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Birth Trauma Overview

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Heilung von Anfang an:
Karlton Terry’s therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen
Inhaltsverzeichnis


Ilka-Maria Thurmann
Bad Vilbel, Mai 2005

Heilung von Anfang an:
Karlton Terry’s therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen

Karlton Terry’s Arbeitsweise: Innere Haltung und angewandte Techniken Die Zeit ist reif für Karlton Terry’s therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen.

In den letzten Jahren kam diese für uns in seiner Kompaktheit neue und umfassende Methode von Amerika nach Europa. Bisher wurde diese Therapierichtung in Theorie, Praxis und Selbsterfahrung ausschließlich von William Emerson gemeinsam mit Karlton Terry in der Schweiz unterrichtet. Dort ist sie als ärztliche Fortbildung anerkannt. Die Resonanz von Fachleuten, die sich mit Schwangerschaft und Geburt befassen, ist so groß, daß alle Ausbildungen in der Schweiz parallel in zwei Gruppen angeboten werden.

Aufgrund des großen Engagements von Dr. Ludwig Janus, Präsident der ISPPM (Internationale Studiengemeinschaft für Pränatale Psychologie und Medizin) gibt es nun endlich auch in Deutschland die Möglichkeit, diese breit gefächerte Arbeit von Karlton Terry kennen zu lernen. Er stellt sich und sein gesamtes Spektrum im Rahmen von Lehrseminaren, Baby-Therapie-Workshops mit Live-Demonstrationen, Kursen zur Selbsterfahrung der eigenen Geburt sowie einer dreijährigen Ausbildung, die ab März 2006 beginnt, an verschiedenen Kursorten in Deutschland vor.

Seine Arbeitsweise zu beschreiben, ist nicht einfach, denn so eine therapeutische Behandlungsform gab es bisher in Deutschland in dieser Vollständigkeit und Vielschichtigkeit noch nicht. (Vgl. Harms, 2000).
Karlton Terry’s therapeutische Methode benutzt die ‚Akkurate Simulation’, um traumatische Geburtserlebnisse bei Babys, Kindern und Erwachsenen auszulösen, um diese erneut zu erfahren und zu befreien. Damit kann das Trauma heilen und anschließend stehen neue, angemessene Verhaltensmöglichkeiten zur Verfügung.

Vielleicht ist seine Arbeit deshalb so beeindruckend und wirkungsvoll, weil sie Körpertherapie, Psycho- und Seelentherapie in einem ist.

Denn während einer Sitzung, und ebenso in seinen Gruppen, arbeitet er zeitgleich auf mehreren Ebenen. Dieses Prinzip gilt grundsätzlich für seine Arbeit unabhängig davon, ob sie nun mit Babys oder mit Erwachsenen in Selbsterfahrungs- oder Ausbildungsgruppen stattfindet.

Karlton Terry versteht es, die traumatischen Geburtserfahrungen bei den Menschen auszulösen, sie wieder erlebbar zu machen und von ihren traumatischen Elementen zu befreien. Und, zur gleichen Zeit, unterstützt er die Menschen darin, diese Traumata, lange nach ihrer Geburt, zu verarbeiten und neue, besser passende Verhaltensmuster für sich zu entwickeln.

Die therapeutische Arbeit von Karlton Terry ist eine Kombination aus vielen verschieden Elementen, und er integriert dabei unterschiedlichste Techniken. Eine wesentliche Rolle aber spielt seine Grundhaltung, denn sie ist die Basis, auf der eine tiefe Heilung überhaupt erst möglich ist.

Seine innere Haltung ist geprägt von Offenheit, Respekt und Empathie für sein Gegenüber.
Ein, für ihn wichtiger, Satz lautet: Empathie heilt ! Es ist in seinen Augen d i e Voraussetzung für Heilung v o r allen Techniken, daß diese Einfühlung und damit eine Herzensverbindung zum Klienten, zum Baby und seiner Familie oder auch zu einer ganzen Gruppe, die sich gerade in einem Selbsterfahrungsprozeß befindet, hergestellt wird.

Ein Blick auf die Anwendung der therapeutischen Techniken zeigt, daß sich Karlton Terry in seinen Sitzungen spezieller, von ihm teilweise selbst entwickelten bzw. weiterentwickelten, Methoden bedient, für die es Jahre braucht, bis man sie beherrscht, so zum Beispiel die ‚Akkurate Simulation’, Techniken der Trauma-Behandlung und die Palpation sowie das Repatterning.

Mit simulierenden und dabei zarten Berührungen werden bei der ‚Akkuraten Simulation’ genau die Stellen am Kopf angeregt, und zwar mit exakten Handgriffen, die unter der Geburt offensichtlich starkem Druck ausgesetzt waren.
Obwohl die Methode körperlich sehr sanft ist, weil mit den Händen, oder sogar nur mit einzelnen Fingern, gezielt lediglich ein sehr leichter Druck ausgeübt wird, handelt es sich um eine sehr aktivierende Technik. Gefühle und traumatische Eindrücke, die unter der Geburt entstanden sind, können mit ihr erneut belebt, um anschließend therapeutisch bearbeitet zu werden. Ziel ist die Befreiung aus dem körperlichen und psychischen System und die anschließende ‚Ent-Spannung’.

Um herauszufinden, welche Stellen am Schädel besonderem Druck ausgesetzt waren, benutzt Karlton Terry die Technik der Palpation, die sich im ursprünglichen Sinne lediglich auf das Untersuchen durch Ertasten bezieht.
Karlton Terry ist, ebenso wie viele Osteopathen, Therapeuten für Energiearbeit und für die Craniosacraltherapie, in der Lage, das Energiefeld des Menschen zu erfühlen, ohne ihn dabei direkt zu berühren. Diese besondere Sensibilität, die sich nur über langjährige Erfahrungen entwickelt, ermöglicht eine sehr viel genauere Wahrnehmung über die Bereiche am Körper, in denen Energieblockaden, Spannungen oder Stellen mit mangelhafter Energie festgehalten sind.
Karlton Terry lässt aus seinen Wahrnehmungen vor seinen Augen eine Art Landkarte des Geburtsablaufes und des Geburtstraumas entstehen, die danach eine sehr gezielte therapeutische Arbeit ermöglicht.

In seinen Techniken zur Schockauflösung werden die belasteten Stellen ertastet, mit konkreten Handpositionen an dieser berührten Stelle ausgelöst und dann entsprechend behandelt. Es ist möglich, daß eine Geburtssituation mehrere traumatische Elemente in unterschiedlichen Phasen der Geburt enthalten kann.
Karlton Terry und William Emerson sprechen wörtlich von einem ‚Schock-Pool’. Bei mehrfach traumatisierten Menschen ist es seine Annahme, daß ein solcher ‚Schock-Pool’ vorliegt, d.h. daß Traumata quasi übereinander liegen. Er deutet an, daß unter jedem Geburtstrauma eines aus der Pränatalzeit liegt und daß selbst darunter noch die tief prägenden Eindrücke der Konzeption zu finden sein können.

Karlton Terry’s Technik verfolgt das Ziel, durch die absichtsvoll ausgeübte Simulation der individuell erlebten Geburtssituation, anschließend neurologische Neu-Verknüpfungen im Gehirn zu ermöglichen.
Über diesen therapeutischen Prozeß, der für Hebammen, Kinderärzte, Neurologen und Craniosacraltherapeuten sehr interessant sein dürfte, können sich die neurologischen Spannungen, die das Bewusstsein ebenso reduzieren, wie die eigenen Handlungsmuster, auflösen und befreien, und die Neuronen können andere Verbindungen im Gehirn aufbauen.

Wenn beispielsweise unmittelbar nach einer Therapiesitzung mit einem Kleinkind scheinbar plötzlich Bewegungsabläufe und –Muster (z.B. Krabbeln) möglich sind, die das Kind trotz langer, intensiver und wiederholter Krankengymnastik nicht beherrschte, so scheinen diese neue Verschaltungen im Gehirn wohl die Voraussetzung dafür zu sein. Einige Frühgeborene oder behinderte Babys und Kinder können von dieser Methode profitieren, da sie in der Folge dieser therapeutischen Behandlungen oft in der eigenen Physio- oder Ergotherapie große Fortschritte verzeichnen können.

Die Technik des Repatterning beschreibt das Aufbauen eines neuen, heilenden Musters. Es ist nach einer Sitzung oder einer Selbsterfahrung für alle Menschen sehr gut und heilsam zugleich.

Wenn traumatische Geburtselemente erfolgreich bearbeitet wurden, wenn die Spannungen gelöst sind, bekommen die Klienten die Möglichkeit, die für sie schwierige Situation (z.B. das Steckenbleiben im Geburtsprozess) noch einmal zu erleben, aber dieses Mal so, wie es positiv und leicht in diesem Moment gewesen wäre (eine glatte, leichte angst- und panikfreie Passage).
Dieses Angebot, das z.B. auch bei sehr kleinen Babys auf der Körperebene gemacht wird, ist sicherlich ein wichtiger Schlüssel zur Heilung. Es dient in jedem Fall der Erweiterung der eigenen Möglichkeiten, und es gibt Erwachsenen und Kindern gleichermaßen neue Frei-Räume (z.B. frei von Angst) für ihre Handlungen und Verhaltensmuster.

Karlton Terry’s theoretische Annahmen über Geburtstraumen und ihre Folgen

In Bezug auf Geburtstraumen und ihre psychologischen Auswirkungen ist die Geburt für Karlton Terry, wie die Mitte einer Sanduhr, der Kristallisationspunkt von Konzeption und der vorgeburtlichen Lebenszeit. Es ist für ihn unverzichtbar, die Bedingungen und Hintergründe der Schwangerschaft in seine Anamnese und Arbeit mit einzubeziehen.

Der menschliche Schädel ist, laut Karlton Terry, im Durchmesser wenigstens 1 cm größer als der Beckeneingang und, unabhängig von der Zeit vor der Geburt, sind sich alle Fachleute aus dem Bereich der Prä-, Peri- und Postnatalen Psychologie darin einig, daß die meisten Geburten, schon allein aus körperlichen Gründen, traumatische Elemente enthalten.

Im Verlauf seiner Entwicklungsgeschichte nahm der Mensch einerseits den aufrechten Gang an, während sich zeitgleich sein Gehirn enorm vergrößerte. Es entstand in der Folge ein deutlich verändertes Größenverhältnis zwischen dem evolutionsgeschichtlich schmaler gewordenen Becken der Frau und dem breiteren Kopf des Babys. (Janus, 1993)
Wenn die Wehen den kindlichen Schädel gegen den noch nicht vollständig geöffneten Muttermund pressen, kann der Druck, der unter der Geburt auf den Kopf einwirkt, sehr hoch sein. Bei Frühgeborenen oder bei kleinen Babys ist eine Verletzungsgefahr, nach Erfahrungen von Hebammen und Krankenschwestern aus dem geburtshilflichen Bereich, eher noch als größer anzusehen. Ihre Schädelknochen sind dünner und weicher und die Fontanellen sind kleiner, so daß es viel schneller zu Quetschungen kommen kann.

Geburt ist, rein körperlich betrachtet, eine streßintensive Zeit, denn zu keiner anderen Zeit im Leben wird soviel Adrenalin produziert und ausgeschüttet, wie in diesen Stunden.
Laut Karlton Terry spielen die neurologischen Prozesse für die Prägungen, die im Gehirn stattfinden, eine entscheidende Rolle, denn in den Stunden der Geburt sind Milliarden von Neuronen aktiv, die neue Nervenverbindungen formen.
Während das Baby unter der Geburt den Druck und die Phase des Durchganges bewältigt, entstehen diese (im wahrsten Sinne des Wortes) ‚Ein-Drücke’ und eigene Reaktionsmuster darauf werden aufgebaut. Es ist wie eine Programmierung durch dieses so prägende Ereignis der Geburt, das wie eine Schablone das Gehirn und das Verhalten des Babys beeinflusst und herausbildet.


Der Einfluß des Geburtsmodus (Sectio, PDA)

Geburtskomplikationen können, psychologisch gesehen, aus völlig anderen Gründen traumatisch sein. Dazu zählt Karlton Terry Zangengeburten ebenso wie die Anwendung einer Saugglocke, die Gabe von Betäubungen bzw. von wehenfördernden oder -hemmenden Mitteln und auch jede Kaiserschnitt-Entbindung, unabhängig von ihrer Indikation.

Er glaubt, daß jede menschliche Intervention (und viele davon sind durchschnittlich nicht notwendig) den natürlichen, im Sinne von naturgegebenen, Geburtsablauf, verändert, beeinflusst oder sogar unterbricht. Seiner Meinung nach haben auch Narkotika, die unter der Geburt gegeben werden, eine negative Auswirkung auf die peri- und postnatale Anbindung zwischen der Mutter und ihrem Neugeborenen und ebenso auf die Stillbeziehung. Kommt das Baby narkotisiert oder in einem seelischen Schockzustand auf die Welt, ist es nur selten zu einer positiven Anbindung fähig, weil es seinem angeborenen Bindungsverhalten nicht folgen kann.

