam, angeboten. Der nächste
Kurs in der Schweiz, der von Karlton Terry allein geleitet wird, beginnt
im November 2006 (Informationen: Patricia Rudman, Tel.: 0041-61-703 13
26; e-mail: patricia.rudman@bluewin.ch).
Karlton Terry wird auch weiterhin Kurse mit William Emerson zusammen geben.
(Informationen: Markus Fischer, IBP-Institute, Tel.: 0041-52-212-3430;
www.ibp-institut.ch)
Karlton Terry ist ein
Pionier auf dem Gebiet der allerfrühesten menschlichen Prägungen.
In seinen TAOS-Embodiment Residentials (Taos ist ein Ort in New Mexico,
USA), die sich besonders eingehend mit diesem Thema beschäftigen,
bezieht er die Sperm-Journey, Egg-Journey und die Zeugung mit allen psychologischen
und spirituellen Einzelheiten in den Heilungs- und Selbsterfahrungsprozess
seiner Gruppen ein.
In einem Zyklus von vier aufeinander aufbauenden Seminaren bietet er die
Reise des Spermiums, Sperm-Journey, und der Eizelle, Egg-Journey, als
ersten und zweiten Teil an. Die Konzeption bildet den dritten und das
synchronisierte Feld der Seele während der Konzeption, das sich in
die Gene bewegt, bildet den vierten Teil. Diese Seminare finden seit Oktober
2004 einmal jährlich in der Nähe von Münster statt (Infomationen:
M. Overdick, Tel.: 0251-260 225; e-mail: m.overdick@web.de).
Sie werden bereits seit einigen Jahren regelmäßig in der Schweiz
(Informationen: Markus Fischer, IBP, Tel.: 0041-(0)52-212 3430) und natürlich
in Amerika in Taos, New Mexico (Informationen: Kathryn Rankin Kier, Tel.:
001-719-256 4487) angeboten.
Für wen sind diese Angebote geeignet ?
Die Angebote sind für Personen aus vielen Berufsgruppen geeignet.
Insbesondere aber für diejenigen, die mit Schwangeren, Müttern,
Babys oder Kindern arbeiten. Besonders zu erwähnen sind hier Kinderärzte,
da sie nach der Geburt die Babys kontinuierlich und über eine lange
Zeit begleiten. Eine Sensibilisierung für die vielfältigen möglichen
Folgen von geburtstraumatischen Aspekten hätte hier besonders positive
Auswirkungen.
Aber auch Frauenärzte, Hebammen, Stillberaterinnen, Psychologen,
Psychoanalytiker, Säuglingsschwestern, Körper- und Psychotherapeuten,
Osteopathen oder Craniosacraltherapeuten, Heil-/Sonderpädagogen oder
Physio- und Ergotherapeuten gehören in den Kreis der Professionellen,
die von dem Fachwissen und den Selbsterfahrungen profitieren können.
Vor allem ein Perspektivenwechsel über die Selbsterfahrung der eigenen
Geburt wäre sicherlich für viele Professionelle
interessant und sowohl beruflich, wie auch persönlich, sehr bereichernd.
Diskussion: Das Besondere
in Karlton Terrys Arbeit
Karlton Terry ist weder Psychologe noch Arzt, und dennoch ist seine Arbeit
Körpertherapie, Psychotherapie und Seelentherapie in einem!
Das körpertherapeutische Nacherleben und Befreiung des Traumas mit
seiner anschließenden Verarbeitung ist die Voraussetzung für
die Gesundung. Die Heilung findet aber ebenso durch die verbale, körperliche
und mentale Berührung und vor allem durch das Raumgeben für
die Emotionen und eingeschlossenen Traumata statt.
Die Klienten, mit denen er arbeitet, unabhängig, ob es sich um Einzelarbeit
mit Babys oder um Gruppenarbeit mit Erwachsenen handelt, dürfen sein,
und in allem, was passiert, liegt eine wohlwollende Akzeptanz und Empathie,
Faktoren, die nicht unwesentlich zur Heilung beitragen.
Insbesondere bei Babys ist es deutlich zu sehen, wie gut es ihnen tut,
wenn ihnen zugehört wird, und wenn das Baby seine eigene, oft traumatische,
Geburtsgeschichte erzählen darf und das Erzählen,
oft in Form des Weinens, mit dem Schnuller oder anderen Dingen nicht unterbunden
wird. Und es ist genauso wohltuend, wenn sie in diesem Prozess neutral
und doch liebevoll begleitet werden.
Ebenso wichtig ist es, daß ein Therapeut wie Karlton Terry offen
bleibt, und nicht gleich eigene Lösungen parat hat oder sie dem Baby
oder der Familie überstülpt. Auch viele seiner Bewegungsimpulse
sind wie Einladungen, dem das Kind folgen kann oder auch nicht.