Auch der psychologische Aspekt der Bindungsprobleme spielt hier eine große Rolle, weil der ‚Tanz zwischen Mutter und Kind’ durch die Intervention(en) der Geburt nicht natürlich aufgenommen werden kann. (Vgl. Cramer) Irritationen der Babys sowie Still- und Schlafprobleme können mögliche Folgen davon sein.

Nur noch wenige Klinik-Geburten kommen gänzlich ohne Interventionen aus, wobei die Interventionen von Karlton Terry sehr weit gefasst werden. Die Gründe sollen hier nicht diskutiert werden, wohl aber die Auswirkungen und Folgen für das Kind bzw. für die Mutter und ihr Kind, die für diejenigen offensichtlich sind, die sich mehr an menschlichem Kontakt und Verbindungen ausrichten, als sich von den erstaunlichen Möglichkeiten der medizinischen Technik verführen zu lassen. Für Karlton Terry gilt der Grundsatz: „Be more human, if you do use techniques". (Terry, 2005)

Früher wurde die Dosierung einer Narkose oder eines Mittel zur Wehenförderung, Wehenhemmung oder zur Geburtseinleitung im Allgemeinen nicht für das, ca. 3 kg wiegende Baby, sondern für seine durchschnittlich 20-25fach schwerere Mutter berechnet. Das Baby bekam die Auswirkungen des Giftes gleich mehrfach zu spüren, da die Plazenta zwar den Transport des Blutinhaltes filtert, verlangsamt und reduziert, aber das Baby nicht gänzlich davor zu schützen vermag.

In der Geburtshilfe der Gegenwart ist man bestrebt, diesen negativen Auswirkungen mit einer gezielten Abstimmung der Dosis entgegen zu wirken.In Regressionen mit Erwachsenen ist es oft eindrucksvoll und erschütternd zugleich, wie stark sich Betäubungen auf das Baby unter der Geburt auswirken können. Die Narkose der Mutter lähmt und betäubt beide gleichermaßen. Ein Umstand, der besonders für das Baby in dieser Lage tragisch ist, denn es befindet sich gerade in der am meisten anstrengenden, streß-intensiven und psychologisch prägenden Situation seines gesamten Lebens.

Die Unterstützung der mütterlichen Wehen bleibt, für das Kind ohne Grund und plötzlich, aus und auch die eigenen Bemühungen im Geburts-‚Kampf’ kommen zum Erliegen und machen damit ein Erfolgserlebnis zunichte. Für die Persönlichkeit eine Erfahrung mit folgenschweres Lernergebnis: Unabhängig, wie sehr ich mich anstrenge, aus eigener Kraft kann ich meine Ziele nicht erreichen. Es ist nicht erstaunlich, daß so ein Erleben der eigenen Kraft- und Machtlosigkeit in dieser höchst sensiblen Zeit das eigene Selbst-Bewusstsein ebenfalls negativ beeinflussen kann.

Die Mutter hat unter der Geburt großen körperlichen Schmerz, ihrem Baby geht es vermutlich ähnlich, allerdings ist es bei ihm nicht sichtbar oder erkennbar. Es hat aber darüber hinaus auch den seelischen und emotionalen Schmerz zu verkraften, sich im Stich gelassen zu fühlen, weil der Kontakt zur Mutter durch die Narkose abbricht und die Mutter wie im Nebel wegtaucht. Aus Geburts-Regressionen mit erwachsenen Klienten weiß man, daß die Gabe von Narkotika für das Baby sehr schmerzhaft sein kann. (Beschreibungen von Klienten sind z.B.: es brennt wie Feuer oder es schießt in meinen Bauch und drückt mir so schnell in den Kopf, das ich Angst habe, er könnte platzen).

Auch Zeitpunkt und Häufigkeit der Narkosen und Medikamente, die unter der Geburt gegeben werden, haben nach Karlton Terry einen großen Einfluß auf die späteren Lebensmuster. Er unterscheidet exakt, in welcher Geburtsphase und wie oft ein Mittel verabreicht wurde. War das beispielsweise in der zweiten Phase (Rotation) oder im 3. Stadium der Geburt der Fall, stellt er dann den Zusammenhang zu problematischen Verhaltensmustern, z.B. Probleme in der Fähigkeit, sich zu orientieren oder zu präsentieren, her. (Vgl. dazu das folgende Kapitel).

Bei einer Zangengeburt können andere Verhaltensmuster als psychologische Folge auftreten. Am Ende der Geburt, und damit oft am Ende der eigenen Kraft, kommt die Hilfe von außen, so ist die Erfahrung, und sie kann sich z.B. bei Menschen zeigen, denen es zum Abschluss eines Projektes oder eines Umzuges, an der eigenen Kraft mangelt und die letztlich ständig eine Person brauchen (der Partner oder ein Therapeut), die eine symbolische ‚Geburts’-Hilfe leisten.
Bei der Reaktivierung des Traumas durch einen therapeutischen Prozeß können sich, auch noch bei Erwachsenen, die Abdrücke der Zange im Gesicht als rote Abdrücke zeigen.

Die Geburt per Sectio liegt in Deutschland bei Geburten im Krankenhaus inzwischen bei über 20 %, in den USA bei ca. 25 %. In Mexiko, wo Karlton Terry mitgeholfen hat, eine ‚Clinic for Pre- and Perinatal Psychology and Bonding’ zu gründen, liegt sie bei über 60 %, was gegenüber Brasilien mit 90 % beinahe gering erscheint.

Karlton Terry arbeitet dort mit einer großen Anzahl Kaiserschnitt-Babys. Viele von ihnen sind Schreibabys oder sie weisen erhebliche Bindungsstörungen auf. Andere Babys leiden an ADS/ADHS oder an starken Einschränkungen und Defiziten in ihren motorischen Fähigkeiten.
Karlton Terry hat eine Menge seiner Fälle und Erfolge per Video festgehalten. Und es ist gut, daß sie dokumentiert sind, weil einige seiner Behandlungserfolge sonst kaum zu glauben wären.

Die Prägungen, die während der Geburt entstehen, bleiben unbearbeitet das ganze Leben lang erhalten. Auch das subjektive Erleben, z.B. ob man sich von der Mutter positiv unterstützt oder, beispielsweise bedingt durch Narkosen oder Ängste, innerlich verlassen gefühlt hat, wird durch das Geburtserleben geprägt. Dieses Erfahrungsmuster (z.B.: immer, wenn es mir schlecht geht, fühle ich mich ganz allein gelassen) wird möglicherweise in schwierigen Lebenssituationen wiederholt reinszeniert, ohne daß es im Entstehungszusammenhang wirklich verstanden wird. Auch das Gefühl, das Menschen haben, wenn sie einen für sie neuen Raum betreten (z.B. ein neuer Arbeitsplatz, eine neue Gruppe oder auch nur ein Vortrag in einem unbekannten Gebäude) oder wenn sie auf ihre Art ‚die Welt entdecken’, lässt sich nach Karlton Terry mit der persönlichen Geburtsprägung in Zusammenhang bringen.

Zu den Fähigkeiten des Menschen gehört es, Bewältigungs-Strategien zu entwickeln, die ihnen im Alltag helfen, mit traumatischen Erfahrungen umzugehen. Von Fachleuten lässt sich am Verhalten oder an typischen Verhaltensmustern oft erkennen, in welchem Geburtsstadium bzw. in welchen jeweiligen Stadien die stärksten negativen Prägungen vermutlich stattgefunden haben. Wurden die eigenen Geburtstraumen in therapeutischer Arbeit aufgelöst, verändern erwachsene Klienten häufig ihre bisherigen Strategien. Oder aber sie sind jetzt in der Lage, sie als eine von vielen verfügbaren Wahlmöglichkeiten bewusst auszusuchen, denn in der existierenden unzureichenden Form werden sie nicht mehr länger benötigt.

Grundsätzlich gibt es für jeden Menschen verschiedene Umgehensweisen. Es gibt vermeidende Verhaltensmuster ebenso wie die Entwicklung überkompensatorischer Fähigkeiten. Aber auch ständige Wiederholungen bzw. unbewusste Reinszenierungen können ein Reaktionsmuster sein. Außerdem gibt es Automatismen, worunter man Verhaltensmuster versteht, die ablaufen können, ohne daß diese Prozesse jedes Mal über das Gehirn abgewickelt werden. Dazu gehören zum Beispiel automatische Bewegungs- oder Handlungsabläufe, die der Körper vollzieht, ohne bei jedem Schritt darüber nachdenken zu müssen.
Ein Beispiel – Probleme, sich auf einer unbekannter Strecke zu orientieren, lässt sich zu einem Trauma in der Rotationsphase in Beziehung setzen.

Jedem Menschen stehen, je nach Strategie bzw. unbewusstem Muster, nun verschiedene Handlungsmöglichkeiten zu Verfügung. Man kann Probleme ständig wiederholen oder vermeiden oder gerade bei dieser Schwäche besondere Fähigkeiten entwickeln.
Bei der Wiederholungs-Variante würde sich das traumatische Element des Verlierens der Richtung und der Orientierung darin zeigen, daß jemand sich bei fremden Strecken, die er selbst zurücklegt, wie unter Zwang verfährt und zwar immer wieder. Vor allem das Gefühl in dieser Situation ist eine Rekapitulation der Geburt auf anderer Ebene.
Die Problem-vermeidende Strategie wäre, sich andere Wege zu suchen, um an das unbekannte Ziel zu kommen, z.B. mit anderen mitzufahren oder auf den öffentlichen Transport zurückzugreifen.
Das dritte Handlungsmuster entspricht der vermeidenden-überkompensatorischen Möglichkeit. Hier werden extrem perfekte Fertigkeiten entwickelt, die ein Verfahren und damit den Streß der vorübergehenden Orientierungslosigkeit auf jeden Fall verhindern (sollen), z.B. auswendig gelernte Routen oder akribisch notierte Fahrtbeschreibungen.

Nach der therapeutischen Auflösung der eigenen geburtstraumatischen Muster verändern erwachsene Klienten häufig ihre Handlungsmuster. Alte Strategien, z.B. das Vermeiden oder die Wiederholung, sind in der Zwangsläufigkeit nicht mehr notwendig und es erscheint logisch, daß Klienten dann frei sind, auf bestimmte Situationen entspannter, angemessener und nach eigener Wahl zu reagieren.


Die einzelnen Stadien der Geburt und ihre psychologischen Auswirkungen

Es stellt sich die Frage, in welchem Geburtsstadium ein Trauma entstanden ist, wie man es erkennen kann und welche konkreten kurz- und langfristigen Auswirkungen möglich sind. Antworten auf diese Fragen zu finden, dürfte vor allem für Hebammen sehr interessant sein.
Der Blick richtet sich aber nicht nur auf die psychologischen Faktoren, wie beispielsweise die Bindungsqualität, Apathie oder Ängste, Scham oder Selbstachtung, sondern auch auf körperliche Merkmale, wie auffälliger hyper- oder hypotoner Muskeltonus, Hyperexcitabilität oder ausgeprägte Asymmetrien (z.B. Schiefhals) sowie auf bestimmte Formen bzw. Verformungen des Kopfes.

Karlton Terry unterscheidet im Wesentlichen vier Stadien der Geburt, die er unter William Emerson studierte. Emerson hat diese Geburtsphasen zusammen mit Franklyn Sills erarbeitet. Diese Stadien werden als das Stadium 1a und 1b, Stadium 2a und 2b, Stadium 3a und 3b und als Stadium 4 bezeichnet.

Im Stadium 1 zeigt sich die Lageseite des Gesichtes beim Beginn der Geburt. Als Liegeseite wird die Seite bezeichnet, die in dieser Durchtrittsphase den meisten und heftigsten Druck aushalten muss. Ein Fachmann kann sie beim Vergleich der beiden Gesichtshälften sowie an der Körperhaltung erkennen.

Beim Trauma im Stadium 1a ist der Muttermund noch fest verschlossen und die heftigen Wehen drücken den Schädel des Kindes (Occiput und Os parietale) gegen den Muttermund. Selbst bei Erwachsenen ist dieses Trauma optisch am Profil der Stirn deutlich und ein Leben lang zu erkennen. In Stadium 1b öffnet sich der Muttermund dann zwar, der Schädel kommt hinab, aber der Durchtritt wird durch die Position der Sitzknochen gestoppt.
Emotionale perinatale Reaktionsmuster auf ein Trauma in dieser Phase können zuerst Wut, dann Depression oder auch Scham und zuletzt die totale Aufgabe als Folge des großen Stresses und der existentiellen Bedrohung für das Kind beinhalten. Diese Verhaltens- und Erfahrungsmuster können diese Menschen dann durchs ganze Leben begleiten. Vor allem in akuten Streß- oder Übergangssituationen werden sie dann ständig wieder aktualisiert.
Auf der psychologischen Ebene finden sich beim St.1-Trauma häufig persönliche Identitätsprobleme. Aber auch Platzangst oder überschießende Reaktionen auf Verkehrsstauungen oder andere Wartesituationen haben hier ihren Ursprung.

Im 2. Stadium geht es um die Rotation des Kindes unter der Geburt, wobei 2a den Anfang und 2b das Ende der Drehung bezeichnet. Hier kämpft das Kind um den Weg, d.h. es wird dabei in eine Richtung gedrückt, in die es sich dreht.
Im Verlauf dieser Phase ist es wichtig, ob und wie leicht der Kopf des Kindes durch das Becken tritt. Das ist abhängig von den jeweiligen Beckenformen der werdenden Mutter. Auch ein Sich-im-Kreis-drehen wie bei einem Korkenzieher oder ein Hin- und Her-Drehen wie bei einem Zick-Zack-Parcour kommt vor. Letzteres geschieht insbesondere bei einem engen Becken und wird von Karlton Terry als Zig-Zag-Birth bezeichnet. Auch diese Spuren bleiben für einen Experten ein Leben lang im Gesicht ablesbar, es sei denn, die emotionalen, psychischen und körperlichen Folgen können gelöst werden.
Zum Stadium 2-Trauma gehören psychologisch große Ambivalenzen und die Unfähigkeit, standhafte, klare und sichere Entscheidungen zu treffen. Abhängig, je nach der Art des persönlichen Rekapitulationsstils, können sich alternativ auch Dogmatismus oder Engstirnigkeit manifestieren oder ein hohes Maß an Widerständen gegen Vorschläge und Neuerungen.
Ein unbewältigtes Stadium 2-Trauma hinterlässt Erwachsene, wie auch Kinder, die sich ständig hin- und hergerissen fühlen, worüber sie sehr verzweifelt sind, und sie wissen oft nicht, wohin sie im Leben gehen sollen.Durch eine sehr differenzierte Wahrnehmung ist es Karlton Terry möglich, anhand des Gesichtsausdrucks, der Körperachse im Profil und an den Körpersymmetrien von Kopf, Schultern und Armen den genauen Geburtsablauf zu rekonstruieren.

Im 3. Stadium ist der Schädel im Verhältnis zum mütterlichen Becken anterior oder posterior. Im 3a-Stadium geschieht der Durchtritt, aber in dieser Phase ist der Kopf noch nicht zu sehen. Der Körper wird je nach Position an den unterschiedlichsten Stellen zusammengedrückt und es gibt manchmal nur wenig Sauerstoff, weil die Nabelschnur zusammengepresst werden kann. Das Baby ist bereits gedreht und das Gesicht wird entweder gegen die Symphyse oder gegen die Wirbelsäule und das Steißbein gedrückt.

Subjektiv wird diese Phase, die sich am ehesten mit dem Bild beschreiben lässt, daß kein Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist, häufig mit Ausweglosigkeit, Aufgeben wollen und großer Müdigkeit beschrieben.
Wenn die Geburt insgesamt sehr schnell geht und es erst in dieser zweiten Durchtrittsphase zu einer Verzögerung kommt, d.h. der Kopf zu sehen ist, aber das Baby über eine längere Zeit noch nicht kommt, dann denkt man zuerst an ein Trauma im Stadium 3b. Optisch ist das an einem auffallend flachen Hinterkopf zu erkennen, der wie eingedrückt wirken kann.

Es ist sehr hilfreich, wenn Hebammen dafür aufmerksam sind und das erkennen können. Sie können die Gebärenden noch mehr in ihrer Intuition stärken und ihnen die für das Baby in dieser Situation optimale Geburtsposition vorschlagen. Oder sie können ggf. einige Sitzungen beim Osteopathen oder Babytherapeuten nach der Geburt empfehlen, um damit den Kindern (und Eltern) viele Schreistunden zu ersparen.
Psychologische Auswirkungen des Stadiums 3b-Traumas sind alle Themen um die Fähigkeit, Projekte zu beenden und sich zu präsentieren. So wie Menschen sich fühlen, wenn sie einen neuen Raum betreten bzw. eine neue Situation geraten (panisch, ängstlich, mutig, forsch), wie sie sich zeigen und ob sie in der Lage sind, Dinge mit Ausdauer zu verfolgen und zu einem guten Ende zu bringen, findet hier seinen Ausdruck. Gerade in diesem Geburtsstadium sind die Babys oft am Ende ihrer Kräfte und kämpfen mit großer Müdigkeit.

Zum 4. Stadium gehören alle Traumatisierungen, die unmittelbar nach der Geburt stattfinden.
Das kann beispielsweise eine zu früh erfolgte Nabelschnurdurchtrennung sein, die vom Kind als Schmerz empfunden wird, das Hineinstechen in die Ferse, um Blut abzunehmen oder schmerzhaftes Absaugen von Schleim (aus Mund- und Nasenhöhlen). Aber auch eine für ein sensibles Neugeborenes inadäquate und von ihm als zu rau oder ruppig empfundene Umgehensweise kann ihre Spuren hinterlassen. Und es ist sehr oft ein Trauma, wenn die Trennung von der Mutter zu lange dauert, was einen Riß in der Beziehung bewirken kann.

Auch das Bonding, welches unter Einwirkung von Narkose nach Karlton Terry nicht möglich ist, mit all seinen Auswirkungen auf das Stillen und auf die Mutter- bzw. Eltern-Kind-Beziehung, fällt in diese wichtige Phase unmittelbar nach der Geburt.

Wenn man sich mit den einzelnen Phasen der Geburt und ihren möglichen Traumatisierungen mit den so lebensprägenden Konsequenzen befasst, liegt es nahe, daß gerade Hebammen und andere Berufsgruppen nach prophylaktischen Möglichkeiten in der Geburtshilfe fragen. Hier ist noch viel zu tun, aber das Interesse an einer praktisch umgesetzten Geburts-‚Hilfe’ und an einer Unterstützung in den originären Geburtsprozess wächst. Das kann ebenso durch die tiefe Empathie mit den Erlebnissen des Babys geschehen, als auch durch die psychologische Unterstützung der Mutter, ihrer eigenen Intuition zu vertrauen und entsprechend zu handeln.

Karlton Terry’s therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen in der Praxis

Bisher wurden die Hintergründe und theoretischen Ansätze rund um die Geburt und die vorgeburtlichen Lebenszeit in Karlton Terry’s Arbeit dargestellt. Es ist notwendig, sie zu verstehen, denn sie sind die Grundlage für seine therapeutische Arbeit mit Traumata aus der prä-, peri- und postnatalen Zeit. Das tiefe Verständnis dieser Zusammenhänge ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie, in der Traumata aufgelöst werden und in deren Folge sich neue und gesunde Muster entwickeln können.

Direkt im Anschluss an eine therapeutische Arbeitssequenz, folgt ein Integrationsprozess, der für Beobachter einer Live-Demonstration häufig sehr bewegend und beeindruckend ist. Er ist erkennbar am Gesichtsausdruck der Babys, die über mehrere Minuten wie abwesend oder in Trance wirken können. Es sieht so aus, als würden sie das Erlebte innerlich verarbeiten und Karlton Terry geht davon aus, daß sich in dieser Zeit neue Nervenverbindungen im Gehirn aufbauen könnten.

Traumata, die aus der Schwangerschaft stammen oder die in der Geburtssituation entstanden sind, lassen sich mittels verschiedener Techniken und Methoden in jedem Alter therapeutisch bearbeiten. Das bedeutet, daß auch Erwachsenen diese Möglichkeit zur Therapie und zur Selbsterfahrung der eigenen Geburt, offen steht.Das ist für viele Berufsgruppen, beruflich wie privat, sehr interessant, denn durch das in der Therapie oder Selbsterfahrungsgruppe Erlebte, wird sich die individuelle Lebenseinstellung mit hoher Wahrscheinlichkeit verändern. Darüber hinaus wird sich die berufliche und soziale Kompetenz und die Empathie vermutlich erhöhen, während sich zeitgleich der persönliche, psychologische Streß reduziert, da die eigene, unbewältigte Geschichte bei der Arbeit nicht mehr berührt wird.

Der medizinische, psychologische sowie heiltherapeutische und pädagogische Bereich ist, aus Karlton Terry’s Sicht, zu großen Teilen professionell mit den Folgen von Geburtstraumata befasst. Gerade hier bietet dieser zusätzlicher Aspekt, in Theorie gelernt und in Praxis an sich selbst erfahren, in vielen Fällen sicherlich einen wichtigen Schlüssel zur Problemlösung.

Nach der eigenen Geburtserfahrung stehen jedem Menschen in einem heilenden Beruf ein zusätzlicher und neuer therapeutischer Blickwinkel zur Verfügung. Dieser kann die Türen öffnen zu einer deutlichen Symptomlinderung oder -beseitigung, die mit anderen Methoden möglicherweise sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen hätte.

An dieser Stelle möchte die Autorin ein Beispiel aus eigener Praxis schildern:
Ein 7 jähriges Mädchen litt an unerklärlichen und stark ausgeprägten Ängsten, die durch zwei relativ kleine Alltagsbegebenheiten ausgelöst wurden. Zum einen wurde vom eigenen Hof des geschlossenen Grundstückes ein Leergutkasten entwendet, ca. zwei Monate später wurde aus dem Auto der Eltern des Mädchens ein Autoradio gestohlen, was das Kind seitdem ununterbrochen, inklusive nächtlicher Alpträume, beschäftigte und worauf das bisher schüchterne, aber lebenslustige Mädchen sich mehr und mehr zurückzog und sich vor vielem zu fürchten begann.
Als Gemeinsamkeit der Angst auslösenden Situationen fiel, unter dem perinatalen Blickwinkel, das gewaltsame Entfernen eines im Verhältnis kleinen Gegenstandes aus einem geschlossenen System auf.
Auf meine Frage an die Mutter, ob das Kind durch Kaiserschnitt zur Welt gekommen sei, brach die von dieser Frage völlig überraschte Mutter spontan in Tränen aus und erzählte, daß sie in der Schwangerschaft per Zufallsbefund eine Krebsdiagnose (Morbus Hodgkin) bekam, und daß unklar war, ob sie überleben würde und daß ihr Kind in der 36. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt entbunden wurde, damit sie eine lebensrettende Chemotherapie beginnen konnte.
Innerhalb von nur drei Sitzungen konnte das Geburtstrauma des Mädchens bearbeitet werden und die Ängste verschwanden.Die Bearbeitung der eigenen Geburts- oder Vorgeburtsgeschichte hat aber noch andere Aspekte, und zwar insbesondere bei den Berufsgruppen, die professionell ständig mit der Begleitung von Schwangeren, Frühgeborenen und Gebärenden befasst sind.
Das Stressniveau kann sich deutlich reduzieren, sobald der eigene Geburtsprozess bearbeitet und mögliche traumatische Elemente bewältigt sind. Der Grund liegt darin, daß die bisher psychisch belastenden Situationen nicht mehr die eigene Geschichte berühren und man nicht mehr wiederholt in einen psychischen Schockzustand versetzt wird. Damit ist ein deutlich mehr entspanntes Arbeiten möglich.

Durch das individuelle Erleben sensibilisierte Professionelle können auch bereits unmittelbar nach der Geburt erste wichtige Hinweise geben, um psychischen Problemen oder Entwicklungsverzögerungen vorzubeugen.
Wünschenswert wäre eine noch deutlich stärkere Einbindung der Ärzteschaft in die praktische Umsetzung des Wissens der Prä-, peri- und postnatalen Psychologie, da ihnen ein besonders breites Spektrum von Möglichkeiten der positiven Einflussnahme zur Verfügung steht.Regressionstherapie bietet die Möglichkeit, die psychologischen Aspekte von traumatischen Elementen der Vorgeburtszeit und der Geburt therapeutisch zu bearbeiten. Gefühle, z.B. von Enge oder Ausweglosigkeit, werden seelisch gespürt und manchmal auch körperlich empfunden. Die Klienten werden dabei allerdings nicht berührt, und es gibt keine körperlichen Stimulationen. Begleitet werden kann der Therapieprozess durch Bach-Blüten. Die Bach-Blüten-Therapie ist hierbei eine gute Unterstützung. Sie ist auch für die Schwangerschaft und die Geburt sehr zu empfehlen, wobei es bedauerlich ist, daß es bisher nur wenig speziell dafür ausgebildetes Fachpersonal gibt. (Thurmann, 2005)Diese beiden beschriebenen Möglichkeiten, um mit Erwachsenen zu arbeiten, benötigen entweder die Sprachebene oder in der Therapie auf der Körperebene eine intuitive Berührung. In der Regression können die Klienten ihre Erlebnisse aus der Geburt oder der vorgeburtlichen Lebenszeit fühlen, spüren und erleben und diese anschließend verbal beschreiben. Einige Methoden der Körpertherapie, um einen therapeutischen Regressionsprozeß auszulösen, lassen sich auch bei Kindern und Babys anwenden.Das therapeutische Prinzip von Karlton Terry, nämlich ein mögliches Trauma aufzusuchen, auszulösen, zu bearbeiten, aufzulösen und diese Erfahrung körperlich zu integrieren, gilt sowohl für Babys und Kinder, als auch für Erwachsene.
Er kreiert eine Situation (z.B. einen Uterus oder einen Geburtskanal, der aus Kissen bestehen kann), die nach der Anamnese, seiner Beobachtung und Palpation sowie seiner Analyse eine Möglichkeit bietet, die traumatischen Elemente einer Geburt erneut zu beleben und in diesem geschützten Therapieraum zu bearbeiten und dabei neue, positive Erfahrungen zu machen. Denn dieses Mal wird das Baby, der erwachsene Klient oder Gruppenteilnehmer von ihm und anderen Menschen mit Empathie und Kompetenz begleitet.