Das ist für alle, die diese Prozesse in einem Babytherapie-Seminar
mit Live-Demonstrationen oder bei eigenen Geburtsregressionen miterleben
durften, sehr berührend. Denn jeder hat eine eigene Geburtsgeschichte,
die in den Sitzungen mit Teilaspekten berührt wird oder die beim
eigenen Heilungsprozess für die anderen Gruppenteilnehmer sichtbar
ist.
Auch bei der Gruppenarbeit mit Erwachsenen ist das Erforschen des eigenen
speziellen Traumas in einem gut geschützten Raum auf der körperlichen
Ebene die Voraussetzung für den Heilungsprozess. Und es ist Karlton
Terrys pädagogisch-didaktischer Fähigkeit zu verdanken, diese
Vorgänge auch in der Theorie so verständlich zu vermitteln,
daß sie für die Teilnehmer auf der mentalen Ebene ebenfalls
nachvollziehbar sind.
Daß er mit offenem Herzen unterrichtet, ist für
die Teilnehmer schnell spürbar, so daß sie das Gelernte auf
einer unbewussten, körperlichen Ebene ebenfalls aufnehmen können.
Die Veränderungen seiner Klienten und Teilnehmer sind damit, der
Erfahrung nach, tief greifend und dauerhaft, weil sie auf allen Ebenen
nacherlebt, verstanden und verarbeitet werden können.
Viele Lebensmuster und Störungen oder ständige Wiederholungen
von existenziell bedrohlichen Krisen ergeben allerdings oft erst unter
einem noch deutlich erweiterten Blickwinkel einen Sinn. Laut Karlton Terry
und einiger anderer Experten ist beispielsweise der Bereich der Zeugung
die psychologische Basis für die vorgeburtliche Lebenszeit. Und es
scheint möglich zu sein, auch diese allerfrüheste Entwicklung
im Rahmen von Selbsterfahrungsgruppen zu erkunden. (Vgl. Kap. Karlton
Terrys Angebote)
Bei Karlton Terry wird in seiner Gruppenarbeit, ebenso wie in der Einzeltherapie,
Heilung von Anfang an wörtlich genommen. Das mag einer
der Gründe sein, warum seine Arbeit auch von Fachleuten wie William
Emerson, Dr. Ludwig Janus, Dr. Franz Renggli, Diplom-Psychologe Joachim
Lichtenberg oder Dr. Peter Schindler als einzigartig und eindrucksvoll
beschrieben wird und ungeteilte Anerkennung erfährt.
Neben dem fundierten vermittelten Fachwissen entsteht in den Gruppen in
kurzer Zeit eine Atmosphäre, die geprägt ist von tiefem Respekt
vor dem Leben und seiner Entstehung.
Genau an dieser Stelle sind alle Fachleute gefragt. Denn nur sie können
mit diesem Wissen durch sofortiges Handeln und das Halten der Empathie
während der Geburt, mit gekonnten Interventionen oder danach durch
die schnelle Vermittlung an ausgebildete Babytherapeuten viel Leid lindern
und späteren Problemen vorbeugen.
Literaturverzeichnis:
Cambpell, Stuart: Schau mal, ich wachse. Köln: Vgs-Verlag,
Egmont, 2005. (S. 94)
Cramer, Bertrand: Frühe Erwartungen: unsichtbare Bindungen zwischen
Mutter und Kind. München: Kösel, 1991. (S. 50)
Janus, Ludwig: Wie die Seele entsteht. München: dtv, 1993.
Die neuen Baby-Therapien/ Hrsg. Thomas Harms.- Berlin: Leutner-Verlag,
2000.
Pränatale Psychologie und Psychotherapie/ Hrsg. Ludwig Janus.
Heidelberg, Mattes-Verlag, 2004.
Terry, Karlton: The V Stages of the Sperm-Journey: and certain psychological
themes and consequences. Mexico: edicolibri, o.J.
Terry, Karlton: Repatterning Prenatal Limitations and Umbilical Affect.
In: Intern. Journal of Prenatal and Perinatal Psychology and Medicine
Vol. 14 (2002), 3/4
Thurmann, Ilka-Maria Thurmann: Bach-Blüten in der Geburtshilfe. In:
Hebammen-Info 01/2004, S. 26 ff.
Thurmann, Ilka-Maria: Bach-Blüten in der Geburtshilfe: ein Lehrbuch
für Hebammen. Frankfurt/M.: Mabuse-Verlag, 2005.
Thurmann, Ilka-Maria: Die therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen
nach Karlton Terry. In: Die Hebamme 03 oder 04/2005.
Verdult, Rien: Bibliographie of Prenatal and Perinatal Subjects.
Belgien, 2004.