Das Repatterning, das Erschaffen einer heilenden, neuen Erfahrungsmöglichkeit, bildet häufig den Abschluss einer Sitzung. Damit kann, nach Karlton Terry, die Neuverknüpfung neuer Nervenverbindungen geschehen, ein Vorgang, der mit einer Zunahme neuer Handlungsalternativen einhergehen kann.

Die Behandlung von Babys und Kleinkindern mit Geburtstraumen

Es ist Karlton Terry’s Wunsch, den viele Experten mit ihm teilen, so früh wie möglich mit einer therapeutischen Behandlung für traumatisierte Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder zu beginnen. Je früher so ein spezielles Angebot von den Eltern in Anspruch genommen werden kann, desto günstiger ist es für die betroffenen Kinder. Es wäre sehr sinnvoll und begrüßenswert, bereits in den ersten Lebensmonaten damit zu beginnen.

Dafür gibt es mehrere Gründe: zum einen lassen sich absehbare Folgen einer belastenden Geburt, die sich z.B. in Form von lang andauernden Schreiattacken oder stark ausgeprägten Stillproblemen äußern können, bereits im Vorfeld präventiv, bzw. nach den ersten deutlichen Anzeichen in dieser Richtung, gezielt behandeln. Die negativen Folgen können in der Babytherapie aufgelöst und Entwicklungsverzögerungen und andere Folgen könnten häufig ganz verhindert werden. Nur, wer weiß, wie sehr betroffene Babys und Kinder manchmal darunter leiden und vor allem, wie groß der Unterschied nach einer einzigen Behandlung sein kann, ist in der Lage, den hohen Stellenwert, wie das Beispiel zeigt, nachzuvollziehen.
Andererseits ist es ein wichtiges Argument, daß es weniger Sitzungen gibt, je eher mit einer therapeutischen Arbeit bei Geburtstraumen begonnen werden kann.

Beispiel einer Babytherapie von Karlton Terry in Bad Vilbel, im Februar 2005:
Das Baby, ein Junge von vier Monaten, war nicht in der Lage, sich zu entspannen. Er schrie sehr viel, schlief extrem leicht und selten länger als 20 Minuten sowie nachts kaum mehr als eine Stunde ohne Unterbrechung. Das ging so seit der Geburt und die Eltern und auch die ‚große’ Schwester von 4 Jahren litten, ebenso wie das Baby, sehr unter dem allgemeinen Schlafmangel und den Schreianfällen.

Nach nur einer Sitzung (sie wurde auf Video aufgenommen und anschließend im Detail besprochen) schlief der Kleine zuerst 26 Stunden lang, um danach innerhalb von nur zwei Wochen zu einem guten und gesunden Schlafrhythmus zu finden, und auch die Schreiattacken hörten vollständig auf.Im Augenblick stößt dieser Wunsch von Karlton Terry nach einer raschen Behandlungsmöglichkeit bei seiner Umsetzung in die Realität jedoch noch auf einige Hindernisse.
Bisher werden die konkreten somatischen oder psychischen Auswirkungen geburtstraumatischer Aspekte von vielen Fachleuten aus dem Bereich der Geburtshilfe oder später von den Kinderärzten noch überwiegend symptomorientiert behandelt.
Diese Behandlung wird dabei im Allgemeinen nicht in den Zusammenhang von traumatischen Aspekten aus der vorgeburtlichen Lebenszeit oder der Geburt selbst gestellt. Wäre das der Fall, d.h. würde dieser Blickwinkel ebenfalls mit berücksichtigt, würde das Einbeziehen dieser zusätzlichen Informationen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine andere bzw. zusätzliche Behandlungsweise nach sich ziehen und diese möglicherweise sogar verkürzen können.

Die Fachfortbildungen von Karlton Terry, z.B. die Live-Demonstrationen seiner therapeutischen Arbeit bei Babys mit Geburtstraumen und ihrer anschließenden Analyse und Auswertung, bieten hier eine konkrete Unterstützung für eine Sensibilisierung für dieses Thema.
Der eigene, fachliche Blickwinkel wird um diesen prä- und perinatalen Aspekt erweitert, und zwar übergreifend für ganz unterschiedliche Berufsgruppen. Die betroffenen Babys mit ihren Eltern profitieren vom Fachwissen ihrer behandelnden Ärzte, Heilpraktiker, Hebammen, Säuglingsschwestern in den Kliniken sowie ihrer Kinderärzte und Physio- oder Ergotherapeuten in der häuslichen Umgebung.

Auch Craniosacraltherapeuten und Osteopathen können ihr Wissen um die physischen Geburtsfolgen auf den gesamten Körper, aber vor allem auf den kindlichen Schädel, und um die psychischen Dimensionen erweitern. Auch die Details der einzelnen Geburtsphasen mit ihren jeweiligen Entsprechungen auf der psychologischen Ebene stellen eine sinnvolle Ergänzung dar.Ein weiteres Manko ist die Tatsache, daß es bisher nur sehr wenige Babytherapeuten gibt, die den Aspekt des Geburtstraumas als ihren hauptsächlichen Ansatzpunkt in ihrer Arbeit betonen.
Verhaltenstherapeutisch orientierte Schreisprechstunden konzentrieren sich auf die positive Veränderung der Folgen eines möglichen Traumas, das vermutlich in der Schwangerschaft oder in der Geburtssituation selbst seinen Ursprung hat. Auch Still- und Bindungsprobleme, beides eine häufige Problematik nach einer Geburt mit traumatischen Elementen, lassen sich vollständig nur dann auflösen, wenn die Situation des Geboren Werdens in der Anamnese einen noch größeren Stellenwert erhält.

Karlton Terry ist der Meinung, daß sich die Eltern mit ihren neugeborenen Kindern nach der Geburt über den großen Nutzen einer prophylaktischen Sitzung, die allen Eltern gleichermaßen zur Verfügung steht und in Anspruch genommen werden könnte, bewusst sein sollten.
Allein unter prophylaktischen Gesichtspunkten ließe sich mit dieser Maßnahme im Gesundheitssystem sicherlich vieles einsparen.In den Behandlungen von Geburtstraumen bei Babys und kleinen Kindern ist Karlton Terrys Grundhaltung, so wie in seiner gesamten Arbeit, geprägt von Offenheit, Respekt und Empathie.

Offenheit ist ein sehr wichtiger Aspekt in seiner therapeutischen Arbeit. Er weist immer wieder darauf hin, wie wichtig es für (angehende) Therapeuten ist, sich ganz auf das Baby, seine Geschichte und auf die individuelle Art des ‚Erzählens’ einzustimmen. Dazu gehört es auch, mit viel Einfühlung zuzuhören und von ‚eindeutigen’ Interpretationen ebenso Abstand zu nehmen, wie sich nicht auf vorschnelle Lösungsmuster und scheinbare Patentrezepte zu verlassen.

Wenn man offen dafür bleibt, was das Baby aus seiner Sicht und in seiner Weise zu erzählen hat, ist es für Karlton Terry wichtig, zwischen den unterschiedlichen Gründen und Arten des Weinens, die sich vor allem in der Tonlage deutlich voneinander abgrenzen, zu unterscheiden. William Emerson’s Begriff für die Arbeit mit Geburtstraumen, den Terry als einen der wichtigsten von ihm würdigt, ist ‚trauma-crying’

Als Bedürfnis-Weinen (‚needy-crying’) bezeichnet er das Weinen, wenn das Baby ein unerfülltes, notwendiges Bedürfnis ausdrückt. Das geschieht beispielsweise, wenn das Baby Hunger hat, gewickelt werden muss, wenn es Trost, Körperkontakt oder Ruhe und Schlaf braucht.
Das Trauma-Weinen (‚trauma-crying’) ist hingegen der Ausdruck von seelischem Schmerz sowie von den nicht verarbeiteten, zum Teil das Baby überwältigenden, Gefühlen und Erinnerungen an traumatische Geburtssequenzen.
Dieses Weinen ist für die Eltern und andere Erwachsene nur schwer auszuhalten. Die Babys klingen oft nicht nur panisch, hoffnungslos, verzweifelt, wütend oder hysterisch, sondern ihre Körper und Gesichtsausdrücke zeigen diese Gefühle häufig ebenso.
Prof. Stuart Campbell geht davon aus, daß man bereits im Mutterleib (bei 3-D-Ultraschallbildern) am Gesichtsausdruck erkennen kann, ob ein Ungeborenes körperlichen Schmerz empfindet oder wann es sich unwohl fühlt. (Campbell, 2005)Empathie und Respekt sind weitere Schlüssel für die Babytherapie von Karlton Terry, und so ist es für ihn selbstverständlich, sich ohne Worte eine Erlaubnis des Babys einzuholen, mit ihm zu arbeiten. Dabei achtet er außerdem auf seine, durch diese konkrete Situation ausgelösten, Gefühle und bezieht sie in den therapeutischen Prozeß mit ein.

In seiner Babytherapie arbeitet Karlton Terry nicht ausschließlich mit dem Kind, sondern, bei Bedarf, mit der gesamten Familie. Es ist sein Ansatz in der Babytherapie, dem Baby zuzuhören, damit es seine eigene traumatische Geburtsgeschichte ‚erzählen’ kann, dazu bietet er ihm in der Therapiesituation einen geschützten und ‚sicheren Ort’, in denen auch seine Eltern gut begleitet sind. Dann wendet er sich mit seiner vollen Aufmerksamkeit und Empathie dem Baby und seinen Eltern zu, damit der Heilungsprozess beginnen kann.

Das Kind drückt sich auf seine Art aus, z.B. über die Bewegung von Armen und Beinen, aber auch über den Gesichtsausdruck oder die Spannung im Körper. Als aufmerksamer Beobachter nimmt Karlton Terry das gesamte Repertoire des Babys wahr und setzt es in Beziehung zu der Geburtsschilderung der Eltern. Auch Fachleute sind immer wieder erstaunt, wie ausgeprägt Karlton Terrys Fähigkeit ist, exakt zu beobachten. Er erfasst beispielsweise nicht die tretenden oder schlagenden Bewegungen der Arme oder Beine, sondern er differenziert im Detail. Es könnte so sein, daß die rechte Hand zur Faust zusammengeballt ist, während das rechte Bein kraftvoll tritt, der Fuß dabei aber verkrampft ist und das Baby eine flache Atmung hat und seine rechte Schulter verspannt.

Karlton Terry nimmt mit dem Baby Kontakt auf und stimmt sich, äußerlich ganz ruhig und zurückhaltend, mit voller Konzentration auf das Kind ein. Erst dann beginnt er vorsichtig Berührungen anzubieten, kleine Impulse, z.B. fasst er mit einem Finger an die Fußsohle, und wartet erneut ab, was daraufhin geschieht. Karlton Terry sagt, daß es weit über 500 Entscheidungen sind, zwischen denen er in einer einzigen Stunde auswählen muss, d.h. ob und wann und vor allem wo und wie er die Impulse setzt, die eine positive Veränderung bewirken.

Im Verlauf der Sitzungen entwickelt sich häufig ein Rhythmus, der mit einer Welle vergleichbar ist. Das Baby reagiert zunehmend stärker, das kann sich steigern, bis es zu dem beschriebenen Trauma-Weinen kommt, das wie eine Katharsis reinigenden Charakter hat. Nach einigen Minuten klingt es wieder ab, und das Baby kommt aus diesem starken Weinen in einen, für Außenstehende sofort erkennbar, deutlich veränderten und entspannten Zustand, den man besonders gut am Ausdruck der Augen, aber auch am gesamten Erscheinungsbild ablesen kann. Behinderte Kinder verzeichnen nach solchen Sitzungen oft Entwicklungssprünge in ihren Therapien, die vorher kaum denkbar schienen.