Autorin: Ilka-Maria Thurmann,
Jg. 1958, Diplom-Pädagogin, Praxis für Pädagogische Psychologie,
Frankfurter Straße 198a 3, 61118 Bad Vilbel, Tel. 06101 87879,
E-Mail: mail@praxis-thurmann.de, Internet: www.praxis-thurmann.de
Arbeitsbereiche: Arbeit mit Geburtstraumen für Menschen in jedem
Alter sowie psychologische (Risiko-)Schwangerenbegleitung, Babytherapie,
Schreibaby-Beratung und Erste Hilfe bei Bindungsproblemen,
Eltern- und Erziehungsberatung, Bach-Blütentherapie, Gesprächs-
und Regressionstherapie für Erwachsene, Schwerpunkt: Geburtstraumen
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Healing
from the very beginning:
Karlton
Terrys therapeutic work with birth trauma
By
IlkaMaria Thurmann
Translated
by Pete Hetherington, 08.05.2005
1.)
Introduction to Karlton Terrys working methods: personal attitudes
and techniques used
The time is ripe for Karlton Terrys therapeutic work with birth
trauma.
Internationally, Karlton Terry is one of the most highly recognized teachers
and experienced therapists for pre- and perinatal psychology. He studied
under and worked for more than 10 years with William Emerson, who is known
as the pioneer of the pre- and perinatal psychology. Karlton Terry is
one of the few certified trainers of Emersons work.
In the last few years this concise method of dissolving birth trauma,
in its compactness new to us in Europe, has been introduced from America.
So far this therapy has been taught in the last years in theory and with
practical exercises only by William Emerson and Karlton Terry in Switzerland,
where it is acknowledged as a medical specialized training. There is such
an interest on the part of specialists concerned with pregnancy and birth
that every course is offered in two parallel groups.
Due to the commitment of Dr. Ludwig Janus, President of the ISPPM (International
Society of Prenatal and Perinatal Psychology and Medicine), this touching,
very successful way of working therapeutically with pre- and perinatal
trauma has arrived in Germany.
Karlton Terry introduces himself and his entire spectrum in seminars,
baby therapy workshops with live demonstrations, courses in self experience
of ones own birth as well as a three-year training course (beginning
in March 2006) in different locations in Germany.
It is not easy to describe this therapy method because there is nothing
like it yet in Germany. (Harms, 2000) Karlton Terrys therapeutic
method uses accurate simulation to release traumatic birth experiences
in babies and children, in order to make them re-experiencable and
releasable and thus heal the childs trauma and provide it
with new behavioural options.
Perhaps his work is so impressive and effective because it combines body
therapy, psychotherapy and soul therapy.
During a session and also in his groups he works on several levels at
the same time. This principle applies to all his work whether with babies
or with adults in self experience or training groups.
Karlton Terry understands how to first release traumatic birth experiences
in people, in order to make them re-experiencable and to free the traumatic
elements. And, at the same time, he supports the people in processing
these traumas long after the birth and to develop new, appropriate behavioural
patterns for themselves.
Karlton Terrys therapeutic work is a combination of many different
elements. Its basic premise plays a substantial role, being the basis
which enables deep healing.
His personal attitude is distinguished by openness, respect and empathy
for the person vis-à-vis.
A vital slogan for him is: Empathy heals! (Karlton Terry, 2005). The prerequisite
for healing, even more important than techniques is that this empathy,
and thus a " heart connection", is created to the client, to
the baby and its family or to an entire group who at that moment are in
a self experience process.
Looking at the application of his therapeutic techniques shows that in
his meetings Karlton Terry makes use of special methods, which have been
either enhanced or partly developed himself, such as palpation,accurate
simulation, techniques of shock treatment and Repatterning, which
takes years to master.
Palpation refers here to touching the body or exploring the energy field
around the body, for example to get information about the skin tones.
He can also feel energy blocks or places with inadequate energy, without
touching the skin. This special sensitivity, mastered by many osteopaths
or craniosacral therapists, enables a much more exact perception of parts
of the body in which tensions or blocks are to be found, thus creating
a kind of map of the course of the birth and birth trauma.
Accurate simulation describes above all actual hand positions, with which
those places on the head are pinpointed and stimulated which were exposed
to particular pressure at birth. It is a gentle, activating technique,
which can re-animate shocks and traumatic impressions first occurring
at birth so that they can be worked on therapeutically and released from
the somatic and psychological system.
In his shock treatment the places are found through palpation, triggered
by exact hand positions and then treated accordingly.
Karlton Terry speaks of a shock pool. With poly-traumatised
people he assumes that beneath every birth trauma is one from the prenatal
period and even deeper the impacts of conception.
Karlton Terry continues to research birth neurology, which is also of
interest to midwives, paediatricians, psychiatrists and neurologists.
Part of his method is to enable the creation of new neurological links
through the intentional stimulation of the individual birth situations
and the release of neurological densities which reduce consciousness.
These links are for example the prerequisite that, after the treatment,
children are able to move in a way which before therapy was not possible
despite intensive physiotherapy. Handicapped babies and children also
profit from this treatment, because following treatments great progress
can often be registered in their physiotherapy or ergo therapy.
Repatterning is the creation of a new, healing pattern. Following a session
meeting or a self experience everyone can benefit from the healing process.
After the successful processing of traumatic birth elements, when the
tensions have been released, the clients get the opportunity to experience
again the difficult situation (e.g. being stuck during the birth) but
this time the way it should have been (a smooth, easy passage free of
fear and panic).
This offer, which is also conducted with even very small babies on the
physical level, for example, is definitely an important key to healing,
resulting in the extension of ones own individual potential and
gives adults and children alike new freedom of movement (e.g. free from
fear) for their actions and behavioural patterns.
2.)
Karlton Terrys theoretical concepts concerning birth mode, birth
trauma and their consequences
With regard to birth trauma and its psychological effects it is very important
for Karlton Terry to include pregnancy and birth as a crystallization
point of this very first period, as the middle of an hourglass. It is
indispensable for him to incorporate the background situation of the pregnancy
into his anamnesis and work.
According to experts who deal with pre-, peri- and postnatal psychology
it is because of this physical reason, nearly every birth is traumatic
and there are many others causes of traumata.
But independent of the time of the birth, all specialists in the field
of pre-, peri- and postnatal psychology agree that most births contain
traumatic elements for physical reasons,.
During human evolution humans developed the ability to walk upright and
their brains increased in size rapidly, resulting in a discrepancy between
the narrower hips of the women and the wider head of the baby. (Janus,
1993) With each strong contraction the pressure on the childs head
against the cervix, which is not yet completely open, can reach very high
pressure. According to the experience of obstetrical nurses the danger
of injury is even greater for premature babies with smaller heads since
the brain is less protected because the bones of the cranium are thinner.
At no other time in life does the human body produce as much adrenalin
as at the time of birth. Neither are there so many impacts on the brain
as during the hours of birth. According to Karlton Terry these neurological
processes are very important, because the prenate has 1 billion neurons,
which are actively forming connections resulting in programming actions
during the hours of birth. Such connections as the baby negotiates the
pressures and transitions of birth create a template programming impressions
and responses, which affect the brain and the babys behaviour. It
is a kind of programming induced by the formative experience of birth
which, like a template, influences and develops the brain and the behavioural
patterns of the babies
The influence of the birth mode
From a psychological point of view complications at birth can be traumatic
for completely different reasons.
Among these Karlton Terry includes forceps deliveries and the use of the
vacuum extractor, the application of drugs or labour-forcing and labour-reducing
medicines and every caesarean delivery, independent of their indication.
He assumes that every human intervention changes, influences or even interrupts
the natural birth process. He is of the opinion drugs administered under
the birth have a negative effect on the peri- and postnatal bonding between
the mother and her newborn child and also on the breastfeeding and bonding
relationship. If the baby comes anaesthetized or in an "energetical"
or mental shock into the world, it is not able to bond positively as it
cannot follow its instinctive bonding patterns. The psychological aspects
of the bonding problems play a large role here because the dance between
mother and child through the interventions under birth cannot be initiated
naturally. (Cramer 1991) Possible consequences may include irritations
of the babies or breastfeeding and sleeping problems.
Only a few of all hospital births take place without interventions, whereby
Karlton Terrys interpretation of interventions is very comprehensive.
The reasons will not be discussed here but the effects and consequences
for the child or for the mother are becoming evident to those who are
oriented to the human connection rather than seduced by the amazing array
of medical technologies. Terry says: "Be more human, if you do use
techniques". (Karlton Terry, 2005)
The dosage of every anaesthetic and each remedy-aiding restraint or introduction
was computed in the past on the body weight of the mother. This is however
not suitable for babies weighing approx. 3 kilos and the baby felt the
effects because the placenta only slows down, but does not filter completely,
the blood content. In modern-day obstetrics great efforts are being made
to counteract these negative effects with more awareness of the dosage
required.
In regressions with adults it is often impressive and, at the same time,
harrowing how powerfully anaesthetics can affect the baby under the birth.
Just as the baby is in the most strenuous, stress-intensive and psychologically
formative situation of its entire life, the support of the maternal labour
pains is missing, unexpectedly and, for the child, for no apparent reason.
If the mother is under drugs, a paralysis for both the mother and the
baby takes place during the birth struggle which stops, confuses, intoxicates
and disorients all activity and foils the babys own efforts and
any success. For the personality a momentous outcome: "No matter
how hard I try, I cannot reach my goals on my own because that is my experience".