Es ist besonders wichtig, die Eltern zu unterstützen und zu ermutigen, den Kindern in ihrer Verzweiflung oder ihren anderen Gefühlsäußerungen zuzuhören und sich nicht (erneut) abzuwenden oder das Weinen mit großer Vehemenz zu unterbinden, dazu kann es auch gehören, das Baby zu stillen, obwohl es nicht hungrig ist. Werden die Eltern ruhig, wirkt sich das spürbar positiv auf den Therapieprozeß aus. Deshalb gehört der andere Teil von Karlton Terrys Aufmerksamkeit in jedem Fall den Eltern und ihrer Geschichte.
Sollte ein Baby während der Sitzung schlafen, nimmt er das manchmal zum Anlass, zuerst mit den Eltern zu arbeiten und sie zu stärken. Und selbst dann beobachtet er bei seiner therapeutischen Arbeit mit den Eltern das Baby im Schlaf und nimmt dessen Bewegungen und Reaktionen auf das Geschehen wahr.

Karlton Terry arbeitet mit Babys, in dem er neben vielen anderen Elementen deren Geburt wie ein Regisseur erneut inszeniert. Vor allem, wenn es Probleme gab, beispielsweise im zweiten Stadium der Geburt (Rotation), aber auch bei einer Sectio, bietet er ihnen die Möglichkeit, schwierige Passagen in der Therapiesituation aus eigener Kraft zu bewältigen. Zum Beispiel kann er bei einem Geburtsstillstand einen Geburtskanal anbieten (aus Kissen oder aus seinen Händen), durch den das Baby sich ohne Hindernisse und frei hindurchbewegen kann. Damit, so vermutet Karlton Terry, können die neuen Nervenverbindungen im Gehirn geschaltet werden, die unter anderem durch diese natürlichen Geburts-Bewegungen ausgelöst sind.

Es ist faszinierend, die Babys in diesem anschließenden Prozess zu beobachten. Karlton Terry spricht von einem Vorgang des Suchens und der Neuverknüpfung, den man den Kindern im Gesicht ablesen kann. Sie schauen oft so, als würden sie nicht verstehen, was gerade mit ihnen geschehen ist. Wie in Trance bleiben sie oft über einige Minuten fast bewegungslos und ihr Blick ist leer und wirkt wie entrückt. Danach haben die Babys eine für die Beobachter deutlich wahrnehmbare Veränderung erfahren. Zum einen ist ihr Blick ist klarer und sie wirken präsenter, konzentrierter und entspannter zugleich. Zum anderen hat sich oft die Stimmung im Raum verändert und die Anspannung ist gelöst.
Nach so einem beschriebenen Prozess kann die Sitzung entweder fortgesetzt oder mit einer Nachbesprechung beendet werden.


Therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen bei Erwachsenen

Karlton Terry bietet seine therapeutische Geburtsarbeit für Erwachsene in Gruppen an, in denen neben dem theoretischen Unterricht jeder die Möglichkeit bekommt, einige der Gefühle seines eigenen Geburtsprozesses in einer sicheren und bewussten Umgebung erneut zu erfahren.

Es ist für Karlton Terry ein inneres Anliegen, und es entspricht seiner Grundhaltung, dabei dafür zu sorgen, daß sich seine Teilnehmer ohne Angst auf dieses tiefe Arbeit einlassen können. Dafür schafft er als eine wichtige Voraussetzung einen ‚sicheren Ort’, in der sein Respekt, seine Offenheit und Empathie dazu beitragen, daß sich seine Teilnehmer emotional gut gehalten fühlen. Auch die gesamte Gruppe unterstützt die Einzelnen während ihrer Regressionen liebevoll und bildet damit, so bezeichnet es Karlton Terry, einen weiteren ‚Container’.

Ebenso wie in der Babytherapie wird die Geburt neu erlebt. Es ist eine absichtsvolle Reinszenierung der ursprünglichen Geburt, die unterschiedlich ablaufen kann. Entweder wird ein Tunnel aus den anderen (stehenden, hockenden oder knienden) Gruppenmitgliedern gebildet, den die Person in ihrem Regressionsprozeß wie den damaligen Geburtskanal durchquert.

Oder es wird, nach einer Anregung oder individuellen Absprache mit Karlton Terry, die eigene persönliche Geburtsgeschichte nachgespielt.
Beispielsweise lässt sich mit Hilfsmitteln, wie große Kissen oder Matratzen, die von den Teilnehmern von hinten abgestützt werden, z.B. ein Uterus nachstellen, in den sich die Person vor ihrem Geburtsprozess hineinlegen kann.

Am Anfang werden zur Einstimmung Bewegungsabläufe als Übungen angeboten, die die Körpererinnerungen aktivieren. Die Teilnehmer können ihre Reaktionen darauf wahrnehmen und die eigenen, nachfolgenden Impulse umsetzen lernen.

In den Regressionen, die jeder Teilnehmer für sich innerhalb der geschützten Gruppensituation erlebt, werden die alten Gefühle, wie z.B. Panik, Wut, Verzweiflung, Ekstase erneut in ihrem damaligen Ausmaß gespürt. Allerdings ist die Person, die diese Emotionen erlebt, nicht länger ein hilfloses Baby, sondern vielmehr ein Erwachsener auf der Suche nach einer erhöhten Bewußtheit und Selbsterkenntnis.

Betäubungen, die die Mutter in der Geburtssituation bekommt, können sowohl für die Mutter als auch für das Kind nach der Geburt massive Auswirkungen haben. Dabei erleben die Teilnehmer manchmal die Abwehrreaktionen des eigenen Körpers, aber auch das Gefühl von Taubheit der Gliedmaßen oder ein innerer Zustand von Lähmung, Abwesenheit oder Erstarrung kann sich zeigen. Viele andere interessante Gefühle tauchen auf.
Auch anschließende Reaktionen sind denkbar, so berichtete beispielsweise eine Neurodermitikerin, daß sich ihr Hautbild nach ihrer Regression, in der sie die Auswirkungen eines Narkotikums sehr stark und als unangenehm empfand, innerhalb von einem Tag (und anhaltend) deutlich verbesserte.

Im regressiven Geburtsprozess können auch die Eingriffe einer Zangen- oder Saugglockengeburt nachgespielt und nacherlebt werden, in deren Folge sind, unabhängig vom Alter der Teilnehmer, manchmal die Eindruckstellen am Kopf der damaligen Instrumente kurzfristig deutlich zu sehen.

Am Ende des eigenen Regressionsprozesses kann jede Person in Ruhe und in Begleitung von zwei ausgewählten Gruppenmitgliedern in einem ‚Nest’, einem ‚guten Ort’ innerlich ankommen. Diese Phase ist sehr wichtig und der erste Teil des ‚Repatternings’. Die alten Wunden können heilen, weil jeder in Liebe und Ruhe in Empfang genommen wird und die Zeit bekommt, die es dafür braucht.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, seine eigene Geburt als ‚Idealgeburt’ so zu inszenieren, wie es hätte sein können oder sollen, d.h. sie zu den individuellen absoluten ‚Idealbedingungen’ stattfinden zu lassen. Kam es z.B. unter der Geburt zu einem Stillstand, könnte die Gruppe einen breiten, gut passierbaren Geburtskanal bilden, durch den die Person dann mühelos wie von allein und leicht ins Leben geht.

Dieses Repatterning ist heilend und befreiend für die Persönlichkeit jedes einzelnen Gruppenteilnehmers. Karlton Terry nimmt an, daß durch diesen psychischen Prozess neurologische Veränderungen im Gehirn stattfinden. Dadurch können sich auch im Alltag die Handlungskompetenzen positiv verändern, so dass neue Muster im Verhalten (z.B. das Ablegen von Zwängen) möglich sind, die vorher zwar erstrebenswert, nicht aber wirklichkeitsnah schienen.

Besonders bei komplikationsreichen Geburten, bei denen sich das Baby hilflos und verletzlich fühlte, kann diese tiefe Selbsterfahrung für die Persönlichkeit sehr aufbauend sein. Durch die empathische Haltung der Anwesenden, aber vor allem durch den diesmal erfolgreichen Ablauf der Geburt, können die Teilnehmer endlich ihre eigenen Ressourcen entdecken und entwickeln.

Karlton Terrys herzliche Menschlichkeit und seine Empathie mit den Kursteilnehmern bewirken, daß man sich zutiefst verstanden und gesehen fühlt. Heilung kann nach diesen tiefen Regressionen deshalb auch auf jeder Ebene stattfinden. Der Körper entspannt nach der anstrengenden Geburtsarbeit, die psychischen Schmerzen des Abgelehntseins oder der Einsamkeit können verarbeitet werden und die Seele findet ihren Weg ins Leben.

Diese Selbsterfahrung verändert jeden Menschen. Auch die Sichtweise vieler Professioneller wird sich deutlich erweitern und dieses hat, neben dem persönlichen Nutzen, auch für die nachfolgenden Babygenerationen weit reichende positive Folgen. Denn durch die eigene Regression sensibilisiert, werden sich Änderungen in der eigenen Arbeitsweise wie von selbst ergeben.

Wer ist Karlton Terry: Sein Weg und seine Hintergründe

Ursprünglich studierte Karlton Terry Kunst und Psychologie an der Colorado Universität. Er arbeitete danach zwanzig Jahre lang erfolgreich in der Wirtschaft.
Bedingt durch mehrere ernsthafte Unfälle kam es in seinem Leben zu einer Wende. Er gab diese Tätigkeit auf und begab sich auf seinen neuen Weg, der ihn zum Studium von ganzheitlichen Heilweisen und naturnaher Medizin führte und ihn ebenfalls in Kontakt mit seinen eigenen Prägungen brachte.

Durch Meditationen und intensive Erfahrungen in der Natur und durch das Lernen bei verschiedenen Lehrern sowie durch Behandlungen mit ganzheitlichen Methoden und mit Homöopathie erwachte eine tiefe Sehnsucht in ihm. Er begann seine Suche nach den Wurzeln, nach dem Ursprung des Lebens und vor allem nach den Prägungen, die er, und jeder Mensch auf seine Weise, auf seinem Weg durch die vorgeburtliche Lebenszeit und durch die Geburt erfahren hat.

Die erste Geburtsregression bei William Emerson beeindruckte ihn tief. Er erlebte an sich selbst die Erfahrung der Geburt (sowie eine spontane deutliche und dauerhafte Verbesserung seiner Sehkraft in unmittelbarer Folge) und fühlte und verstand, wie viel Einfluß dieses Geburtserlebnis sowie die Zeit der Schwangerschaft auf das ganze Leben haben musste.

Er erforschte und studierte die Physiologie und Psychologie des Geburtserlebens ebenso wie die Embryologie. Sein besonderes Interesse gilt noch heute den neurologischen Prozessen, die in der Geburtssituation in Gehirn des Babys wirksam sind sowie den frühesten menschlichen Erfahrungen, die bis hin zur Konzeption zurückreichen.

Karlton Terry erlebte bei Graham Farrant und anderen die Hintergründe über die allerfrühesten Prägungsstadien, lernte bei Franklyn Sills und er wurde über 10 Jahre lang Schüler von William Emerson, der als Pionier der Prä- und Perinatalen Psychologie bezeichnet wird.
Karlton Terry ist einer der wenigen fortgeschrittenen zertifizierten Lehrer von Emerson’s Training Seminaren. Mit ihm gemeinsam kam er für die ersten Aus- und Fortbildungsseminare in die Schweiz, wo die beiden seit Jahren zusammen arbeiten.

Heute gilt Karlton Terry als einer der international am meisten anerkannten Lehrer und erfahrenen Ausbilder für die Prä- und Perinatale Psychologie und Spezialist für die Überwindung von prä- und perinatalen Problemen, einschließlich Trauma und Schock.

Er bietet eigene Fachfortbildungen und Kurse zur Selbsterfahrung an (vgl. das folgende Kapitel), und er zeigt regelmäßig bei Live-Demonstrationen seine therapeutische Arbeit mit Babys und ihren Familien.

Karlton Terry’s Angebote: Seminare, Workshops, Ausbildungen, Selbsterfahrungsgruppen

Die Möglichkeiten, um Karlton Terry’s beeindruckende Arbeitsweise kennen zu lernen, sind ebenso vielfältig und breit gefächert wie sein Angebot, das jeweils unterschiedliche Aspekte seiner Arbeit widerspiegelt.

Sie beginnen mit den allerfrühesten Prägungsmomenten der Menschwerdung, erstrecken sich über die therapeutische Arbeit mit Geburts- und Vorgeburtstraumen, reichen von der Babytherapie, die er zeigt, vor der Kamera demonstriert und im Detail erläutert, bis hin zu Ausbildungen, die er anbietet, um diese Arbeit in Theorie und Praxis zu erlernen.

Darüber hinaus hält er Vorträge über ausgewählte Themen der Prä- und Perinatalen Psychologie und Kurzworkshops vor unterschiedlichem Fachpublikum als Einführungen in seinen therapeutischen Ansatz.