It is not surprising that such an experience of ones own debility
and powerlessness in this highly sensitive time can also negatively influence
ones own self-confidence.
The mother has great physical pain under the birth. The baby however has
probably even more physical pain but it is invisible, as well as somatic,
emotional and psychological pain, since its mother disappears' as
a result of the medicine and the baby feels left alone. From regressions
it is known that applying drugs can be very painful for the baby. Clients
have described it as "it burns like fire" or "it shoots
into my belly and my head so quickly that Im afraid its going
to burst".
According to Karlton Terry, the impacts on future life patterns are influenced
by the frequency and the exact timing of giving drugs during the birth
process. He differentiates between birth phases and how often a medicament
is given, for example in the second rotation phase or in the third stage
of the birth and then makes the connection to difficult behavioural patterns,
e.g. problems in the ability to orientate or present oneself. (compare
the following chapter).
The psychological consequences of a forceps birth are reflected in later
life patterns which correspond to ones own birth. At the end of
the birth, and thus often at end of ones strength, help comes from
outside, this is what ones own personal experience has shown. For
example this could be a person who loses energy (e.g. during an examination
or a house relocation) and can not bring things to an end but who always
needs another person (often a life partner, teacher or a coach) to finish
things off. When the birth process trauma is reactivated later in therapy,
even in the case of adults, the marks of the forceps can sometimes be
seen in the face.
In Germany caesarean births now constitute 20 % of all hospital births.
In the USA this figure is nearly 25 %. In Mexico, where Karlton Terry
has helped to found a "Clinic for Pre- and Perinatal Psychology and
Bonding", it is over 60 % (in hospitals). In baby therapy he works
with many children whose symptoms range from colic (unexplained frequent
crying), ADS, substantial movement deficits to bonding disorders.
Many of his cases are documented on video as some successes would otherwise
hardly be believed.
These impacts during birth remain unprocessed in the psyche, for example,
whether they have felt supported by their mother or - through drugs or
fear have felt emotionally abandoned by her. The subjective experience,
(e.g. whether one felt positively supported by the mother or deserted,
perhaps due to anaesthetics or fear), is also formed by the birth experiences.
This experience pattern (e.g. whenever I feel bad, I feel really deserted)
reappears in difficult life situations without any understanding of the
causes. Karlton Terry thinks, that the way people enter a new area with
strangers (a new job, a new group, a lecture in an unknown building) or
how they discover in their individual way their world may be compared
to the subjective birth experience.
People develop strategies to enable them to deal with their traumatic
experiences. In which birth stage or stages the strongest negative impact
occurred frequently shows in typical action patterns or it can be recognized
in their behaviour. It is interesting that, after dissolving their own
birth traumas in therapy, adult clients change or drop their strategies
or use them as one of many conscious choices because they are no longer
necessary in the existing form.
Patterned behavior can be shown as constantly repeated recapitulations
through avoidance behavioural patterns to strong compensatory abilities
or automatic response systems which are not processed by the higher consciousness.
An example of this - a trauma during the rotation state can show in substantial
orientation problems. The behavioural variant would show a recapitulation
that a person who drives a car constantly loses his orientation. The avoiding
person would try to drive with somebody else or find other ways of reaching
his destination. The avoidant compensatory type would know his way around
perfectly because he has noted or learnt every meter meticulously so that
driving in the wrong direction simply cannot occur.
2a.) The individual birth stages and their psychological effects, with
different traumatic causes
The question arises, in which birth stage a trauma developed, how it can
be recognized and which actual short and long-term effects are possible.
It is particularly interesting, especially for all professionals, to find
answers to these questions. The focus is not only on the psychological
factors, such as the bonding quality, apathy or fears, shame or self-esteem,
but also on physical characteristics, like pronounced hyper- or hypotonic
muscle tones, hyper-excitability or strong asymmetries, like torticollis
and certain cranial expressions.
Essentially, Karlton Terry differentiates between four stages of birth,
which he studied under Emerson (who was accompanied by Franklyn Sills
in the early days when these stages were first explored). These are stages
(St.) 1a and 1b, 2a and 2b, 3a and 3b and 4.
In stage 1 the lie-side of the face appears at the start of the birth.
The lie-side is the one which must bear the most and the strongest pressure
in this transit phase. A specialist can recognise this by analysing posture
and comparing the two sides of a face
In a trauma at stage 1a the cervix is still firmly closed and strong contractions
press the childs occiput and os pariatal against it. Even in adults
this trauma can still be recognized optically by the profile of the forehead.
In stage 1b the cervix opens, the cranium descends but the passage is
stopped by the position of the sitz bones (ischial spines).
Emotional perinatal reaction patterns to a trauma in this phase can include
rage, then depression or shame and lastly submission as a consequence
of the enormous stress and the life-threatening situation for the child.
These behavioural patterns and dramatic experiences can accompany these
people their whole lives. Particularly in acute stress or transition situations
it will be repeatedly and constantly updated.
On the psychological level personal identity problems are frequently found
in people with the St.1 trauma. Besides fear, claustrophobia or extreme
reactions to traffic back-ups or other situations calling for people to
wait often have their origins in this stage.
The second stage describes the rotation of the child under the birth.
2a designates the beginning and 2b the end of the rotation. Here the child
struggles with or is pushed into which direction to turn.
During this phase it is important to ascertain whether and how easily
the childs head passes through the maternal pelvis, which can have
different (narrow or wide) forms.
A circular movement, like a corkscrew, or a movement back and forth, like
a zig-zag-parcours, which Karlton Terry calls zig-zag
birth, can also happen. For an expert these marks are discernible
in the face and they remain a life long unless the emotional, psychological
and somatic adhesions can be released.
Psychologically a strong ambivalence and an inability to decide are typical
symptoms of stage 2. Alternatively depending upon the recapitulation style
of the person, dogmatism and narrow mindedness can manifest.
Unresolved stage 2-trauma leaves adults and children feeling constantly
indecisive and quite desperate as they often do not know where they are
heading and where to go in their life.
In the third stage the cranium is anterior or posterior, which a specialist
can recognize by comparing the two halves of the face as well as posture.
With his sharp awareness Karlton Terry is able to reconstruct the exact
course of birth on the basis of the facial expression, the body axis in
profile and the body symmetries of head, shoulders and arms.
In stage 3a the transit occurs, but the head can not be seen yet. The
body is squeezed at different points depending on the position itself
and there is sometimes reduced oxygen because of umbilical cord compaction.
The baby has already turned and its face is pressed either against the
symphysis or against the spine and the coccyx.
This stage, like the metaphor that no light is to be seen at the end of
the tunnel, is often described subjectively as hopelessness, submission
and overwhelming tiredness.
If the birth is quick and there is a hold-up only in this phase, i.e.
the head can be seen but the baby doesnt come for a long time, it
is a stage 3b trauma. This can be seen posterior. Sometimes the back of
the babys head can be remarkably flat. It is very helpful if midwives
are aware of these problems so that they can suggest optimal foetal position
for the mother giving birth or they can recommend several meetings with
an osteopath or baby therapist.
The psychological effects of stage 3b traumas are often connected to the
ability to finish projects and to present oneself. How people feel when
they enter a new space or a new situation (panicky, afraid, courageous,
open), how they present themselves and whether they are able to follow
things through with staying power and bring them to a successful conclusion.
It is just in this stage of the birth that the babies are often at the
end of their strength and fighting against exhaustion.
The stage 4 birth stage includes all trauma which take place immediately
after the birth.
This could be cutting the umbilical cord too early so that it was felt
by the child as pain, stabbing of heels to obtain blood, painful suction
(of oral and nasal passages) or a handling which is too rough and inadequate
for the newborn sensibility. A trauma often occurs if the separation from
the mother is too long, which can cause a split in the close relationship.
According to Karlton Terry the bonding (which is impossible under the
effect of drugs), with all its effects on a good mother and child relationship
occurs in this important phase immediately after the birth.
If one is dealing with the individual birth stages and their possible
trauma with their accompanying impacts, it is logical that especially
midwives and other professional groups look for preventive ways in practical
birth assistance. There is still a lot to be done in this field, but interest
is growing in finding a more sensitive birth-aid i.e. in supporting
the natural birth process by having empathy for what the baby is experiencing
and by supporting the mother in trusting her intuition.
3.) Karlton Terrys therapeutic work with birth trauma in practice
So far the background and theoretical concepts concerning the birth and
the prenatal lifetime in Karlton Terrys work have been described.
It is necessary to understand these since they are the basis for his therapeutic
work with trauma from the pre-, peri- and postnatal time. A profound understanding
of these concepts is the prerequisite for successful therapy in which
trauma are released, resulting in new and healthy patterns.
Immediately after a therapeutic work sequence, there is an integration
process which is often extremely moving and impressive for the observers
of a live demonstration. This integration process can be seen in the facial
expression of the babies who may appear to be absent or in a trance for
several minutes at a time. It looks like they are processing what they
have experienced inwardly and Karlton Terry teaches that during this time
new neural connections in the brain are being created.
Using different techniques and methods it is possible, at any age, to
treat trauma from the prenatal lifetime and birth. That means that adults
also have this opportunity.
This is particularly interesting for many professionals both personally
and professionally. Accompanied by the therapist the re-experienced birth
experience will in all probability change the personal attitude. Enriched
by this experience both the empathy and the social authority increase
while stress (i.e. around other births) decreases.