In seinen Baby-Therapie-Workshops zeigt er seine konkrete Arbeitsweise mit Babys. In einer Live-Demonstration arbeitet er mit einem Baby und seiner gesamten Familie, so wie im Kapitel ‚Therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen bei Babys und Kleinkindern’ beschrieben.
Für die Workshopteilnehmer, selbst Babytherapeuten oder aus anderen Gründen Interessierte, ist es häufig sehr berührend zu sehen, wie fein und facettenreich, wie einfühlend und heilend und vor allem, wie schnell wirksam die Arbeit von Karlton Terry ist. Es hinterlässt, so sind die Rückmeldungen, bei vielen Teilnehmern einen anhaltenden Eindruck.Die therapeutische Arbeit mit den Geburtstraumen ist ein weiterer Baustein seiner Angebote. Karlton Terry bezeichnet diesen Selbsterfahrungs-Workshop als Einführungskurs (Introduction-Class).
Dieser läuft über drei Tage und bietet fundierte Theorie, z.B. über die Lageseite der eigenen Geburt oder über die Physiologie und Psychologie der Geburt, die er didaktisch gut und auch für Laien als leicht verständliches Wissen vermittelt. In praktischen Übungen bekommen alle Teilnehmer die Gelegenheit, Facetten ihrer eigenen Geburt, wie im entsprechenden Kapitel beschrieben, zu erleben. In intensiven Tiefenregressionen, die in einem gut geschützten Rahmen stattfinden, können eigene geburtstraumatische Schlüsselerfahrungen gemacht und anschließend integriert werden.

Mit seinem Foundation-Course bietet Karlton Terry nun auch in Deutschland einen dreijährigen Ausbildungsgang an.
Er findet zweimal im Jahr (März und November) für jeweils 6 Ausbildungstage statt und als Beginn ist der 01.-06. März 2006 geplant. Der Seminarort wird in der Nähe von Münster sein. (Informationen: I.-M. Thurmann, Tel.: 06101 – 87 879; e-mail: mail@praxis-thurmann.de, www.praxis-thurmann.de).
In der Schweiz werden schon seit Jahren Foundation-Kurse, bisher meistens von William Emerson und Karlton Terry gemeinsam, angeboten. Der nächste Kurs in der Schweiz, der von Karlton Terry allein geleitet wird, beginnt im November 2006 (Informationen: Patricia Rudman, Tel.: 0041-61-703 13 26; e-mail: patricia.rudman@bluewin.ch). Karlton Terry wird auch weiterhin Kurse mit William Emerson zusammen geben. (Informationen: Markus Fischer, IBP-Institute, Tel.: 0041-52-212-3430; www.ibp-institut.ch)

Karlton Terry ist ein Pionier auf dem Gebiet der allerfrühesten menschlichen Prägungen. In seinen TAOS-Embodiment Residentials (Taos ist ein Ort in New Mexico, USA), die sich besonders eingehend mit diesem Thema beschäftigen, bezieht er die Sperm-Journey, Egg-Journey und die Zeugung mit allen psychologischen und spirituellen Einzelheiten in den Heilungs- und Selbsterfahrungsprozess seiner Gruppen ein.

In einem Zyklus von vier aufeinander aufbauenden Seminaren bietet er die Reise des Spermiums, Sperm-Journey, und der Eizelle, Egg-Journey, als ersten und zweiten Teil an. Die Konzeption bildet den dritten und das synchronisierte Feld der Seele während der Konzeption, das sich in die Gene bewegt, bildet den vierten Teil. Diese Seminare finden seit Oktober 2004 einmal jährlich in der Nähe von Münster statt (Infomationen: M. Overdick, Tel.: 0251-260 225; e-mail: m.overdick@web.de).
Sie werden bereits seit einigen Jahren regelmäßig in der Schweiz (Informationen: Markus Fischer, IBP, Tel.: 0041-(0)52-212 3430) und natürlich in Amerika in Taos, New Mexico (Informationen: Kathryn Rankin Kier, Tel.: 001-719-256 4487) angeboten.


Für wen sind diese Angebote geeignet ?

Die Angebote sind für Personen aus vielen Berufsgruppen geeignet.

Insbesondere aber für diejenigen, die mit Schwangeren, Müttern, Babys oder Kindern arbeiten. Besonders zu erwähnen sind hier Kinderärzte, da sie nach der Geburt die Babys kontinuierlich und über eine lange Zeit begleiten. Eine Sensibilisierung für die vielfältigen möglichen Folgen von geburtstraumatischen Aspekten hätte hier besonders positive Auswirkungen.
Aber auch Frauenärzte, Hebammen, Stillberaterinnen, Psychologen, Psychoanalytiker, Säuglingsschwestern, Körper- und Psychotherapeuten, Osteopathen oder Craniosacraltherapeuten, Heil-/Sonderpädagogen oder Physio- und Ergotherapeuten gehören in den Kreis der Professionellen, die von dem Fachwissen und den Selbsterfahrungen profitieren können.

Vor allem ein Perspektivenwechsel über die Selbsterfahrung der eigenen Geburt wäre sicherlich für viele ‚Professionelle’ interessant und sowohl beruflich, wie auch persönlich, sehr bereichernd.

Diskussion: Das Besondere in Karlton Terry’s Arbeit

Karlton Terry ist weder Psychologe noch Arzt, und dennoch ist seine Arbeit Körpertherapie, Psychotherapie und Seelentherapie in einem!
Das körpertherapeutische Nacherleben und Befreiung des Traumas mit seiner anschließenden Verarbeitung ist die Voraussetzung für die Gesundung. Die Heilung findet aber ebenso durch die verbale, körperliche und mentale Berührung und vor allem durch das Raumgeben für die Emotionen und eingeschlossenen Traumata statt.

Die Klienten, mit denen er arbeitet, unabhängig, ob es sich um Einzelarbeit mit Babys oder um Gruppenarbeit mit Erwachsenen handelt, dürfen ‚sein’, und in allem, was passiert, liegt eine wohlwollende Akzeptanz und Empathie, Faktoren, die nicht unwesentlich zur Heilung beitragen.

Insbesondere bei Babys ist es deutlich zu sehen, wie gut es ihnen tut, wenn ihnen zugehört wird, und wenn das Baby seine eigene, oft traumatische, Geburtsgeschichte ‚erzählen’ darf und das Erzählen, oft in Form des Weinens, mit dem Schnuller oder anderen Dingen nicht unterbunden wird. Und es ist genauso wohltuend, wenn sie in diesem Prozess neutral und doch liebevoll begleitet werden.
Ebenso wichtig ist es, daß ein Therapeut wie Karlton Terry offen bleibt, und nicht gleich eigene Lösungen parat hat oder sie dem Baby oder der Familie überstülpt. Auch viele seiner Bewegungsimpulse sind wie Einladungen, dem das Kind folgen kann oder auch nicht.
Das ist für alle, die diese Prozesse in einem Babytherapie-Seminar mit Live-Demonstrationen oder bei eigenen Geburtsregressionen miterleben durften, sehr berührend. Denn jeder hat eine eigene Geburtsgeschichte, die in den Sitzungen mit Teilaspekten berührt wird oder die beim eigenen Heilungsprozess für die anderen Gruppenteilnehmer sichtbar ist.

Auch bei der Gruppenarbeit mit Erwachsenen ist das Erforschen des eigenen speziellen Traumas in einem gut geschützten Raum auf der körperlichen Ebene die Voraussetzung für den Heilungsprozess. Und es ist Karlton Terrys pädagogisch-didaktischer Fähigkeit zu verdanken, diese Vorgänge auch in der Theorie so verständlich zu vermitteln, daß sie für die Teilnehmer auf der mentalen Ebene ebenfalls nachvollziehbar sind.
Daß er ‚mit offenem Herzen’ unterrichtet, ist für die Teilnehmer schnell spürbar, so daß sie das Gelernte auf einer unbewussten, körperlichen Ebene ebenfalls aufnehmen können.

Die Veränderungen seiner Klienten und Teilnehmer sind damit, der Erfahrung nach, tief greifend und dauerhaft, weil sie auf allen Ebenen nacherlebt, verstanden und verarbeitet werden können.

Viele Lebensmuster und Störungen oder ständige Wiederholungen von existenziell bedrohlichen Krisen ergeben allerdings oft erst unter einem noch deutlich erweiterten Blickwinkel einen Sinn. Laut Karlton Terry und einiger anderer Experten ist beispielsweise der Bereich der Zeugung die psychologische Basis für die vorgeburtliche Lebenszeit. Und es scheint möglich zu sein, auch diese allerfrüheste Entwicklung im Rahmen von Selbsterfahrungsgruppen zu erkunden. (Vgl. Kap. ’Karlton Terry’s Angebote’)

Bei Karlton Terry wird in seiner Gruppenarbeit, ebenso wie in der Einzeltherapie, ‚Heilung von Anfang an’ wörtlich genommen. Das mag einer der Gründe sein, warum seine Arbeit auch von Fachleuten wie William Emerson, Dr. Ludwig Janus, Dr. Franz Renggli, Diplom-Psychologe Joachim Lichtenberg oder Dr. Peter Schindler als einzigartig und eindrucksvoll beschrieben wird und ungeteilte Anerkennung erfährt.

Neben dem fundierten vermittelten Fachwissen entsteht in den Gruppen in kurzer Zeit eine Atmosphäre, die geprägt ist von tiefem Respekt vor dem Leben und seiner Entstehung.

Genau an dieser Stelle sind alle Fachleute gefragt. Denn nur sie können mit diesem Wissen durch sofortiges Handeln und das Halten der Empathie während der Geburt, mit gekonnten Interventionen oder danach durch die schnelle Vermittlung an ausgebildete Babytherapeuten viel Leid lindern und späteren Problemen vorbeugen.

Literaturverzeichnis:
Cambpell, Stuart: Schau mal, ich wachse. – Köln: Vgs-Verlag, Egmont, 2005. (S. 94)

Cramer, Bertrand: Frühe Erwartungen: unsichtbare Bindungen zwischen Mutter und Kind. – München: Kösel, 1991. (S. 50)

Janus, Ludwig: Wie die Seele entsteht. – München: dtv, 1993.

Die neuen Baby-Therapien/ Hrsg. Thomas Harms.- Berlin: Leutner-Verlag, 2000.
Pränatale Psychologie und Psychotherapie/ Hrsg. Ludwig Janus. – Heidelberg, Mattes-Verlag, 2004.

Terry, Karlton: The V Stages of the Sperm-Journey: and certain psychological themes and consequences. – Mexico: edicolibri, o.J.

Terry, Karlton: Repatterning Prenatal Limitations and Umbilical Affect. In: Intern. Journal of Prenatal and Perinatal Psychology and Medicine Vol. 14 (2002), 3/4

Thurmann, Ilka-Maria Thurmann: Bach-Blüten in der Geburtshilfe. In: Hebammen-Info 01/2004, S. 26 ff.

Thurmann, Ilka-Maria: Bach-Blüten in der Geburtshilfe: ein Lehrbuch für Hebammen. – Frankfurt/M.: Mabuse-Verlag, 2005.

Thurmann, Ilka-Maria: Die therapeutische Arbeit mit Geburtstraumen – nach Karlton Terry. In: Die Hebamme 03 oder 04/2005.

Verdult, Rien: Bibliographie of Prenatal and Perinatal Subjects. – Belgien, 2004.

Autorin: Ilka-Maria Thurmann, Jg. 1958, Diplom-Pädagogin, Praxis für Pädagogische Psychologie, Frankfurter Straße 198a 3, 61118 Bad Vilbel, Tel. 06101 – 87879, E-Mail: mail@praxis-thurmann.de, Internet: www.praxis-thurmann.de
Arbeitsbereiche: Arbeit mit Geburtstraumen für Menschen in jedem Alter sowie psychologische (Risiko-)Schwangerenbegleitung, Babytherapie, Schreibaby-Beratung und ‚Erste Hilfe‘ bei Bindungsproblemen, Eltern- und Erziehungsberatung, Bach-Blütentherapie, Gesprächs- und Regressionstherapie für Erwachsene, Schwerpunkt: Geburtstraumen

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Healing from the very beginning:
Karlton Terry’s therapeutic work with birth trauma

By IlkaMaria Thurmann
Translated by Pete Hetherington, 08.05.2005


1.) Introduction to Karlton Terry’s working methods: personal attitudes and techniques used

The time is ripe for Karlton Terry’s therapeutic work with birth trauma.

Internationally, Karlton Terry is one of the most highly recognized teachers and experienced therapists for pre- and perinatal psychology. He studied under and worked for more than 10 years with William Emerson, who is known as the pioneer of the pre- and perinatal psychology. Karlton Terry is one of the few certified trainers of Emerson’s work.

In the last few years this concise method of dissolving birth trauma, in its compactness new to us in Europe, has been introduced from America. So far this therapy has been taught in the last years in theory and with practical exercises only by William Emerson and Karlton Terry in Switzerland, where it is acknowledged as a medical specialized training. There is such an interest on the part of specialists concerned with pregnancy and birth that every course is offered in two parallel groups.

Due to the commitment of Dr. Ludwig Janus, President of the ISPPM (International Society of Prenatal and Perinatal Psychology and Medicine), this touching, very successful way of working therapeutically with pre- and perinatal trauma has arrived in Germany.
Karlton Terry introduces himself and his entire spectrum in seminars, baby therapy workshops with live demonstrations, courses in self experience of one’s own birth as well as a three-year training course (beginning in March 2006) in different locations in Germany.

It is not easy to describe this therapy method because there is nothing like it yet in Germany. (Harms, 2000) Karlton Terry’s therapeutic method uses accurate simulation to release traumatic birth experiences in babies and children, in order to make them ‘re-experiencable and releasable’ and thus heal the child’s trauma and provide it with new behavioural options.

Perhaps his work is so impressive and effective because it combines body therapy, psychotherapy and soul therapy.
During a session and also in his groups he works on several levels at the same time. This principle applies to all his work whether with babies or with adults in self experience or training groups.

Karlton Terry understands how to first release traumatic birth experiences in people, in order to make them re-experiencable and to free the traumatic elements. And, at the same time, he supports the people in processing these traumas long after the birth and to develop new, appropriate behavioural patterns for themselves.

Karlton Terry’s therapeutic work is a combination of many different elements. Its basic premise plays a substantial role, being the basis which enables deep healing.

His personal attitude is distinguished by openness, respect and empathy for the person vis-à-vis.
A vital slogan for him is: Empathy heals! (Karlton Terry, 2005). The prerequisite for healing, even more important than techniques is that this empathy, and thus a " heart connection", is created to the client, to the baby and its family or to an entire group who at that moment are in a self experience process.

Looking at the application of his therapeutic techniques shows that in his meetings Karlton Terry makes use of special methods, which have been either enhanced or partly developed himself, such as palpation,’accurate simulation’, techniques of shock treatment and Repatterning, which takes years to master.

Palpation refers here to touching the body or exploring the energy field around the body, for example to get information about the skin tones. He can also feel energy blocks or places with inadequate energy, without touching the skin. This special sensitivity, mastered by many osteopaths or craniosacral therapists, enables a much more exact perception of parts of the body in which tensions or blocks are to be found, thus creating a kind of map of the course of the birth and birth trauma.

Accurate simulation describes above all actual hand positions, with which those places on the head are pinpointed and stimulated which were exposed to particular pressure at birth. It is a gentle, activating technique, which can re-animate shocks and traumatic impressions first occurring at birth so that they can be worked on therapeutically and released from the somatic and psychological system.

In his shock treatment the places are found through palpation, triggered by exact hand positions and then treated accordingly.
Karlton Terry speaks of a ‘shock pool’. With poly-traumatised people he assumes that beneath every birth trauma is one from the prenatal period and even deeper the impacts of conception.

Karlton Terry continues to research birth neurology, which is also of interest to midwives, paediatricians, psychiatrists and neurologists. Part of his method is to enable the creation of new neurological links through the intentional stimulation of the individual birth situations and the release of neurological densities which reduce consciousness.

These links are for example the prerequisite that, after the treatment, children are able to move in a way which before therapy was not possible despite intensive physiotherapy. Handicapped babies and children also profit from this treatment, because following treatments great progress can often be registered in their physiotherapy or ergo therapy.

Repatterning is the creation of a new, healing pattern. Following a session meeting or a self experience everyone can benefit from the healing process.
After the successful processing of traumatic birth elements, when the tensions have been released, the clients get the opportunity to experience again the difficult situation (e.g. being stuck during the birth) but this time the way it should have been (a smooth, easy passage free of fear and panic).
This offer, which is also conducted with even very small babies on the physical level, for example, is definitely an important key to healing, resulting in the extension of one’s own individual potential and gives adults and children alike new freedom of movement (e.g. free from fear) for their actions and behavioural patterns.



2.) Karlton Terry’s theoretical concepts concerning birth mode, birth trauma and their consequences

With regard to birth trauma and its psychological effects it is very important for Karlton Terry to include pregnancy and birth as a crystallization point of this very first period, as the middle of an hourglass. It is indispensable for him to incorporate the background situation of the pregnancy into his anamnesis and work.
According to experts who deal with pre-, peri- and postnatal psychology it is because of this physical reason, nearly every birth is traumatic and there are many others causes of traumata.
But independent of the time of the birth, all specialists in the field of pre-, peri- and postnatal psychology agree that most births contain traumatic elements for physical reasons,.

During human evolution humans developed the ability to walk upright and their brains increased in size rapidly, resulting in a discrepancy between the narrower hips of the women and the wider head of the baby. (Janus, 1993) With each strong contraction the pressure on the child’s head against the cervix, which is not yet completely open, can reach very high pressure. According to the experience of obstetrical nurses the danger of injury is even greater for premature babies with smaller heads since the brain is less protected because the bones of the cranium are thinner.
At no other time in life does the human body produce as much adrenalin as at the time of birth. Neither are there so many impacts on the brain as during the hours of birth. According to Karlton Terry these neurological processes are very important, because the prenate has 1 billion neurons, which are actively forming connections resulting in programming actions during the hours of birth. Such connections as the baby negotiates the pressures and transitions of birth create a template programming impressions and responses, which affect the brain and the baby’s behaviour. It is a kind of programming induced by the formative experience of birth which, like a template, influences and develops the brain and the behavioural patterns of the babies




The influence of the birth mode
From a psychological point of view complications at birth can be traumatic for completely different reasons.
Among these Karlton Terry includes forceps deliveries and the use of the vacuum extractor, the application of drugs or labour-forcing and labour-reducing medicines and every caesarean delivery, independent of their indication.


He assumes that every human intervention changes, influences or even interrupts the natural birth process. He is of the opinion drugs administered under the birth have a negative effect on the peri- and postnatal bonding between the mother and her newborn child and also on the breastfeeding and bonding relationship. If the baby comes anaesthetized or in an "energetical" or mental shock into the world, it is not able to bond positively as it cannot follow its instinctive bonding patterns. The psychological aspects of the bonding problems play a large role here because the dance between mother and child through the interventions under birth cannot be initiated naturally. (Cramer 1991) Possible consequences may include irritations of the babies or breastfeeding and sleeping problems.


Only a few of all hospital births take place without interventions, whereby Karlton Terry’s interpretation of interventions is very comprehensive. The reasons will not be discussed here but the effects and consequences for the child or for the mother are becoming evident to those who are oriented to the human connection rather than seduced by the amazing array of medical technologies. Terry says: "Be more human, if you do use techniques". (Karlton Terry, 2005)


The dosage of every anaesthetic and each remedy-aiding restraint or introduction was computed in the past on the body weight of the mother. This is however not suitable for babies weighing approx. 3 kilos and the baby felt the effects because the placenta only slows down, but does not filter completely, the blood content. In modern-day obstetrics great efforts are being made to counteract these negative effects with more awareness of the dosage required.


In regressions with adults it is often impressive and, at the same time, harrowing how powerfully anaesthetics can affect the baby under the birth. Just as the baby is in the most strenuous, stress-intensive and psychologically formative situation of its entire life, the support of the maternal labour pains is missing, unexpectedly and, for the child, for no apparent reason. If the mother is under drugs, a paralysis for both the mother and the baby takes place during the birth struggle which stops, confuses, intoxicates and disorients all activity and foils the baby’s own efforts and any success. For the personality a momentous outcome: "No matter how hard I try, I cannot reach my goals on my own because that is my experience". It is not surprising that such an experience of one’s own debility and powerlessness in this highly sensitive time can also negatively influence one’s own self-confidence.


The mother has great physical pain under the birth. The baby however has probably even more physical pain but it is invisible, as well as somatic, emotional and psychological pain, since its mother ‘disappears' as a result of the medicine and the baby feels left alone. From regressions it is known that applying drugs can be very painful for the baby. Clients have described it as "it burns like fire" or "it shoots into my belly and my head so quickly that I’m afraid it’s going to burst".

According to Karlton Terry, the impacts on future life patterns are influenced by the frequency and the exact timing of giving drugs during the birth process. He differentiates between birth phases and how often a medicament is given, for example in the second rotation phase or in the third stage of the birth and then makes the connection to difficult behavioural patterns, e.g. problems in the ability to orientate or present oneself. (compare the following chapter).

The psychological consequences of a forceps birth are reflected in later life patterns which correspond to one’s own birth. At the end of the birth, and thus often at end of one’s strength, help comes from outside, this is what one’s own personal experience has shown. For example this could be a person who loses energy (e.g. during an examination or a house relocation) and can not bring things to an end but who always needs another person (often a life partner, teacher or a coach) to finish things off. When the birth process trauma is reactivated later in therapy, even in the case of adults, the marks of the forceps can sometimes be seen in the face.

In Germany caesarean births now constitute 20 % of all hospital births. In the USA this figure is nearly 25 %. In Mexico, where Karlton Terry has helped to found a "Clinic for Pre- and Perinatal Psychology and Bonding", it is over 60 % (in hospitals). In baby therapy he works with many children whose symptoms range from colic (unexplained frequent crying), ADS, substantial movement deficits to bonding disorders.
Many of his cases are documented on video as some successes would otherwise hardly be believed.


These impacts during birth remain unprocessed in the psyche, for example, whether they have felt supported by their mother or - through drugs or fear – have felt emotionally abandoned by her. The subjective experience, (e.g. whether one felt positively supported by the mother or deserted, perhaps due to anaesthetics or fear), is also formed by the birth experiences. This experience pattern (e.g. whenever I feel bad, I feel really deserted) reappears in difficult life situations without any understanding of the causes. Karlton Terry thinks, that the way people enter a new area with strangers (a new job, a new group, a lecture in an unknown building) or how they discover in their individual way their world may be compared to the subjective birth experience.


People develop strategies to enable them to deal with their traumatic experiences. In which birth stage or stages the strongest negative impact occurred frequently shows in typical action patterns or it can be recognized in their behaviour. It is interesting that, after dissolving their own birth traumas in therapy, adult clients change or drop their strategies or use them as one of many conscious choices because they are no longer necessary in the existing form.

Patterned behavior can be shown as constantly repeated recapitulations through avoidance behavioural patterns to strong compensatory abilities or automatic response systems which are not processed by the higher consciousness.
An example of this - a trauma during the rotation state can show in substantial orientation problems. The behavioural variant would show a recapitulation that a person who drives a car constantly loses his orientation. The avoiding person would try to drive with somebody else or find other ways of reaching his destination. The avoidant compensatory type would know his way around perfectly because he has noted or learnt every meter meticulously so that driving in the ‘wrong’ direction simply cannot occur.



2a.) The individual birth stages and their psychological effects, with different traumatic causes


The question arises, in which birth stage a trauma developed, how it can be recognized and which actual short and long-term effects are possible. It is particularly interesting, especially for all professionals, to find answers to these questions. The focus is not only on the psychological factors, such as the bonding quality, apathy or fears, shame or self-esteem, but also on physical characteristics, like pronounced hyper- or hypotonic muscle tones, hyper-excitability or strong asymmetries, like torticollis and certain cranial expressions.


Essentially, Karlton Terry differentiates between four stages of birth, which he studied under Emerson (who was accompanied by Franklyn Sills in the early days when these stages were first explored). These are stages (St.) 1a and 1b, 2a and 2b, 3a and 3b and 4.

In stage 1 the lie-side of the face appears at the start of the birth. The lie-side is the one which must bear the most and the strongest pressure in this transit phase. A specialist can recognise this by analysing posture and comparing the two sides of a face

In a trauma at stage 1a the cervix is still firmly closed and strong contractions press the child’s occiput and os pariatal against it. Even in adults this trauma can still be recognized optically by the profile of the forehead. In stage 1b the cervix opens, the cranium descends but the passage is stopped by the position of the sitz bones (ischial spines).

Emotional perinatal reaction patterns to a trauma in this phase can include rage, then depression or shame and lastly submission as a consequence of the enormous stress and the life-threatening situation for the child. These behavioural patterns and dramatic experiences can accompany these people their whole lives. Particularly in acute stress or transition situations it will be repeatedly and constantly updated.
On the psychological level personal identity problems are frequently found in people with the St.1 trauma. Besides fear, claustrophobia or extreme reactions to traffic back-ups or other situations calling for people to wait often have their origins in this stage.


The second stage describes the rotation of the child under the birth. 2a designates the beginning and 2b the end of the rotation. Here the child struggles with or is pushed into which direction to turn.
During this phase it is important to ascertain whether and how easily the child’s head passes through the maternal pelvis, which can have different (narrow or wide) forms.