In Karlton Terrys opinion, for the medical, psychological, remedial
teaching and paedagogical fields which, to a great extent, are involved
professionally with the consequences of birth trauma, this additional
aspect offers an important key to problem solving, both theoretically
and from their own personal experience.
As an additional and new therapeutic viewpoint available to those who
have had their own birth experience, doors can open to an alleviation
or removal of symptoms which, with other methods might possibly have taken
a great deal of time.
At this point the writer would like to describe a case-study taken from
her own practice:
A 7 year-old girl was suffering from strong, inexplicable fears which
were brought on by two relatively minor everyday incidents. An empty drinks
crate was taken from the familys courtyard. About two months later
a car radio was stolen from her parents car. This occupied the child
incessantly and she was plagued by nightmares. The girl, until then shy,
but fun-loving, increasingly withdrew and began to show many different
fears.
A common feature of the situations causing the fears, from the perinatal
viewpoint, was evidently the forcible removal of a relatively trivial
object from a closed system.
When I asked the mother whether the child had been born by caesarean she
was completely taken aback by the question and burst into tears. She said
that in her pregnancy she had been diagnosed accidentally as having cancer
(Morbus Hodgkin), and that it had been unclear whether she would survive.
Her child was delivered by caesarean in the 36th week so that the mother
could begin the life-saving chemotherapy.
Within three meetings the girls birth trauma could be processed
and her fears disappeared.
However, processing ones own birth or prenatal trauma has another
aspect which is particularly pertinent to those who in their professional
lives are permanently involved in accompanying pregnant women, premature
births and women under birth.
The stress level can be reduced greatly as soon as ones own birth
has been processed and potential traumatic elements have been solved.
Once professional people have discovered and processed their own birth
trauma, they dont go into their own stress while working. They are
no longer affected by their own mentally stressful birth situation and
no longer placed in a mental state of shock. This allows them to work
in a much more relaxed, conscious and empathic manner.
During the postpartum support in the childbed, well-trained, conscious
and sensitive professionals can already give important recommendations
in order to prevent psychological problems or development delays.
It would be desirable if doctors felt more committed to the practical
application of pre-, peri- and postnatal psychology, since they would
then have an exceptionally wide range of potential positive influence
at hand.
With adults it is possible with the method of regression-therapy to process
the psychological aspects of a trauma. Feelings of being constricted or
hopelessness are felt mentally and sometimes even physically. In this
process the clients are not touched and there is no physical stimulation.
Bach-Flowers-therapy can be recommended as a therapy support in every
case. It is an additional alternative if used during pregnancy and under
birth in order to prevent and later to heal trauma. After the birth the
appropriate remedy helps the mother and her newborn child to regenerate
more rapidly, as well as when processing traumatic situations. (Thurmann,
2005)
Both above-mentioned methods, when used in adult therapy, require the
spoken word or intuitive body contact. The clients feel and experience
in the regression their own birth or prenatal experiences, in which they
can feel their sentiments and describe them verbally. There are also body
therapy methods, where clients are led into a regression process, and
these can sometimes be used with babies.
Karlton Terrys principles however apply to adults and children equally.
Following exact observation and detailed anamnesis a setting is created
(i.e. like a birth-canal or a uterus) in order to experience and work
therapeutically in a secure situation on traumatic aspects of ones
own birth again - this time however with empathy and competence and ending
with a positive experience -.
An important aspect in Karlton Terrys work is the 'repatterning',
which often is the end of the session. This forms a new curative pattern,
which creates millions of new or different connections between neurons
and an expansion of the activity patterns and alternatives.
3a.) The treatment of babies with birth trauma
It is particularly positive for newborn babies and infants to work wherever
possible therapeutically with birth traumas from the earliest stages in
such a way that negative consequences can be avoided and development delays
prevented. Karlton Terry shares this wish with many experts. The earlier
parents can avail themselves of such a special offer, the more the children
will benefit. It would be very useful and positive to start with this,
when called for, in the first weeks of life.
There are several reasons for this. Foreseeable consequences of a difficult
birth (long lasting crying or breastfeeding problems) can be treated at
the outset or following the first signs indicating these. The negative
effects could be resolved in baby therapy thus preventing development
retardations and their consequences.
Conversely it is an important argument that very few sessions are needed
when therapeutic work with birth trauma can be started early.
Only someone who knows how much the babies and children affected sometimes
suffer and who can see how big a difference a single session can make
is able to appreciate the value of this. Example of a baby therapy conducted
by Karlton Terry in Bad Vilbel in February 2005:
The baby, a 4 month-old boy, was not able to relax. He cried excessively,
slept very lightly and rarely more than 20 minutes during the day and
at night one hours sleep without an interruption was usual. This
had been going on since birth and both the parents and the 4 year-old
sister were suffering as much as the baby from lack of sleep and these
crying attacks.