A circular movement, like a corkscrew, or a movement back and forth, like a ‘zig-zag-parcours’, which Karlton Terry calls ‘zig-zag birth’, can also happen. For an expert these marks are discernible in the face and they remain a life long – unless the emotional, psychological and somatic adhesions can be released.

Psychologically a strong ambivalence and an inability to decide are typical symptoms of stage 2. Alternatively depending upon the recapitulation style of the person, dogmatism and narrow mindedness can manifest.
Unresolved stage 2-trauma leaves adults and children feeling constantly indecisive and quite desperate as they often do not know where they are heading and where to go in their life.


In the third stage the cranium is anterior or posterior, which a specialist can recognize by comparing the two halves of the face as well as posture.

With his sharp awareness Karlton Terry is able to reconstruct the exact course of birth on the basis of the facial expression, the body axis in profile and the body symmetries of head, shoulders and arms.
In stage 3a the transit occurs, but the head can not be seen yet. The body is squeezed at different points depending on the position itself and there is sometimes reduced oxygen because of umbilical cord compaction. The baby has already turned and its face is pressed either against the symphysis or against the spine and the coccyx.
This stage, like the metaphor that no light is to be seen at the end of the tunnel, is often described subjectively as hopelessness, submission and overwhelming tiredness.

If the birth is quick and there is a hold-up only in this phase, i.e. the head can be seen but the baby doesn’t come for a long time, it is a stage 3b trauma. This can be seen posterior. Sometimes the back of the baby’s head can be remarkably flat. It is very helpful if midwives are aware of these problems so that they can suggest optimal foetal position for the mother giving birth or they can recommend several meetings with an osteopath or baby therapist.
The psychological effects of stage 3b traumas are often connected to the ability to finish projects and to present oneself. How people feel when they enter a new space or a new situation (panicky, afraid, courageous, open), how they present themselves and whether they are able to follow things through with staying power and bring them to a successful conclusion. It is just in this stage of the birth that the babies are often at the end of their strength and fighting against exhaustion.


The stage 4 birth stage includes all trauma which take place immediately after the birth.
This could be cutting the umbilical cord too early so that it was felt by the child as pain, stabbing of heels to obtain blood, painful suction (of oral and nasal passages) or a handling which is too rough and inadequate for the newborn sensibility. A trauma often occurs if the separation from the mother is too long, which can cause a split in the close relationship. According to Karlton Terry the bonding (which is impossible under the effect of drugs), with all its effects on a good mother and child relationship occurs in this important phase immediately after the birth.

If one is dealing with the individual birth stages and their possible trauma with their accompanying impacts, it is logical that especially midwives and other professional groups look for preventive ways in practical birth assistance. There is still a lot to be done in this field, but interest is growing in finding a more sensitive ‘birth-aid’ i.e. in supporting the natural birth process by having empathy for what the baby is experiencing and by supporting the mother in trusting her intuition.



3.) Karlton Terry’s therapeutic work with birth trauma in practice


So far the background and theoretical concepts concerning the birth and the prenatal lifetime in Karlton Terry’s work have been described. It is necessary to understand these since they are the basis for his therapeutic work with trauma from the pre-, peri- and postnatal time. A profound understanding of these concepts is the prerequisite for successful therapy in which trauma are released, resulting in new and healthy patterns.

Immediately after a therapeutic work sequence, there is an integration process which is often extremely moving and impressive for the observers of a live demonstration. This integration process can be seen in the facial expression of the babies who may appear to be absent or in a trance for several minutes at a time. It looks like they are processing what they have experienced inwardly and Karlton Terry teaches that during this time new neural connections in the brain are being created.


Using different techniques and methods it is possible, at any age, to treat trauma from the prenatal lifetime and birth. That means that adults also have this opportunity.
This is particularly interesting for many professionals both personally and professionally. Accompanied by the therapist the re-experienced birth experience will in all probability change the personal attitude. Enriched by this experience both the empathy and the social authority increase while stress (i.e. around other births) decreases.

In Karlton Terry’s opinion, for the medical, psychological, remedial teaching and paedagogical fields which, to a great extent, are involved professionally with the consequences of birth trauma, this additional aspect offers an important key to problem solving, both theoretically and from their own personal experience.
As an additional and new therapeutic viewpoint available to those who have had their own birth experience, doors can open to an alleviation or removal of symptoms which, with other methods might possibly have taken a great deal of time.

At this point the writer would like to describe a case-study taken from her own practice:
A 7 year-old girl was suffering from strong, inexplicable fears which were brought on by two relatively minor everyday incidents. An empty drinks crate was taken from the family’s courtyard. About two months later a car radio was stolen from her parents’ car. This occupied the child incessantly and she was plagued by nightmares. The girl, until then shy, but fun-loving, increasingly withdrew and began to show many different fears.
A common feature of the situations causing the fears, from the perinatal viewpoint, was evidently the forcible removal of a relatively trivial object from a closed system.
When I asked the mother whether the child had been born by caesarean she was completely taken aback by the question and burst into tears. She said that in her pregnancy she had been diagnosed accidentally as having cancer (Morbus Hodgkin), and that it had been unclear whether she would survive. Her child was delivered by caesarean in the 36th week so that the mother could begin the life-saving chemotherapy.
Within three meetings the girl’s birth trauma could be processed and her fears disappeared.

However, processing one’s own birth or prenatal trauma has another aspect which is particularly pertinent to those who in their professional lives are permanently involved in accompanying pregnant women, premature births and women under birth.
The stress level can be reduced greatly as soon as one’s own birth has been processed and potential traumatic elements have been solved. Once professional people have discovered and processed their own birth trauma, they don’t go into their own stress while working. They are no longer affected by their own mentally stressful birth situation and no longer placed in a mental state of shock. This allows them to work in a much more relaxed, conscious and empathic manner.
During the postpartum support in the childbed, well-trained, conscious and sensitive professionals can already give important recommendations in order to prevent psychological problems or development delays.
It would be desirable if doctors felt more committed to the practical application of pre-, peri- and postnatal psychology, since they would then have an exceptionally wide range of potential positive influence at hand.


With adults it is possible with the method of regression-therapy to process the psychological aspects of a trauma. Feelings of being constricted or hopelessness are felt mentally and sometimes even physically. In this process the clients are not touched and there is no physical stimulation.

Bach-Flowers-therapy can be recommended as a therapy support in every case. It is an additional alternative if used during pregnancy and under birth in order to prevent and later to heal trauma. After the birth the appropriate remedy helps the mother and her newborn child to regenerate more rapidly, as well as when processing traumatic situations. (Thurmann, 2005)

Both above-mentioned methods, when used in adult therapy, require the spoken word or intuitive body contact. The clients feel and experience in the regression their own birth or prenatal experiences, in which they can feel their sentiments and describe them verbally. There are also body therapy methods, where clients are led into a regression process, and these can sometimes be used with babies.


Karlton Terry’s principles however apply to adults and children equally. Following exact observation and detailed anamnesis a setting is created (i.e. like a birth-canal or a uterus) in order to experience and work therapeutically in a secure situation on traumatic aspects of one’s own birth again - this time however with empathy and competence and ending with a positive experience -.

An important aspect in Karlton Terry’s work is the 'repatterning', which often is the end of the session. This forms a new curative pattern, which creates millions of new or different connections between neurons and an expansion of the activity patterns and alternatives.



3a.) The treatment of babies with birth trauma


It is particularly positive for newborn babies and infants to work wherever possible therapeutically with birth traumas from the earliest stages in such a way that negative consequences can be avoided and development delays prevented. Karlton Terry shares this wish with many experts. The earlier parents can avail themselves of such a special offer, the more the children will benefit. It would be very useful and positive to start with this, when called for, in the first weeks of life.

There are several reasons for this. Foreseeable consequences of a difficult birth (long lasting crying or breastfeeding problems) can be treated at the outset or following the first signs indicating these. The negative effects could be resolved in baby therapy thus preventing development retardations and their consequences.
Conversely it is an important argument that very few sessions are needed when therapeutic work with birth trauma can be started early.
Only someone who knows how much the babies and children affected sometimes suffer and who can see how big a difference a single session can make is able to appreciate the value of this. Example of a baby therapy conducted by Karlton Terry in Bad Vilbel in February 2005:
The baby, a 4 month-old boy, was not able to relax. He cried excessively, slept very lightly and rarely more than 20 minutes during the day and at night one hour’s sleep without an interruption was usual. This had been going on since birth and both the parents and the 4 year-old sister were suffering as much as the baby from lack of sleep and these crying attacks.
After only one session, which was recorded on video and then discussed in detail, the boy slept for 26 hours and within only two weeks he found a healthy, beneficial sleeping rhythm and the crying attacks also stopped completely.
So far Karlton Terry’s wish for rapid treatment has come up against obstacles.
Specialists from the fields of obstetrics and, later, paediatricians still treat the physical and mental effects of birth trauma mostly according to symptoms.
In general this treatment does not take into account the traumatic aspects of the prenatal lifetime or the actual birth. If this were the case, the inclusion of this additional information would most probably result in a different, supplementary and more effective method of treatment Karlton Terry’s specialised courses, (including live demonstrations of his therapeutic work with babies with birth trauma and the subsequent analysis and evaluation) offer guidelines for an increased awareness to this topic.

This pre- and perinatal aspect would extend the professional viewpoint of specialists from completely different fields. The babies affected and their parents would benefit from the knowledge of the doctors, midwives, the nurses in the clinics as well as, in the familiar surroundings of the patient’s home, paediatricians, naturopaths, physiotherapists and ergo therapists
.

Craniosacral therapists and osteopaths can also extend their knowledge of the physical effects of birth on the child’s whole body, especially on the skull of the child, and of the mental and psychological dimensions. The details of the individual birth phases with their counterparts on the psychological level also represent a meaningful addition.


One difficulty is the fact that there are very few baby therapists who stress the aspect of birth trauma as the focal point of their work.
Behavioural therapy-oriented "consulting hours for cry-babies" concentrates on the positive changes in the effects of a potential trauma, caused during the pregnancy or in the birth situation itself. Breastfeeding and bonding problems, common after a birth with traumatic elements, can only be entirely resolved when the status of being born plays a more important role in the anamnesis.

Karlton Terry is of the opinion that every child and his parents after the birth should be prepared to accept the offer of a prophylactic session which is available to all parents. Even from a prophylactic point of view this measure would save the health care system a lot of money.Karlton Terry’s basic attitude is marked by openness, respect and empathy.

He urges the therapists not to pursue preconceived solutions even if the birth anamnesis seems to point clearly in that direction but to remain open for what the baby has to tell him in its own way. This includes listening with empathy and refraining from ones own interpretations, and not just relying on hasty solutions and patent remedies.


Karlton Terry remains open for what the baby has to tell in his own way. He differentiates between various reasons and kinds of crying, which differ particularly in tone and recruitment of certain body muscles as well as movement patterns. Crying to express a need (e.g. food, closeness, comfort and sleep) sounds quite different from crying, which expresses feelings such as unresolved memories and pain wanted to be shared. Terry’s most important appreciation of William Emerson’s expression for the work with birth traumas is ‘trauma crying’. It sounds desperate, scared, frightened, angry or full of panic and it can be hard for parents and other adult to bear.
Prof. Stuart Campbell says that, using 3-D ultrasound images, it is possible, even in the womb, to recognise from the facial expression of the unborn child whether the child is registering physical pain or is feeling unwell. (Campbell, 2005)


Empathy and respect are further keys in Karlton Terry’s baby therapy. In the therapy process it is necessary to request, nonverbally, the permission of the child to work with it and also to pay attention to one’s own reactivated emotions, so that healing can take place.


In his baby therapy Karlton Terry works not only with the baby, but, by necessity, with the entire family. His approach in baby therapy is to put the baby in a protected area, in which the parents also feel secure, and then let the baby ‘tell' whereby and to listen with empathy, the baby thus using his own possibilities. The baby expresses itself via its movements, body tones, its eyes and behaviour, crying (e.g. matching the story told by the parents).
The child expresses itself in its own way, such as through moving its limbs and also by its facial expression or the tension in its body. Karlton Terry, an attentive observer, sees the baby’s whole repertoire and relates this to the parents’ description of the birth.

He observes in such GREAT DETAIL what happens that even specialists are amazed. For example it is not only the movement itself he notices (‘the baby pedals strongly') but the differentiated form. For example the baby pedals only with the right foot stretched, whereas the left leg is tightened when pedalling and the left fist is clenched, or the centre of the movement lies near the solar plexus, while the neck musculature seems to be shortened by this movement and the child sounds as if it is in need of air.

While he gets in touch with the baby and concentrates in order to be prepared for the baby’s story, he sets the first quiet impulses and waits to see what will happen. He says that there are well over 500 decisions he must make in just one hour, i.e. whether and when and, above all, where and how he sets the impulses which will cause a positive change.

A rhythm often develops in the course of the sessions, which can be c