After only one session, which was recorded on video and then discussed
in detail, the boy slept for 26 hours and within only two weeks he found
a healthy, beneficial sleeping rhythm and the crying attacks also stopped
completely.
So far Karlton Terrys wish for rapid treatment has come up against
obstacles.
Specialists from the fields of obstetrics and, later, paediatricians still
treat the physical and mental effects of birth trauma mostly according
to symptoms.
In general this treatment does not take into account the traumatic aspects
of the prenatal lifetime or the actual birth. If this were the case, the
inclusion of this additional information would most probably result in
a different, supplementary and more effective method of treatment Karlton
Terrys specialised courses, (including live demonstrations of his
therapeutic work with babies with birth trauma and the subsequent analysis
and evaluation) offer guidelines for an increased awareness to this topic.
This pre- and perinatal aspect would extend the professional viewpoint
of specialists from completely different fields. The babies affected and
their parents would benefit from the knowledge of the doctors, midwives,
the nurses in the clinics as well as, in the familiar surroundings of
the patients home, paediatricians, naturopaths, physiotherapists
and ergo therapists
.
Craniosacral therapists and osteopaths can also extend their knowledge
of the physical effects of birth on the childs whole body, especially
on the skull of the child, and of the mental and psychological dimensions.
The details of the individual birth phases with their counterparts on
the psychological level also represent a meaningful addition.
One difficulty is the fact that there are very few baby therapists who
stress the aspect of birth trauma as the focal point of their work.
Behavioural therapy-oriented "consulting hours for cry-babies"
concentrates on the positive changes in the effects of a potential trauma,
caused during the pregnancy or in the birth situation itself. Breastfeeding
and bonding problems, common after a birth with traumatic elements, can
only be entirely resolved when the status of being born plays a more important
role in the anamnesis.
Karlton Terry is of the opinion that every child and his parents after
the birth should be prepared to accept the offer of a prophylactic session
which is available to all parents. Even from a prophylactic point of view
this measure would save the health care system a lot of money.Karlton
Terrys basic attitude is marked by openness, respect and empathy.
He urges the therapists not to pursue preconceived solutions even if the
birth anamnesis seems to point clearly in that direction but to remain
open for what the baby has to tell him in its own way. This includes listening
with empathy and refraining from ones own interpretations, and not just
relying on hasty solutions and patent remedies.
Karlton Terry remains open for what the baby has to tell in his own way.
He differentiates between various reasons and kinds of crying, which differ
particularly in tone and recruitment of certain body muscles as well as
movement patterns. Crying to express a need (e.g. food, closeness, comfort
and sleep) sounds quite different from crying, which expresses feelings
such as unresolved memories and pain wanted to be shared. Terrys
most important appreciation of William Emersons expression for the
work with birth traumas is trauma crying. It sounds desperate,
scared, frightened, angry or full of panic and it can be hard for parents
and other adult to bear.
Prof. Stuart Campbell says that, using 3-D ultrasound images, it is possible,
even in the womb, to recognise from the facial expression of the unborn
child whether the child is registering physical pain or is feeling unwell.
(Campbell, 2005)
Empathy and respect are further keys in Karlton Terrys baby therapy.
In the therapy process it is necessary to request, nonverbally, the permission
of the child to work with it and also to pay attention to ones own
reactivated emotions, so that healing can take place.
In his baby therapy Karlton Terry works not only with the baby, but, by
necessity, with the entire family. His approach in baby therapy is to
put the baby in a protected area, in which the parents also feel secure,
and then let the baby tell' whereby and to listen with empathy,
the baby thus using his own possibilities. The baby expresses itself via
its movements, body tones, its eyes and behaviour, crying (e.g. matching
the story told by the parents).
The child expresses itself in its own way, such as through moving its
limbs and also by its facial expression or the tension in its body. Karlton
Terry, an attentive observer, sees the babys whole repertoire and
relates this to the parents description of the birth.
He observes in such GREAT DETAIL what happens that even specialists are
amazed. For example it is not only the movement itself he notices (the
baby pedals strongly') but the differentiated form. For example the baby
pedals only with the right foot stretched, whereas the left leg is tightened
when pedalling and the left fist is clenched, or the centre of the movement
lies near the solar plexus, while the neck musculature seems to be shortened
by this movement and the child sounds as if it is in need of air.
While he gets in touch with the baby and concentrates in order to be prepared
for the babys story, he sets the first quiet impulses and waits
to see what will happen. He says that there are well over 500 decisions
he must make in just one hour, i.e. whether and when and, above all, where
and how he sets the impulses which will cause a positive change.
A rhythm often develops in the course of the sessions, which can be c |